Yamaha Tracer 9 GT & GT+: Technologie und Fahrkomfort im Test
Yamaha hat sein Leuchtturmbike Tracer 9 mit Matrix-LED, Assistenzsystemen und Y-AMT-Getriebe mächtig aufgewertet. So fahren die neuen 9-GT-Geschwister.
Aller Yamaha Tracer 9 GT Anfang: Die neue Basis-GT kommt ganz klassisch mit 6-Gang-Schaltgetriebe. Serienmäßig gibt es dazu Yamahas sehr gut funktionierenden Quickshifter (Blipper) der dritten Generation. Preis in Ceramic Ice (Foto) oder Tech Black: ab 16.049,-- Euro inklusive Nebenkosten
Der Windschild der neuen Tracer 9 GT und GT+ ist serienmäßig elektrisch einstellbar. Auf Tastendruck fährt er bis zu 100 mm in die Höhe und sorgt für angenehme Ruhe hinter der großen Scheibe. Darunter: die großartige, optisch sehr präsente Matrix-LED-Scheinwerfereinheit
Das neue TFT-Farbdisplay in vertrauter Größe (7 Zoll) versorgt den Fahrer der Tracer 9 GT und GT+ mit opulent aufbereiteten Infos. Über die Garmin LinkBox kann die Kartennavigation Motorize kostenlos genutzt und nahezu bildschirmfüllend dargestellt werden
Immer an den Beifahrer denken: Darf es ein bisschen mehr Stauraum sein? Wem die serienmäßigen Seitenkoffer (30 Liter pro Seite) nicht reichen, der kann als Originalzubehör ein Topcase samt Rückenpolster montieren
Bei der Bereifung herrscht Einigkeit innerhalb der Tracer-9-GT-Familie: 120/70 ZR 17 M/C (58W) vorn, 180/55 ZR 17 M/C (73W) hinten. In beiden Fällen schlauchlos und von Bridgestone – und ganz hervorragend mit den Bikes harmonierend
Allzweckwaffe CP3: Der 119-PS-Dreizylinder kommt in zahlreichen Modellen von Yamaha zum Einsatz. Untenrum powert er wie ein Zweizylinder, obenrum dreht er wie ein Vierzylinder – ein famoses Triebwerk
Der Gattungsbegriff Sporttourer kommt nicht von ungefähr. Die Yamaha Tracer 9 GT+ beweist, dass man auch mit dem Schaltassistenten Y-AMT (Serie) richtig viel Fahrspaß haben kann. Für die Tracer 9 GT kann der Schaltautomat optional geordert werden. Aufpreis: 1.200,-- Euro
Gesehen? Zwischen Rücklicht und Kennzeichenhalter sitzt bei der Tracer 9 GT+ der Heckradar und beobachtet den rückwärtigen Verkehr. Sollte sich ein anderer Verkehrsteilnehmer im toten Winkel der Yamaha bewegen oder sich rasant nähern, warnt das System den Fahrer per Symbol im Rückspiegel
Deine Welt sind die Berge? Dann ab aufs Bike und hin da! Tracer 9 GT und GT+ schaffen mit einer Tankfüllung (19 Liter) knapp 400 Kilometer
Blick aufs linke Bedienelement der Yamaha Tracer 9 GT: Der Kupplungshebel verrät, dass es sich hierbei um ein Basismodell mit Fußschaltung handelt. Bei den Y-AMT-Modellen (ab 17.249,-- Euro) fällt dieses Relikt weg: Das automatisierte Getriebe wechselt die Gänge automatisch oder per Schaltwippe am Lenker
Wahlweise 845 mm oder 860 mm beträgt die justierbare Sitzhöhe der Tracer 9 GT und GT+. Alternativ zu den Serienpolstern für Fahrer und Beifahrer gibt es im Zubehör Komfortsitze mit und ohne Sitzheizung
Es ist nicht alles Gold, was glänzt – zahlt sich aber trotzdem aus: Der Tracer 9 GT+ spendiert Yamaha eine wartungsarme Antriebskette von DID (Daido Kogyo). Die Rollen haben eine diamantähnliche Beschichtung. Das erhöht die Lebensdauer und verbessert die Leichtlaufeigenschaften, versichert Yamaha
Aller guten Dinge sind drei? Nicht in Deutschland. Auf unseren Markt schaffen es nur die Tracer 9 GT (links) und die Tracer 9 GT+ (Mitte). Die konventionelle Tracer 9 ohne semi-aktive Federung kommt bei uns nicht in die Läden – zu wenig Nachfrage, sagt Yamaha
Hurtig auf großer Fahrt: Das elektronische Fahrwerk macht die Tracer 9 GT+ und ihre Schwester ohne Radar (GT) zu großartigen Kilometerfressern. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Yamaha mit 218 km/h an, den Durchschnittsverbrauch mit 5,0 Litern
Über die Mode-Taste rechts am Lenker lassen sich die Fahrprogramme anwählen und aktivieren. Dafür muss der Gasgriff kurz geschlossen werden. Schräg links daneben: die Taste fürs Einstellen des Abstands zum Vordermann beim Fahren mit Abstandstempomat (Active Cruise Control/ACC, nur Tracer 9 GT+)
Hier gut zu sehen: Der adaptive Matrix-LED-Scheinwerfer leuchtet Fahrbahn und Kurven je nach Fahrsituation unterschiedlich aus. Kommt Gegenverkehr, blenden einzelne Fernlichtsegmente automatisch ab