Ihr Warenkorb
0.00 €

Burgen- & Schlössertour Lausitz

27.06.2016 15:01

Tief im Osten, im Freistaat Sachsen, an der Grenze zu Polen und der Tschechischen Republik, befindet sich die Oberlausitz. Und genau da haben wir vorübergehend unser Quartier aufgeschlagen, um diese einzigartig schöne Region zu erfahren, zu erkunden und zu bestaunen. Die Oberlausitz gehört zu 67% zu Sachsen, rund 30% entfallen auf Polen und die restlichen 3% können dem Land Brandenburg zugeordnet werden. Das Lausitzer Bergland geht im Westen nahtlos in die Sächsisch-Böhmische Schweiz über und wird auch als Nahtstelle zum Zittauer Gebirge im Osten bezeichnet.
 
 Kurven und Kultur in der Oberlausitz.
Kurven und Kultur in der Oberlausitz.

Südlich wird aus dem Lausitzer Bergland das Lausitzer Gebirge, das schon zum westlichen Sudetenland gezählt wird. Kurzum – sanfte Hügel, schroffe Felsen und eine malerische Landschaft prägen eine wunderbare Region, die sich noch dazu ganz hervorragend mit dem Motorrad erkunden lässt. Nördlich finden wir das Lausitzer Seenland, das bis Calau in Brandenburg reicht. Die Gesamtausdehnung von Europas künftig größter, künstlicher Seenplatte beträgt von West nach Ost ca. 80 Kilometer, von Nord nach Süd rund 40 Kilometer. Dreh- und Angelpunkt für die kommenden Touren, sozusagen die Basis mittendrin, unser M&R–Partnerhotel. Das Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde, besticht nicht nur durch die zentrale Lage, sondern auch durch den erstklassigen Service, die ausgezeichnete Küche und großartige Zimmer. Dummerweise stehen wir erst einmal vor einem großen Problem. Das Dilemma: Wir wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen. Alle sehenswerten Ausflugsziele, Sehenswürdigkeit und angrenzenden Regionen sind gerade einmal maximal eine halbe Stunde Fahrzeit entfernt. Ausflüge in die Städte, wie das über eintausend Jahre alte Bautzen, Görlitz, Zittau und auch Dresden haben wir dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
 
Diverse Baustellen zwingen uns zu Umwegen.
Diverse Baustellen zwingen uns zu Umwegen.

Trotzdem treffen wir die Entscheidung, als Einstieg, sozusagen als Appetitanreger, mit einer waschechten Genießer-Tour zu starten: eine kleine Burgen- und Schlösser-rundfahrt (rund 200 Kilometer) mit Gelegenheit, Land und Leute kennen zulernen und ein kleines bisschen der großartigen Landschaft und Kultur dieser Region zu erfahren. Keine Sorge, für die Fahraktiven und Kilometerfresser unter Euch steht auch noch eine echte Kurventour auf dem Plan! Los geht’s also, startet die Motoren und folgt mir mitten hinein in die sanften Hügel der Oberlausitz.
Wir wenden uns zunächst nach Westen Richtung Neukirch, die aufgehende Sonne im Rücken. Sodann folgen wir kleinen, geschwungenen Sträßchen durch die idyllische Landschaft, werden aber von diversen Baustellen und gesperrten Ortsdurchfahrten zum einen oder anderen Umweg gezwungen. Glücklicherweise möchte ich beinahe sagen, denn was man auf diesen Umwegen zu sehen bekommt, lässt das Herz jedes Romantikers höher schlagen. Kleine, verschlafene Dörfer mit malerischen, blühenden Blumengärten und beeindruckende Umgebindehäuser ziehen an uns vorbei.
 
Wir kurven durch malerische, blühende Blumengärten.
Wir kurven durch malerische, blühende Blumengärten.

Der dicke V-Zwo unserer Victory rumpelt zufrieden unter uns, während unaufhaltsam der erste Stopp näher rückt. Das Barockschloss Rammenau, Teil des „Schlösserlandes Sachsen“, unsere erste Zwischenstation.
Rund 30 Kilometer nordöstlich von Dresden gelegen, wird Rammenau von bis zu 450 Meter hohen, bewaldeten Hügeln umrahmt. In der Nähe des Oberteiches befindet sich eines der am besten erhaltenen barocken Landschlösser Sachsens.
 
