Nordlichtrunde durch Südost-Schweden

17.09.2020 12:13

Die reizvollen Küstenabschnitte von Dänemark und Schweden werden auf dieser Motorradtour entlang der Nordlichtrunde entdeckt.
Auf der Suche nach einer geeigneten Destination für unsere Reiseangebote an der Ostsee gibt mir Addi als Freund des Hauses und Fotograf kurz den Tipp: „Nimm doch mal Dänemark und/oder Schweden ins Programm“. „Prima“, sage ich, „super Idee“. Denn Addi hat den „Skandinavien-Bogen“ raus. Er ist dort schon immer sozusagen mir nichts, dir nichts einfach mal fürs Wochenende oder auch für nur einen Tag zum Einkaufen oder Bummeln rübergefahren. In der Tat, von Rostock, wohin wir von Stralsund aus gerade mal eine Stunde Anfahrt benötigen, pendelt die Fähre (Scanlines) mehrmals täglich in unter zwei Stunden rüber nach Gedser/Dänemark und zurück und das für gerade mal gute 50,-- Euro zur Sommerzeit. Die Fähre Trelleborg/Schweden – Sassnitz/Rügen (Stena Line), ebenfalls mehrfach täglich, fährt etwa vier Stunden für auch nur circa 60,-- Euro.

Motorradtour: Nordlichtrunde durch Süd-Schweden


Diese Voraussetzungen hören sich doch ganz gut an und schon gleich machen wir uns daran, die Reise grob zu planen. Bei der Frage, welchen Teil Dänemarks und Schwedens wir machen möchten oder sollten, schaue ich zunächst mal ins Archiv bei „Motorrad & Reisen“, für deren Magazin wir schon die eine oder andere Reisestory aufgeschrieben haben. Und siehe da, wie vermutet, Südschweden ist dort bereits vorhanden, jedoch mehr der südwestliche Teil. Damit wäre der südöstliche Teil auch für „M&R“ was Neues. Bei näherer Betrachtung dieser Region müssen wir allerdings zunächst mangels ausreichender Strecken- und Lokalkenntnisse passen. So schnell geben wir natürlich nicht auf und setzen uns auf einen Rat von Peter Schmitz – „Bikerbetten“ – mit einem skandinavischen Reiseprofi, der „Feelgood Reisen GmbH“, in Verbindung. Deren Geschäftsführer Ralf Schröder stellt sich schnell und unkompliziert auf unsere Reisewünsche ein und lässt uns einen entsprechenden Routenvorschlag zukommen. Sein Vorschlag ist ganz konservativ mit einem Farbstift auf eine Landkarte im Maßstab 1:250 000 eingezeichnet. Wir alle sind von diesem sehr angetan und buchen schon nach zwei, drei weiteren Detailgesprächen bei „Feelgood Reisen“. Damit ersparen wir uns nämlich gleichzeitig die Mühen aller Reise- wie Fähr- und Hotelbuchungen. Alle Formalitäten sind nun schnell und vor allen Dingen unkompliziert erledigt und wir freuen uns auf die skandinavische Sommertour.

Motorradtourstart von Stralsund nach Malmö
 

Von Stralsund nach Malmö, Schweden: Start auf den letzten Drücker

Wir, das heißt Anika und Kathleen als Fahrerinnen unseres Begleitfahrzeuges, unser Hotel- und zugleich Tourengast Wolfgang, kurz Wolle genannt, und ich, Werner, haben uns am Morgen um 6:30 Uhr in der MOTOBIKE-AREA meines „Altstadt Hotel zur Post Stralsund“ verabredet, um gemeinsam zum Fährhafen nach Rostock zu fahren. Dort legt um 9 Uhr die Fähre nach Dänemark – Gedser/Insel Falster – ab.
Etwas verspätet rollen wir los in Richtung Rostock. Verspätet, weil Wolle sein Moped zunächst nicht gestartet bekommt. Nach einigen Startversuchen aber stellt er dann fest, dass der Hauptschalter wohl ausgeschaltet ist. Dies habe ich verursacht, weil ich sein Motorrad am Abend noch mal auf seinen Wunsch umgestellt hatte. Anika und Kathleen kommen auch erst auf den letzten Drücker im Hotel an und stehen dennoch ganz gelassen mit einem „Coffee to go“ abseits, während ich schon beginne, leicht nervös zu werden. Jetzt sammeln wir noch unseren Fotografen Addi ein und sind endlich ­unterwegs.
Dann, kurz vor Rostock, biegt Wolle plötzlich falsch ab – wenn das mal nicht schiefgeht. Während unser Begleitfahrzeug auf dem direkten Weg zum Hafen ist, nehmen er und ich so noch einen kleinen Umweg durch die Stadt, schaffen es aber dann trotzdem noch rechtzeitig. Alle sehen gespannt auf die Fähre, die auch schon gleich einläuft.

