Motorradhelm-Test Shoei Glamster

07.08.2020 15:05

Der Motorradhelm Glamster von Shoei ist ein Integralhelm alter Schule mit frischer Optik, der in zahlreichen lässigen Designs erhältlich ist.
Motorradhelm Test Shoei Glamster Resurrection-TC2

Glamster heißt der Kopfschutz aus dem Hause Shoei, den ich einige warme Sommertage ausprobierte, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Optisch erhalten wir einen klassischen Integralhelm alter Schule. Neo-Classic-Serie nennt Shoei das passend. Die Verarbeitung ist ausgesprochen gut, schon beim ersten Kontakt ist klar, dass es sich um ein hochwertiges Qualitätsprodukt handelt. Klasse Lackierung, feiner Halsabschluss aus Leder, Doppel-D Verschluss, Pinlock vorbereitet und im Lieferumfang enthalten. Damit wären die Fakten kurzweg abgehandelt. Denn viel mehr gibt es nicht zu erzählen. Alle, die ein Handbuch wälzen möchten oder sich über diverse Einstellmöglichkeiten den Kopf zerbrechen wollen: „Sorry, Freunde. Das könnt ihr mit dem Glamster direkt vergessen.“

Leichter Motorradhelm gesucht? Der Shoei Glamster brilliert mit 1275 Gramm in Größe XXL!

Schalter, Knöpfe und Hebel Fehlanzeige. Es gibt eine einzige schwergängige und fummelige Öffnung an der Stirn, die verschlossen werden kann. Dann sind wir mit der Motorradhelm-Kunde auch schon fast am Ende. Keine Sonnenblende, keine Kommunikation, keine Knöpfe. Wer auf all das keinen Wert legt und einen Helm sucht, der nichts weiter ist als eben genau das: ein Helm zum Motorradfahren, der ist beim Glamster genau richtig. Verzichte ich auf sämtlichen Schnick-Schnack, erhalte ich einen Helm mit gerade einmal 1.275 Gramm, wohlgemerkt in Größe 2XL. Das ist definitiv ein Wort. Alle, die häufiger verschiedene Helme tragen, werden den Unterschied auf Anhieb bemerken. Trotz des geringen Gewichts ist der Helm aber keineswegs laut und auch in puncto Aerodynamik gibt es nichts zu meckern.

Beschlagfrei, auch ohne Pin-Lock

Aufgrund der guten Belüftung ist der Glamster vor allem im Sommer zu empfehlen. Das beiliegende Pinlock habe ich nicht eingesetzt, da das Visier bei normalen Wetterbedingungen auch ohne beschlagfrei ist. Es kann in geschlossenem Zustand arretiert werden. Öffnet man den Verschluss, so ist es möglich das Visier lediglich einen kleinen Spalt zu öffnen, um für noch mehr Durchlüftung während langsamer Fahrt zu sorgen.
Anprobe: Nichts kratzt oder juckt, quetscht oder ist zu eng. Wer aufgrund der Kopfform bisher lieber andere Marken trug, sollte den Helm trotzdem einmal anprobieren. Mir passte er von der ersten Sekunde an. Eine längere Eintragphase war nicht nötig. Lediglich die Wangenpolster tragen etwas sehr auf, aber ich stehe auch gut im Futter. Produziert wird der Glamster auf Basis dreier Helmschalen in den Größen XS bis XXL, auch das ist löblich. Größe L besitzt eine eigene Helmschale, die kleineren (XS-M), sowie größeren (XL & XXL) Maße teilen sich jeweils eine.

Qualität hat seinen Preis

Das von uns gewählte Design nennt sich übrigens Shoei Ressurrection TC-2. Der UVP liegt bei sportlichen 549,-- Euro. Das ist aufgrund der minimalistischen Ausstattung sicher kein Schnäppchen, aber andererseits finde ich auch keinen Helm, der in dieser Größe, bei dieser Qualität ein so geringes Gewicht aufweist. Von daher kann man bei diesem Produkt definitiv davon sprechen, dass Qualität nun einmal seinen Preis hat.
  Die finale Bewertung findet Ihr in einer der nächsten Ausgaben Motorrad & Reisen!

Testbike: Suzuki V-Strom 1050 XT
Text: Alexander Klose , Fotos: Joséphine Eder

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