Eingerahmt von sanften Hügeln, liegt eines der am besten erhaltenen Barockschlösser.
Eingerahmt von sanften Hügeln, liegt eines der am besten erhaltenen Barockschlösser.

Eine kleine Erkundung ist durchaus empfehlenswert (eine Stunde sollte man schon einplanen). Daher stoppen wir unseren Vorwärtsdrang und schauen uns ein wenig um. Einmal im Jahr, am letzten Augustwochenende, verwandelt sich die gesamte Schlossanlage in einen Markt für Liebhaber alter Handwerkskunst, denn es finden die Oberlausitzer Leinentage statt.
 
Zu Gast bei den Oberlausitzer Leinentagen.
Zu Gast bei den Oberlausitzer Leinentagen.

Für einen Rundgang über dieses Fest sollte man schon ein gutes Stück Zeit mehr mitbringen – eine Stunde reicht da bei Weitem nicht. Nur für einen kleinen Bummel durch das bunte Treiben, sind uns zum einen die zehn Euro Eintrittsgeld zu viel, zum anderen wollen wir heute noch ein bisschen mehr sehen und erfahren. Also werfen wir nur einen kurzen Blick in den Schlosshof und werden beinahe schwach. Einfach dazubleiben, könnte uns gefallen ...
Mühsam reißen wir uns los und drücken auf den Anlasser. Weiter geht’s. Wer möchte, kann auf unserer weiteren Tour auch gerne einen Abstecher zum Barockschloss Oberlichtenau machen, uns interessiert das heute allerdings nicht.
 
Zwischen Wiesen und Wäldern geht es Richtung Norden.
Zwischen Wiesen und Wäldern geht es Richtung Norden.

Wir lassen das Schloss rechts liegen und kurven weiter durch Wiesen und Wälder bis eine neuerliche Entscheidung getroffen werden will: Fahren wir durch die Weinberge zur Albrechtsburg nach Meißen oder schwenken wir kurz davor zum Märchenschloss Moritzburg?
 
Es wird Zeit für eine Pause in der Einsamkeit.
Es wird Zeit für eine Pause in der Einsamkeit.

Hilfe kommt von der besten Ehefrau der Welt: Die Moritzburg soll es sein. Diente sie doch als zauberhafte Kulisse des legendären Märchenfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, wird sie heute unser nächstes Ziel werden. Anmutig spiegelt sich das Antlitz des wohl schönsten Wasserschlosses Sachsens in den künstlich angelegten Teichen der weiträumigen Parklandschaft.
 
Die Moritzburg in einer zauberhaften Kulisse.
Die Moritzburg in einer zauberhaften Kulisse.

Möchte man sich das berühmte „Federzimmer“, eine der bedeutendsten Jagdtrophäensammlungen Europas oder auch das Fasanenschlösschen näher anschauen, dann sollte man auch hier Zeit mitbringen. Das Fasanenschlösschen kann beispielsweise mit 2 PS in einer Pferdekutsche in wenigen Minuten erreicht werden.
 
Mit 2 PS auf Erkundungsfahrt.
Mit 2 PS auf Erkundungsfahrt.

Moritzburg selbst zeigt sich, besonders an den Wochenenden, gut besucht. Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügung und befinden sich in unmittelbarer Nähe. Besonders auf heiratswillige Paare übt das Schloss eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Während unserer kleinen Pause liefen uns nicht weniger als vier Bräute samt der zugehörigen Ehegatten und zahlreichem Gefolge über den Weg. Das Schloss erhebt sich auf einer künstlichen Insel.
 
Ein Postkartenmotiv erster Güte.
Ein Postkartenmotiv erster Güte.

Der barocke Vierflügelbau, direkt verbunden mit seinen vier Türmen, ruht auf einem podestartigen Sockelgeschoss. Acht ehemalige Wachhäuschen gruppieren sich auf der Insel. Harmonisch fügt sich das Schloss in die Landschaft ein, wird vervollständigt durch die sich nördlich anschließende Gartenanlage und das östlich liegende Fasanenschlösschen mit kleiner Hafenanlage und den Venusbrunnen.
 