Leinen los!

Geschafft, wir sind auf der Fähre und werden mit unseren Motorrädern gleich auf dem Vorschiff an den dafür vorgesehenen Plätzen eingewiesen. Mit einem kleinen Spanngurt befestigen wir diese noch mal aus Sicherheitsgründen, wenngleich für heute kein großer Seegang zu erwarten sein dürfte. An Oberdeck treffen wir uns dann mit der Autobesatzung, die jetzt natürlich nichts anderes als das große dänische Frühstücksbuffet im Kopf hat. Addi und Wolle schlagen bei dem großen Buffet zu, während die beiden Damen und ich mit dem kleinen Frühstück in der Cafeteria Vorlieb nehmen. So genießen wir die kurze Überfahrt und lassen uns trotz des verhangenen Himmels den Wind schön um die Nase wehen, bevor es schon wieder ins Unterdeck zum Auto und zu den Motorrädern geht.

Festmachen in Dänemark

Auf der Pier in Gedser erwarten uns bereits Nicoline und Jan, Gäste unseres Hotels, die mein Bruder Franz und ich ursprünglich auf einer unserer Touren in Pfunds/Österreich kennengelernt haben und die inzwischen auch bei einer unserer großen Start-of-SeasonTouren dabei gewesen sind. Gedser ist mit seiner Steilküste „Odde“ nebenbei gesagt der südlichste Punkt Skandinaviens.  Den Vorschlag der beiden, die frühe Tageszeit zu nutzen und erst mal nach Klintholm zu den Kreidefelsen zu fahren, nehmen wir gerne an.
Auf dänisch „Møns Klint“ bildet die Kreide-Steilküste im Osten der Insel „Møn“ quasi das Gegenstück zu den direkt gegenüberliegenden Kreidefelsen der Insel Rügen.


Motorradtour Møns Klint – Kreide-Steilküste im Osten der Insel Møn
 

Tagesetappe eins: Kreidefelsen

Jan wählt eine tolle und spannende Strecke durch viele kleine Orte und abwechslungsreiche Nebenstraßen. Auf unserem Weg kommen wir an einer sehr imposanten Anlage vorbei. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um das größte dänische Gefängnis handelt. Es wird von den Medien als das „humanste Gefängnis der Welt“ bezeichnet. Jeder Insasse hat hier wohl ein eigenes Zimmer mit angeschlossenem Bad. Die Planungszeit für das heute modernste und sicherste Gefängnis Skandinaviens betrug 30 Jahre. Das „Storstrøm Fængsel“ wurde in fünf Jahren erbaut.
Wir erreichen die Kreidefelsen. Mit Spannung und Vorfreude klettern wir hoch und sind von der Aussicht auf unsere Insel Rügen mehr als begeistert. Sozusagen fühlen wir uns fast zuhause. Trotz ständig immer wieder einsetzendem, leichtem Nieselregen gelingen uns unter den immer wieder herausblickenden Sonnenstrahlen einige tolle Aufnahmen. Jan hatte recht, ein lohnenswerter Besuch eines grandiosen Naturschauspiels.


