Motorradhelm getestet: HJC RPHA 70

17.01.2021 08:00

Carbon- und Aramidfasern, Pinlock-Visier und Sonnenblende – der HJC RPHA 70 punktet mit reichhaltiger Ausstattung.
HJC blickt mittlerweile auf eine lange und erfolgreiche Firmengeschichte rund um die Entwicklung von Motorradhelmen zurück. Für die Saison 2017 präsentiert der koreanische Hersteller den komplett neu entwickelten Hochleistungshelm RPHA 70, den wir natürlich gleich unter die Lupe nehmen.

Integralhelm in 13 Farben

„Das ist aber ein schicker Hut!“, ist mein erster Gedanke, als ich den neuen RPHA 70 ausgepackt in den Händen halte. 13 verschiedene Dekore sowie vier Uni-Farben stehen zur Auswahl. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Das ausgewählte Dekor GRANDAL MC1SF ist in mattem Schwarz mit roten und grauen Akzenten gehalten und wirkt sehr stimmig. Die Größen reichen von XXS (52-53) bis XXL (62-63), wobei es drei verschiedene Helmschalengrößen für XXS bis S, M und L sowie für XL und XXL gibt.
Integralhelmtest: HJC RPHA 70

Außenschale mit Carbon-Glas-Hybridfasern

HJC hat dem Helm eine „Premium Integrated Matrix“-Außenschale/P.I.M. PLUS mit Materialverstärkung aus Carbon und Carbon-Glas-Hybridfasern verpasst, die für eine verbesserte Schlagdämpfung, mehr Komfort und weniger Gewicht sorgt. Im Detail sind es sechs Lagen, bestehend aus Fiberglas, einem organischen Textilverbundstoff, Carbonfaser, Carbonglas, Hybridfaser, Aramidfaser und Fiberglas. Ein weiterer Pluspunkt sind die im Notfall leicht und schnell zu lösenden Wangenpolster, die die Helmabnahme für Ersthelfer nach einem Unfall enorm erleichtern. Das Visier lässt sich einfach und ohne Werkzeug durch das RapidFire-Visierwechsel­system abnehmen, so kann die mit­gelieferte Pinlock-Scheibe binnen kürzester Zeit eingesetzt werden. 
Nach einer kurzen Anprobe hat sich der erste positive Eindruck weiter verstärkt. Darum sofort aufs Moped und den Helm in der Praxis testen. Auf den ersten Kilometern wird alles Wichtige ausprobiert. Das Visier lässt sich in geschlossenem Zustand verriegeln. Hierzu muss ein kleiner, schwarzer Schieber vorne am Visier um zwei Millimeter nach rechts geschoben werden. Auch mit Handschuhen ist das kein Problem. Das Öffnen des Visiers erfolgt in fünf Stufen, wobei positiv auffällt, dass die Stufen sehr stabil sind. Auch bei schnellerem Fahren bleibt es in der gewünschten Position und knallt nicht durch den Fahrtwind zu. Mittels eines einfach zu bedienenden Schiebereglers links unten am Kinn lässt sich die Anti-Fog- und kratzfest beschichtete Sonnenblende stufenlos verstellen.

Am Kinn befinden sich gleich zwei Lüftungen, wobei die untere nur von innen mittels eines Schiebers geöffnet oder geschlossen werden kann. Die obere Belüftung kann wie üblich von außen bedient werden. Für frische Luft auf dem Kopf sorgt ein zweistufiger Einlass über der Stirn. Wenn der mittlere Auslass am Hinterkopf verriegelt wird, soll so ein maximaler Luftzug nach hinten erreicht werden. Dadurch behält man auch bei heißen Temperaturen einen kühlen Kopf. 

Fazit

Der RPHA 70 trägt sich überaus bequem. Nichts drückt oder stört, Windgeräusche sind natürlich wahrnehmbar, aber nicht sehr laut oder gar störend. Am Ende der Tour hat der Helm in allen Punkten überzeugen können: gute Passform, Funktionalität und hochwertig verarbeitete Materialien. Bei guter Pflege ein sicherer Begleiter auf allen anstehenden Touren! Alles in allem ein sehr hochwertiger Helm, der in puncto Verarbeitung, Ausstattung und Komfort keine Wünsche offenlässt!
Bezug & Preisvergleich HJC RPHA 70
 
 
Text: Sascha Deibert , Fotos: Daniela Deibert


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