Politik plant Rückkehr von Zugangs- und Kontaktbeschränkungen für den Herbst

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen drängen auf Corona-Endlosschleife – Intermot auf der Kippe.
Im Hinblick auf eine mögliche Herbstwelle des Coronavirus möchten die vier Bundesländer das Infektionsschutzgesetz vom Bund ändern lassen und die Möglichkeit Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht verhängen zu dürfen auch über den Juni hinaus, prophylaktisch schon einmal für den Herbst festzurren. In den vergangenen Jahren war es so, dass sich die Infektionszahlen während der Sommerferien deutlich beruhigt haben. Das Ausmaß einer möglichen Herbstwelle ist bislang gar nicht abzusehen. Dass die Einschränkung von Grundrechten mittlerweile selbstverständlich und das stete Handwerkszeug der Politik geworden ist, dürfte nicht überall gut ankommen. Das politische Vorausplanen der Pandemie ist nun viele Jahre schief gelaufen, aber offenbar scheint man weiterhin nicht davon abrücken zu wollen. Man fühlt sich wie in einer Endlosschleife gefangen, die jedes Jahr auf's Neue startet.

Einführung bisheriger Corona-Maßnahmen könnte Intermot erneut ausbremsen

Mit Sorge muss man nach den aktuellen Aussagen des Gesundheitsministers von NRW auf die Intermot schauen. Diese findet bekanntlich im Oktober in Köln statt. Zuletzt war dies 2018 der Fall. Fraglich, ob die einstmals wichtigste Motorradmesse der Welt überhaupt zurückkehren würde, sollte sie auch in diesem Jahr abgesagt werden müssen. Das Absagen von Großveranstaltungen war zumeist einer der ersten Schritte der Politik im Kampf gegen die Pandemie. Auch ein Erlasst von Zugangsbeschränkungen könnte zur erneuten Absage führen. Eine Garantie, dass die Intermot überhaupt stattfinden kann, gibt es auch in diesem Jahr nicht.
Text: Alexander Klose


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