Landestypisches Mittagessen: Burger in Dänemark
 

Tagesetappe zwei: Dänische Burger

Über die „Dronning Alexandrines Bro“ (Brücke) verlassen wir die Insel „Møn“ und fahren entlang der Faxe Bucht bis zum Hafen in Lund Gade. Dort überraschen uns unsere dänischen Guides mit einem landestypischen Mittagessen – es gibt Burger und wer möchte bekommt selbstverständlich auch einen „grønne pølser“ (dänischer Hotdog). Zum Dessert gibt es natürlich dänisches Softeis in der Waffel.
Kurz vor dem Hafen in Lund Gade war uns noch eine Kurve aufgefallen, die sich als Kulisse für Fahrbilder bestens eignen sollte. Gut gestärkt fahren wir nach unserem Imbiss dorthin zurück und beginnen, einige Kurvenmanöver fotografisch in Szene zu setzen. Zuschauer finden sich auch schnell ein. Es sind Touristen aus Deutschland, selbst leidenschaftliche Motorradfahrer, die ihre Traurigkeit darüber kundtun, dass sie mit dem Auto unterwegs sind. Der eine sperrt sogar kurzweilig die Straße für uns. Hätte es einen Preis für das spektakulärste Kurvenmanöver gegeben, Nicoline mit ihrer „Doppel R“ hätte ihn gewonnen. Es wäre ihr sicher auch zu gönnen gewesen, denn hier war sie endlich mal richtig in ihrem Element. Ansonsten wurde sie wie auch schon bei unserer großen „SOS Tour“ durch Deutschland bedauert, mit solch einer Rennmaschine derart große Touren absolvieren zu müssen. Aber wie sie sagt und man auch sieht, steckt sie das locker weg. Alle anderen übrigens haben auch ganz ordentlich abgeschnitten. Jan kommt auf seiner 1200 GS Adventure, wie sich nachher auch noch herausstellen soll, fast schon einem Virtuosen gleich. Wolle auf seiner K 1200 GT und mir, auf meiner neuen Africa Twin DCT wäre aber zumindest ein Trostpreis zugestanden.

Tagesetappe drei: Überfahrt nach Schweden

Danach setzen wir unseren Weg fort entlang der Køge Bucht und fast unmerklich schnell befinden wir uns im Kopenhagener Großverkehr. Die Fahrt durch und über den Öresund, von der dänischen Hauptstadt ins schwedische Malmö, ist absolut spektakulär. Fährt man doch zunächst durch den Drogdentunnel auf die Insel „Pepparholm“ und dann weiter über die imposante, acht Kilometer lange Öresundbrücke (die weltweit längste Schrägseilbrücke).

Tagesziel Malmö erreicht

Angekommen in Malmö ist unser Hotel im Stadtkern schnell gefunden. Beim Check-in jedoch kommt es zu einigen Irritationen, irgendwie liegt wohl eine Doppelbuchung vor. Na ja, besser als umgekehrt.
Wir lösen es auf jeden Fall schnell und unkompliziert und beziehen unsere sehr ordentlichen Zimmer, nachdem wir die Motorräder in der gleich nebenan liegenden Tiefgarage gut untergebracht haben. Zum Stiefelbier finden sich alle in der Hotelhalle ein und wir verabreden uns auf den abendlichen Besuch des großen Altstadtfestes. Wir haben Glück, dass ausgerechnet an diesem Wochenende das beliebte, seit 1985 bestehende Malmö Festival stattfindet.
Ein wahrlich schönes Straßenfest, bei dem es an nichts mangelt, und entsprechend genießen wir trotz des für uns bisher schon sehr langen Tages die schwedische Art des Feierns. Gekrönt wird dieser Besuch mit den Karussellfahrten unserer beiden Damen Kathleen und Anika, für die es auch vor den überdimensionierten Fahrgeschäften keinen Halt gibt. Danach gibt es dann noch im Hotel ein Glas Sekt zur Mitternachtsstunde, weil Anika Geburtstag hat.