Die malerische Kulisse dient vielen Brautpaaren als Fotomotiv.
Die malerische Kulisse dient vielen Brautpaaren als Fotomotiv.

August der Starke, Kurfürst von Sachsen und Staatsoberhaupt von Polen-Litauen, verlieh dem ehemaligen Jagdhaus seine heutige Gestalt. Wir rasten vor dem Schloss und genießen die Sonne, bevor wir uns auf den weiteren Weg begeben, quasi auf den Spuren von August dem Starken. Quer durch Dresden führt der nächste Streckenabschnitt.
Aber keine Angst, obwohl wir durch die Landeshauptstadt müssen, fühlt es sich nicht nach Großstadt an. Malerische Villenviertel und historische Straßenzüge prägen das Bild.
 
Großstadt? Fehlanzeige!
Großstadt? Fehlanzeige!

Die umstrittene, aber sehenswerte Waldschlösschenbrücke wird überquert und anschließend rumpeln wir über das berühmte „Blaue Wunder“, dem Wahrzeichen der Stadt Dresden. Über die gewundene Grundstraße, die auf drei Kilometer rund 120 Höhenmeter überwindet, kurven wir in das Dresdener Umland. Aber wir fahren nicht bis ganz nach oben, sondern biegen Richtung Rochwitz ab.
 
Sonnenblumen am Wegesrand.
Sonnenblumen am Wegesrand.

Nach einem kleinen Schlenker durch die angrenzenden Wälder und Felder steuern wir dem Höhepunkt unserer Tour entgegen. Entlang der Weinberge bietet sich uns ein wunderbarer Panoramablick, bevor Schloss Pillnitz in Sichtweite gerät. Zuvor muss ich jedoch die alte Pflasterstraße in den Weinbergen noch einmal hochfahren, auf diese Aussicht bin ich nicht gefasst, noch weniger auf die enorme Steigung.
 
 Malerische Villenviertel und historische Straßenzüge prägen das Bild.
Malerische Villenviertel und historische Straßenzüge prägen das Bild.

Und schon sind wir daran vorbei, bevor überhaupt ein Bild entstehen kann. So geht das aber nicht! Also flugs gewendet und ein paar Lichtblicke eingefangen. Die letzten Meter zum Schloss Pillnitz sind nur noch eine Kleinigkeit. Schnell die fahrbaren Untersätze abgestellt (man kann für einen Euro direkt am Schloss parken) und die Klamotten am Ticketschalter abgeben. Was uns nun erwartet, kann als imposant beschrieben werden. Das Wasserpalais wirkt zwar von der anderen Elbseite oder wenn man sich mit einem der historischen Dampfer nähert noch besser, aber auch so sind wir mächtig beeindruckt. Sei es drum, das neue Palais  und das Bergpalais bieten eine sehr eindrucksvolle Kulisse. Der Lustgarten mit angrenzendem Schlosspark, die Orangerie und auch die einzigartige 250 Jahre alte japanische Kamelie mit fahrbarem Gewächshaus, der englische und chinesische Pavillon – sehenswert beschreibt die Situation noch nicht einmal annähernd. Auch hier gilt: Etwas mehr Zeit einzuplanen kann nicht schaden!
 
Einsame Straßen locken uns direkt aus der Stadt hinaus.
Einsame Straßen locken uns direkt aus der Stadt hinaus.


 
Der Lustgarten.
Der Lustgarten.

Kurfürst August der Starke erwarb das Schloss einst für Sachsens berühmteste Mätresse, die Gräfin von Cosel, seine Favoritin. Es ist im chinoisen Stil erbaut und verbindet die Architektur des fernen Ostens mit den Stilelementen des Barock.
 
Das Wasserpalais entfaltet seine eigentliche Wirkung von der Flussseite.
Das Wasserpalais entfaltet seine eigentliche Wirkung von der Flussseite.

Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen und ein wenig gestärkt haben, lockt die vorletzte Etappe unserer Kulturrunde.
 
