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Insidertour: Gardasee

28.06.2020 11:03

Was macht ein Tourguide am Tag der Anreise seiner Leserreisengruppe? Richtig! Er erkundet die Gegend und sucht nach neuen Zielen. Heike wollte schon immer mal das „Val Daone“ anschauen.  Also haben wir unsere Mopeds gestartet, um zu schauen, ob es ein lohnendes Ziel ist. Um es vorwegzunehmen: Ja, das ist es. Das „Val Daone“ ist eine 25 km lange Sackgasse westlich des Gardasees in Richtung Adamello-Massiv.
Von Hotel „Paradiso“ in Tremosine/Pieve erreichen wir das Ziel durch die Brasa-Schlucht und die Gardesana Occidentale in Richtung Riva del Garda. Von dort über den Lago di Ledro und die SS240 nach Storo. Hinter Storo  müssen wir knapp 15 km auf der SS237 Richtung Tione/Madonna di Campiglio fahren. Die Abfahrt ins „Val Daone“ ist dann rechts direkt hinter einer Brücke.


Wasserfall „Cascata Ampola”
 

Ein Besuch beim Wasserfall

Auf dem Weg nach Storo sollte man nach einer Rechts-Links-Kombination ungefähr nach 50 Kilometern (ab Hotel) anhalten und einem netten Wasserfall einen Besuch abstatten (Cascata Ampola). Bei Sonnenschein ein reizvoller Halt. Vorher, wenn das Wetter mitspielt, ist ein Abstecher auf den Tremalzo anzuraten. Etwas über ein Kilometer hinter Tiano di Sopra, geht es links ab. Dies ist eine Sackgasse, aber eine sehr schöne.
Das „Val Daone“ bietet neben einer schmalen gut asphaltierten Straße vor allem jede Menge schöner Kurven ohne viel Verkehr. Die Straße schlängelt sich an einem Flüsschen entlang, durch kleine Örtchen, aber vor allem mit viel Natur, dem Adamello-Massiv entgegen.
Vorbei am Lago di Malga Boazzo werdet ihr mit tollen Aussichten verwöhnt. Größere und kleinere Wasserfälle sind zu entdecken.  Zwischen zwei Tunneln gibt es rechts eine nette Cappuccino-Bar, die man durchaus mal besuchen kann, bevor man sich wieder den Kurven widmet – oder auf dem Rückweg. Knapp acht Kilometer und einige Kehren weiter endet die Straße an einem Stausee, dem Lago di Bissina.

Ein „furchtbar kurviger Weg”

Apropos Rückweg: Es ist ja eine Sackgasse, man „muss“ also diesen „furchtbar kurvigen Weg“ wieder zurück – wir können euch den Spaß nicht ersparen.
Am Talausgang, in Praso, gibt es noch die Möglichkeit, zu einem alten Fort zu fahren, das man von der Straße aus, auf einem Felsvorsprung liegend, sehen kann. Dieser Exkurs ist aber nur denen anzuraten, die mit kleinsten und nicht besonders guten Straßen klarkommen, sonst wird aus Spaß schnell Stress.
Damit dieser Ausflug eine runde Sache wird, haben wir natürliche eine Rundtour daraus gemacht. Am Talende wieder auf die SS237 Richtung Tione fahren. Im Kreisverkehr von Tione di Trento rechts raus und nach zwei Kilometern Richtung Zuclo zum Passo Duron abbiegen.


Val Daone, Gardasee
 

Kristallklares, türkises Wasser am Tennosee

Diese Straße führt uns kurvenreich über Fiave nach Tenno. Wer hier noch nicht war, sollte sich den Tennosee anschauen. Die Farbe des Wassers ist sehr beeindruckend. Es gibt gleich am Ortseingang links, bei dem rosafarbenen Hotel, Parkplätze für Motorräder. Der Fußweg rechts neben der Bar zum See ist keine fünf Minuten lang.
Ansonsten geht es gegenüber dem Parkplatz rechts ab, Richtung Pranzo und über Deva nach Riva. Ihr könnt auch geradeaus über Tenno nach Riva fahren. Nach einem leckeren Eis sind wir nach nicht ganz 190 km, wieder an unserem Hotel.
Text: Stefan & Heike Sack , Fotos: Stefan & Heike Sack