Motorradtour von Malmö nach Karlskrona
 

Von Malmö nach Karlskrona: Tagesetappe eins: Ystad

Nach dem gemeinsamen Frühstück verabschieden wir Jan und Nicoline, die uns den ersten Tag bravourös durch ihre Heimat geführt haben.
Für uns geht es weiter. Nachdem wir zunächst falsch abbiegen und deshalb nicht die E 65, sondern die 108 fahren, führt uns der Weg dafür direkt entlang der Südküste in Richtung Ystad. Auf der nun eher zufälligen Route finden wir nach etwa 1,5 Stunden am Hafen in Smygehamn Schwedens südlichstes Café, das niedliche Café Smyge. So entschließen wir uns für eine erste Rast und genießen im Wintergarten den Blick auf den kleinen Hafen. Der Kaffee und die hausgemachten Kuchen sind ein Gedicht!
Danach fahren wir an der Küste weiter über Skateholm und Svarte nach Ystad. Auch hier spielen Fähren eine große und wichtige Rolle, deren Hauptverbindungen zur Insel Bornholm und ins polnische Swinemünde führen. Für die Krimifans: Hier finden die Handlungen in den Kriminalromanen von Henning Mankell statt – ausschließlich an Originalschauplätzen.

Schloss Bäckaskog
 

Tagesetappe zwei: Schloss Bäckaskog

Da Anika von mir ein tolles Mittagessen zu ihrem 21. Geburtstag versprochen wurde, machen wir jetzt erstmal richtig Kilometer, um noch rechtzeitig im weithin bekannten Restaurant des Schlosses Bäckaskog anzukommen. Bei der Anfahrt bietet sich ein herrlicher Blick auf das Schloss, das sehr malerisch am See Ivösjön liegt. Die schönen Gemälde in der Hotelhalle bieten auch gleich den richtigen Rahmen für Anikas Geburtstagstisch.
Und nun erwartet uns ein vorzügliches Mittagessen. Wir nehmen an einem opulent angerichteten, landestypischen Mittagsbuffet teil. Besonders zu erwähnen sind dabei die leckeren Süßspeisen.
Einen großen Wermutstropfen erfahren wir, als wir auf den Parkplatz zum Auto zurückkehren. Dort müssen wir leider nach dem zweiten, dritten Mal Hinsehen feststellen, dass unsere Wertsachen aus dem Begleitfahrzeug gestohlen wurden. Dank der Hilfe eines netten Einheimischen gelingt es uns, die Polizei zu verständigen. Da in Schweden jedoch der ganze Vorgang komplett über das Telefon geregelt wird, erledigen wir den Rest der Angaben später unter sehr engagierter Mithilfe des Rezeptionspersonals in unserem Zielhotel. Alle anderen diesbezüglich relevanten Vorgänge erledigt inzwischen die Verwaltung unseres Stralsunder Hotels. Fazit: Aufpassen muss man eben überall. Und obwohl uns vieles abhandenkam, hatten wir das wichtigste Equipment mit im Restaurant, sodass wir unsere Tour weiterführen können.

Tagesetappe drei: Karlskrona

So fahren wir vom Schloss Bäckaskog weiter durch eine wunderschöne Waldlandschaft und dann auf schnellstem Weg über die E 22 zu unserem heutigen Ziel, dem Scandic Hotel Karlskrona. Ein gutes Hotel, das sehr herrlich direkt am Wasser gelegen ist. Bevor wir den Tag in der Terrassenbar ausklingen lassen, schlendern wir noch etwas durch die Stadt. Der Marinehafen befindet sich übrigens auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste. Sehenswert ist hier auch die größte schwedische Holzkirche, die Admiralitätskirche von 1697.