 Einer der historischen Raddampfer.
Einer der historischen Raddampfer.

Also schwingen wir uns wieder in den Sattel und starten die Motoren. Ein kleines Stück an den weinbewachsenen Hängen entlang Richtung Pirna, über Lohmen, nehmen wir einige recht kurvige Kilometer unter die Räder. Wir nähern uns mit fröhlich vor sich hin blubbernden Motoren der ehemaligen Bergrennstrecke Hohnstein – einem Teil des sogenannten Deutschlandrings.
 

Dessen sechsjährige Bauzeit begann 1933. Die Rennstrecke hatte eine Breite von zwölf Metern, war insgesamt 10 Kilometer lang und schloss schließlich die Wartenbergstraße ein. Die Kurven wurden auf eine Breite von 20 Metern ausgebaut. Am 26.04.1939 wurde der Deutschlandring feierlich eingeweiht. Entsprechend der Planung, sollten hier bis zu einer Million Zuschauer Platz finden. Bei Hohburkersdorf ist eine zwei Kilometer lange und 24 Meter breite Gerade als Startbahn gebaut worden. Von hier aus können drei Kilometer der Strecke eingesehen werden. Der Ort wird durch eine zwölf Meter hohe Brücke überquert. Insgesamt hat die Strecke einen Höhenunterschied von 532 Metern, wovon die größte Steigung die 16 Serpentinen vom Polenztal zum Hockstein aufweisen. Also legen wir eine flotte Gangart ein und sausen ein Stückchen über die alte Rennpiste. Meine Sozia gibt mir unmissverständlich zu verstehen, dass sie es nicht so lustig findet, wenn die Trittbretter über den Asphalt schraddeln... ich schon. Was für ein Spaß! Übrigens, auf Burg Hohnstein finden Motorradclubs und Vereine eine prima Location. Warum? Nun, ich glaube es ist die einzige Burg, die ausschließlich mit Motorrädern befahren werden darf.
 
Burg Hohnstein.
Burg Hohnstein.

Alle anderen Fahrzeuge dürfen nicht auf den Burghof fahren. Zu unserer Reisezeit gastieren in den historischen Gemäuern gerade einige der Donnermeister. Die Fahrer und Liebhaber der legendären Yamaha MT-01 veranstalten just zu diesem Zeitpunkt eines der vielen europaweiten Treffen: das Ballerum Saxonum 2015. Für uns auf jeden Fall einen kleinen Abstecher wert! Eine grandiose Kulisse erwartet uns auf dem Burghof – sowohl was die Menge der Motorräder angeht als auch den Sound, den die fast 60 großvolumigen V2-Aggregate abgeben.
Beeindruckend!
 
Treffpunkt vor der Burg beim 'Ballerum Saxonum'.
Treffpunkt vor der Burg beim "Ballerum Saxonum".

Aus Nah und Fern sind die Mitglieder des größten MT-Internet-Forums angereist und ber­­ichten mit strahlenden Augen von fantastischen Touren durch Tschechien, das Elbsandsteingebirge und die Lausitz. Auch das Erzgebirge lag auf einigen der geplanten Routen. Sogar aus dem fernen Bayern, von der Nordsee und aus Wien sind Teilnehmer angereist, um sich durch die tolle Region führen und sich von ihr verzaubern zu lassen. Auch hier der einstimmige Tenor: Es fehlt an Zeit! Nach diesem kleinen, aber sehr unterhaltsamen Intermezzo, nehmen wir unser letztes Etappenziel aufs Korn. Wieder folgen wir den Spuren, die August der Starke hier hinterlassen hat. Nicht weit entfernt und doch sehr kurzweilig zu erreichen, denn auch dieser Streckenabschnitt weist einige nette Kurven und Berg- und Talstrecken auf. Schon kommt die Burg Stolpen in Sichtweite. Das historische Gemäuer verfügt über eine bewegte Geschichte. Die eigentliche Berühmtheit erlangte die Burg Stolpen durch ihre langjährige Bewohnerin.
 
Vor der Burg Stolpen.
Vor der Burg Stolpen.

