Marushin RS3 Integralhelm im Test

Helmtest: Marushin RS3
Zu Preisen ab 279,-- Euro für die mattschwarze Variante bietet Marushin den Fiberglashelm RS3 an. Die getestete Variante mit Samurai-Dekor kostet 20,-- Euro Aufpreis. Für die Techno genannten Dekore in Weiß oder fluoreszierendem Gelb werden 319,-- Euro fällig. Lediglich 1.315 Gramm wiegt der Helm in der Größe XL. Bei der Anprobe gefallen der leichte Einstieg und die Brillenkanäle, die ein leichtes Aufsetzen der Sehhilfe ermöglichen. Um die Ohren herum bietet das weiche Polster viel Platz. Es ist herausnehmbar und waschbar. Die Wangenpolster gestaltete Marushin für das 2021er-Modell neu. Wie der gesamte Helm drücken sie nicht und sollen auch bei hohen Geschwindigkeiten den wackelfreien Sitz sicherstellen. Und das funktioniert hervorragend. Selbst bei Autobahntempo auf einer unverkleideten Ducati Monster liegt der Marushin RS3 neutral im Wind, drückt nicht gegen die Stirn und bewegt sich auch beim Schulterblick kaum. Die gelungene Aerodynamik sorgt zudem für geringe Windgeräusche bei allen Geschwindigkeiten. In dieser Kategorie gibt es daher volle Punktzahl.

Die Belüftung wurde ebenfalls im Windkanal optimiert und schaufelt in geöffneter Stellung viel Frischluft in den Helm. Dass der Schieber der Kinnbelüftung auf der Innenseite des Kinnteils sitzt, sorgt zwar für eine ansprechende Optik, stört jedoch in der Praxis, zumal der direkte Zugriff von einem weichen Windabweiser am Kinn behindert wird.
Helmtest: Marushin RS3

Am gelungenen Gesamteindruck des Helms kann das nicht rütteln. Die Visiere sind für eine Pinlock-Scheibe bereits vorbereitet. Es gleich beim Kauf mitzubestellen (Kostenpunkt 29,-- Euro), können wir nur empfehlen. Dann ist der Maru­shin RS3 zu 100 Prozent beschlagfrei. Der herausnehmbare Atemabweiser vor der Nase trägt seinen Teil dazu bei. Die Raststufen des Visiers sind praxisgerecht. Die Visiermechanik arbeitet leise, spielfrei und leichtgängig. Trotzdem arretiert sie die Visiere auch bei hohen Geschwindigkeiten zuverlässig. Besonders die Lüftungsstellung, die nur einen minimalen Spalt frei gibt, ist sehr angenehm und springt selbst bei steigendem Winddruck nicht zu. Der Wechsel der Visiere gelingt schnell und unkompliziert ohne Werkzeug über einen Drucktaster. Fünf Jahre Garantie gibt Marushin auf den RS3. Das zeugt von einem gewissen Selbstvertrauen, was die Qualität angeht. Einen Schönheitsfehler leistet sich der insgesamt durchdachte Helm dennoch: Der Reflektor am Nackenpolster ist so weit vorn und Richtung Kopf positioniert, dass ihn bei aufgesetztem Helm garantiert niemand sieht.

Fazit Marushin RS3

Für einen Einstiegspreis von 279,-- Euro bietet Marushin einen leisen, sehr bequemen Fiberglashelm mit durchdachten Details. Vor allem sein niedriges Geräuschniveau und die effektive Belüftung gefallen. Mit Dekor und Pinlock-Scheibe klettert der Preis jedoch schnell auf bis zu 348 Euro. Konkurrenz gibt es mit dem Marushin 999 RS Comfort, den wir in Motorrad & Reisen Ausgabe 100 bewerteten, vor allem aus den eigenen Reihen.
 Pro
  • Doppel-D-Verschluss
  • hochwertig verarbeitetes Innenfutter
  • mit Pinlock-Visier 100% beschlagfrei
  • sehr leise, auch in Lüftungsstellung des Visiers
 Contra
  • matte Oberfläche ist kratzempfindlich
  • Reflektor am Nackenpolster im nicht sichtbaren Bereich
  • Schieber der Kinnbelüftung liegt innen
Text: Thomas Kryschan , Fotos: Marushin, Ducati


#Marushin#Motorradhelm#Test

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