Am 29.01.2008 um 13:33:15 schrieb Klaus:

n einem kurzen Bericht möchte ich unsere Eindrücke anlässlich des Lesertreffen 2007 der Zeitschrift Motorrad & Reisen vom 05.05. - 12.05.07 am Karer Pass in den Dolomiten/ Südtirol schildern.

Am 04.05. sind Claudia und ich gegen 20:30h nach Hildesheim aufgebrochen um mit dem Autoreisezug nach München zu verlegen. Das Einchecken und das Verladen der Motorräder verlief völlig problemlos.
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Die Nacht begann im Liegewagen gegen 01:00h und endete um 07:00 mit einem Frühstück im Zug. Der Zug erreichte München gegen 08:00h im Regen. Um 08:45 waren die Bikes entladen und die Bekleidung auf Regen umgestellt. Der Anreisetag verlief wettermäßig sehr gemischt.

Regen von München bis Innsbruck. Österreich verwöhnte uns anschließend auf der Nebenstrecke zum Brenner mit Sonnenschein. Italien zeigte sich vom Brenner bis zum Karersee erheblich kühler mit reichlich Schauern.

Im Hotel angekommen hatten wir die Faxen das erste Mal dicke. Eigentlich wollten wir am Anreisetag schon über den Jaufenpass fahren. 2° waren uns aber zu kalt.

Für die kommende Woche befürchteten wir das Schlimmste.

Samstagnachmittag einchecken im Hotel, super netter Empfang durch die Wirtsleute Anni und Hans Weissensteiner im Hotel Castel Latemar.
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Tolles Zimmer, allerdings im dritten Stock, kein Aufzug, nur was für Sportliche.

Abends erfolgte für die Gäste ein kleiner Empfang durch die Wirtsleute und dem Team der Zeitschrift Motorrad & Reise, Frank Klose und seinen Tourguides.

Nach dem ersten Abendessen wurden die Gruppen zusammengestellt.

A-Team (Raseraudies) kein Teilnehmer.

C-Team (Blümchenpflücker Gruppe) keine Teilnehmer.

B-Team, alle Biker????

Nun, nach einigem Zureden teilte es sich doch etwas auf. Wir entschieden uns für das A-Team.

Welch ein Fehler. Wir haben 7 Tage nur Asphalt und keine Landschaft gesehen.

Allerdings war die Zusammensetzung super. Ein Franke, ein Schwabe, ein Fischkopp, ein zuagroaster Münchner (geb. in Hannover) und mit dem Lerbacher Tourguide Olaf Braun drei Harzer Sturköppe.

Der erste Tourtag begann um 08:30h mit einem guten Frühstück und um 10:00h mit der ersten geführten Tour.

Sechs Pässe, Sättel, Joche oder wie diese engen Straßen mit Spitzkehren in über 2000m Höhe auch immer heißen, forderten uns einiges ab. Sechs Stunden im Sattel, kaum Pausen und doch nur 250km Fahrleistung waren die Eckdaten für fast jeden Tag.
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Das Wetter wurde jeden Tag besser, unsere Leistung auch.

Ich erspare mir hier die einzelnen Touren vorzustellen. Die Namen der Pässe sagen wenig über die Strecke, Anzahl der Kehren und Schwierigkeitsgrad aus. Man muss sie erlebt/ erfahren haben.

Der Tourguide führte uns jeden Tag souverän und mit einer Eselsgeduld ertrug er unsere Macken.

Mit 31 Lebensjahren war er doch deutlich jünger als der Rest der Gruppe. Der Altersdurchschnitt aller Biker lag bei 52 Jahren.
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Das tägliche Abendprogramm verlief für uns weitgehend gleich ab. Rückkehr ins Hotel gegen 16:00h. Das erste Bier auf der sonnigen Terrasse des Castel Latemar mit Blick auf den Rosengarten (Felsmassiv), anschließend 2 – 3 Saunagänge zum Relaxen.

Gegen 19:30h setze sich die Gruppe ohne Zwang zum gemeinsamen Abendessen zusammen. In der Regel wurden zwei schmackhafte 4-Gänge Menüs zur Auswahl angeboten. Ein oder zwei weitere Weizen, Grappa oder Rotwein schlossen den Abend ab und sorgten für die nötige Bettschwere. Ein Grillabend mit anschließender Livemusik bildete den Höhepunkt der Abendveranstaltungen. Allerdings verstehen die Einheimischen und ich jeweils etwas anderes unter Livemusik (Volksmusik war nichts für mich).

Am Donnerstag war keine geführte Tour angesagt. Claudia und ich wollten eigentlich in Bozen und Meran shoppen. Leider war es in Bozen so heiß, dass wir uns doch auf dem Penser Joch und anschließend auf dem Jaufenpass wiederfanden. Herrlich, ganz allein, unheimlich ruhig, tolle Sicht.

Freitag wurde das Wetter wieder schlechter. Die Fahrt über die Passstraßen ähnelte in der zweiten Tageshälfte eher einer Flucht als einer Tour.

Wetterbesserung am Samstag, dem Tag der Abreise. Nach dem letzten ausgiebigen Frühstück wurden die Motorräder beladen und die Rückreise über Bozen, Brenner, Innsbruck, Achensee, Bad Tölz, und dem Tegernsee nach München angetreten.
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Rückfahrt im Autoreisezug wie Hinfahrt allerdings zu zweit im Abteil, leider auf einem Drehgestell und dem Frühstück um 04:00h. Schreckliche Nacht. Kurz vor 07:00h waren wir nach 2360km wieder in Osterode.

Das in der Zeitschrift Motorrad & Reisen angekündigte Programm (Link )wurde erwartungsgemäß erfüllt und durch die Betreuung der Wirtsleute (Vorschläge für eigene Touren, Reifenservice, Stadtbesichtigungen, etc) abgerundet. Erwähnenswert, Tourguide Johannes Ungefug von der Firma Jofama bot die Möglichkeit HALVARSSONS Textil- und Lederbekleidung tageweise Probe zu fahren.

Auch wenn es mir schwer fällt. Die geeignetsten Motorräder für die Alpenpässe sind Reiseenduros, besonders hervorzuheben ist GS Baureihe von BMW. Es geht aber auch mit anderen Motorrädern. Ein Biker ist mit seiner Honda Goldwing (mit Einbauküche, etc) mitgefahren. In unsere Gruppe fuhr eine hochgezüchtete Yamaha R6 (Superbike, 600ccm, 127PS) sehr erfolgreich mit.

Kosten für auf den Geschmack gekommene
Autoreisezug Hin und Zurück für Bett und Bike: 200,-/Pers.

Hotel mit Halbpension und geführten Touren: 399,-/Pers.

sonstige Kosten nach Durst und Appetit: variabel

Für weiter Informationen:

Motorrad&Reisen
http://www.motorradundreisen.de/

M&R Hotel Castel Latemar
http://www.castellatemar.it/

DB Autoreise
http://www.dbautozug.de/site/dbautozug/de/start.html

Alpenpässe
http://www.motorradundreisen.de/index.p ... lpenpaesse
http://www.gaskrank.eu/tv/paesse/filme-18.htm,

Klaus Oppermann