Durch Intrigen am sächsischen Hof wurde Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel verbannt und musste fast ein halbes Jahrhundert hinter den Mauern der Burg Stolpen ausharren. Die langjährige Mätresse Augusts des Starken, eine lebenslustige, schöne und kluge Frau und Mutter dreier seiner Kinder, hatte sich Feinde am Dresdner Hof gemacht, weil sie sich angeblich in politische Geschäfte eingemischt hatte.
 
Das Dorf Stolpen, am Fuße der Burg.
Das Dorf Stolpen, am Fuße der Burg.

Sehr interessant und kurzweilig gestaltet sich der Spaziergang über die kleine Burg. Die Aussicht ist grandios und verschlafen liegt das gleichnamige kleine Dorf Stolpen am Fuße der Burg. Nun soll es für heute aber genug sein mit Kultur, Intrigen, prunkvollen Schlössern und atemberaubenden Parks. Genießen wir noch ein wenig die Landschaft und fahren über kurvenreiche Strecken zurück zu unserem Ausgangspunkt in die Oberlausitz. Dass dabei noch die eine oder andere Kurve gekratzt wird, kann ja eigentlich nicht schaden.
 
Ein letzter Blick in Richtung der Burg.
Ein letzter Blick in Richtung der Burg.

Der Tag neigt sich nun ziemlich schnell dem Ende entgegen. Trotz der wenigen Kilometer haben wir lange gebraucht, obwohl wir nicht einmal alle Etappenziele von innen gesehen haben. Problematisch, aber nicht tragisch, man muss nur genügend Zeit einplanen. Wer seinen Urlaub in der Gegend verbringen mag, der sollte sich, sofern er denn auf Burgen und Schlösser steht und diese besichtigen möchte, maximal zwei bis drei Tagesziele vornehmen.

Die Festung Königstein kommt mir da in den Sinn, die wunderbare Bastei, der Dresdner Zwinger und, und, und... Alle aufzuzählen sprengt hier den Rahmen. Vom letzten Parkplatz sind es schließlich nur zehn Minuten Fußweg zu einem der wohl bekanntesten und schönsten Ausichtspunkten in der Sächsischen Schweiz: der Bastei. Unbedingt sehenswert – die Stadt Bautzen, berühmt durch zwei gelbe Dinge: Zum einen den köstlichen Senf, zum anderen durch das Gefängnis, das im Volksmund „Das Gelbe Elend“ genannt wird. Diese Stadt darauf zu reduzieren, wäre aber falsch! Denn Bautzen ist die historische Hauptstadt der Oberlausitz und beeindruckt durch die vielen Türme, die Ortenburg, den historischen, restaurierten Stadtkern und eine aufregende Geschichte. Außerdem, das muss unbedingt erwähnt werden, sollte man in Bautzen dem Eisdealer einen Besuch abstatten. Der Inhaber, Alexander Schiebel, ist nicht nur durch besondere Eiskreationen wie das Bratwurst-Senf-Eis über die Landesgrenzen hinaus bekannt sondern auch durch seine Absinth-Produktion! Aber das sei nur am Rande erwähnt, wir sind ja immer noch unterwegs. In einer Kurve erhasche ich im Rückspiegel den Blick auf die untergehende Sonne und so etwas kann ich mir als Fotograf natürlich nicht entgehen lassen. Flugs wird ein passendes Stückchen Landstraße gefunden und die Kamera startklar gemacht.
 
Immer sehenswert - ein Sonnenuntergang auf der Bastei
Immer sehenswert - ein Sonnenuntergang auf der Bastei

Und tatsächlich, dieser unvergleichliche Tag belohnt uns mit einem fantastischen Sonnenuntergang. Ein paar Mal will die kleine Straße auf und ab gefahren werden, bis endlich die richtigen Bilder auf der Speicherkarte ihren Platz finden. Wir bleiben dann noch, bis sich die Sonne hinter den Horizont zurückgezogen hat. Müde und erschöpft, aber glücklich und zufrieden, machen wir uns auf den kurzen Weg zurück in das Erbgericht Tautewalde, wo wir uns mit köstlichen Speisen gar königlich verwöhnen lassen.

Ähnliche Artikel