Politik arbeitet an Absage vom Freedom Day

Viele fiebern auf dieses Datum hin – der als Freedom Day bekannt gewordene 20.03.2022 – sollte doch an diesem Tag vieles zur Normalität zurückkehren.
Der 20.03.22 bedeutet das Ende bundesweiter Corona-Maßnahmen. Da viele darauf hofften, dass ab diesem Tag wieder ein normales Leben möglich sein würde, wie wir es vor Corona kannten, erlangte dieser Tag den Beinamen „Freedom Day“. Doch nun komm es doch wieder anders. Rheinland-Pfalz plant bereits den Freedom Day um mindestens zwei Wochen zu verschieben, in Brandenburg will man verschärfen anstatt zu lockern und das Gesundheitsministerium des Bundes will von alledem nichts mehr wissen und verweist auf die Zuständigkeit der Länder. Diese werden nun nach und nach den hohen Zahlen Tribut zollen und neue, mehr oder minder scharfe, Verordnungen erlassen.

Ein neuer Corona-Verordnungs-Flickenteppich ist zu erwarten

Tatsächlich darf man hinterfragen ob der jetzige Zeitpunkt mit den derzeitig hohen Inzidenzzahlen tatsächlich der richtige ist, um großflächig Coronamaßnahmen aufzuheben. Man darf aber auch daran zweifeln, dass es so etwas wie einen richtigen Zeitpunkt dafür überhaupt gibt und vor allem, dass er dann auch dauerhaft anhält. Bei diesem Thema scheiden sich ohnehin die Geister. Klar ist jedenfalls, dass die Lösung, die wir bekommen werden, eine ungerechte sein wird. Zu lange fieberte man auf diesen Termin hin um nun doch wieder nur einen Freedom-Day-Flickenteppich, mit unterschiedlichen Verordnungen von Bundesland zu Bundesland, zu bekommen.

Was noch bleibt vom Freedom Day

Weiter geht der uneinheitliche Kampf gegen das Virus, das vor Grenzen und Verordnungen aber ohnehin keinen Halt macht. Jeder der gehofft hatte, dass die Politik einen Plan zurück in die Normalität hätte, der sieht sich getäuscht, denn am Ende ist der 20.03.2022 doch nur ein zufälliges Datum, das ein Ende von Coronamaßnahmen beschreibt, die dann durch neue ersetzt werden. Denn seien wir doch mal ehrlich – die Lockerungen zuletzt verdanken wir doch auch nur dem glücklichen Umstand, dass die derzeit vorherrschende Virusvariante zufällig eine harmlose ist. Und genau das ist auch der Grund, wieso wir coronabedingte Motorradfahrverbote vermutlich nirgends zu befürchten haben. Das ist immerhin etwas.
Text: Alexander Klose


Dieser Beitrag gehört zu einer mehrteiligen News
Der Corona-Fahrplan 2022 für Motorradfahrer im Ticker

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