Motorradtour von Karlskrona nach Älmhult
 

Von Karlskrona nach Älmhult

Tag drei bricht an und nach einem ausgiebigen, guten Frühstück machen wir noch einige Aufnahmen am Wasser direkt vor dem Hotel. Auf schönen, breiten Straßen führt uns der Weg aus Karlskrona heraus und bereits nach einer Stunde kommen wir an dem kleinen und idyllischen Hafen von Kristianopel an. Hier gibt es, wenngleich noch früh, zum Kaffee schon das erste gute schwedische Eis. Danach werfen wir noch einen kurzen Blick in den kleinen ländlichen Handarbeitsladen „Sköna Ting i Kristianopel AB“.
Inzwischen drängeln die Mädels wieder, sie wollen unbedingt in einen Elchpark, schließlich ist Schweden bekannt für die größte Zahl an Elchen in ganz Europa. Da die Freilaufenden schon mal große Schäden verursachen können, sind wir, die Motorradfahrer, dagegen eher froh, diesen Vierbeinern nicht in der freien Natur zu begegnen.  
Kurz nach Kristianopel verlassen wir die E 22 und fahren landeinwärts westlich durch den Wald in Richtung ­Älmhult. Am Rande bemerkt sei hier, dass Schweden zu 50 % mit Wald bedeckt ist.
Also muss hier doch irgendwo auch ein solches Gehege sein, das wir in unseren Planungen ursprünglich ja gar nicht vorgesehen hatten. Und tatsächlich sehen wir schon bald Hinweisschilder zu Schwedens ältestem Elchpark – „Räntemåla Gård“. Dennoch Pech, leider sind wir zu früh. Die Fütterung und entsprechend auch der Einlass sind erst um 16 Uhr. Wir geben nicht auf und trösten die Mädels: Das wird schon noch. Wir fahren also weiter. Jetzt wird der Weg eindrucksvoll, denn er führt uns quasi direkt durch den See „Åsnen“. Es ist der zweitgrößte See des „Smålandes“. Diese große Seenlandschaft bildet seit Mai 2018 den 30. Nationalpark Schwedens. Wir genießen diese Landschaft und fühlen uns bestätigt, Schweden spätestens jetzt in seiner klischeehaften Gestalt erreicht zu haben. Natürlich gilt es hier, ordentlich Fotoaufnahmen mitzunehmen, wenngleich das mitunter kräftezehrend wird.
In unserem Hotel in Diö bei Älmhult angekommen, bestaunen wir die dort einmalige Seenlandschaft mit ihren typisch schwedischen Schären, zu Deutsch: Steingärten. Entsprechend ist hier alles sehr einsam und das Haus selbst ist lediglich ein Garni-Hotel. Für uns ein Grund mehr, nach dem Check-in per Schlüsselbox zum Abendessen nach Älmhult zu fahren.


Motorradtour Nordlichtrunde zurück Richtung Stralsund
 

Zurück nach Stralsund

Am Morgen gleich ein kleiner Schock: Das Motorrad von Wolle steht nicht mehr auf dem Parkplatz.
Und wie sich gleich rausstellt, ist Wolle selbst auch weg. Im Eifer hat er es wohl versäumt, uns zu informieren, dass er in Karlskrona einiges im Hotel hat liegen lassen. So sollen wir erst abends auf der Fähre erfahren, dass er bereits auf direktem Weg mit der Fähre nach Rostock seinen Heimweg in Richtung Berlin angetreten ist.

Tagesetappe eins: Elchpark „Smålandet Moose Safari“

Auf der Terrasse unseres Garnis erleben wir eine wunderschöne Frühstückszeit bei wiedermal herrlichem Blick, diesmal auf die Schären. Wir haben Glück, unsere Bedienung stammt aus Deutschland und ist kompetent in Sachen Elchpark. Ihre Empfehlung dazu: Die „Smålandet Moose Safari“. Zwar liegt dieser Park etwas westlich unserer eigentlichen Route, aber wir wollen die Mädels ja glücklich machen. Heute klappt alles und wir lösen dort angekommen die Eintrittskarten gleich so, dass wir mit dem eigenen Auto die Safari erleben können. Die Elche kommen teilweise fast zum Berühren nah. Zum Glück sind sie momentan alle freundlich gestimmt. Einige Gäste füttern sie sogar mit Blättern. Insgesamt am Ende ein wahrlich neues, aufregendes und dadurch auch rentables Erlebnis.

Tagesetappe zwei: durch Südschweden nach Trelleborg

Nun geht es aber weiter zurück zur geplanten Strecke mit Richtung Süd nach Trelleborg – wir wollen die Fähre ja nicht verpassen. Vorbei an schönen kleinen Kirchen und weiten Feldern passieren wir auf der sonst recht unspektakulären Strecke zunächst Schloss Hovdala und erreichen dann Schloss Marsvinsholm.
Anschließend streifen wir wieder Ystad und fahren jetzt westlich, herrlich immer am Wasser entlang, mit dem Zielpunkt Fähre. Die Zeit reicht sogar noch, um in Smygehuk für ein paar Aufnahmen haltzumachen.
Pünktlich erreichen wir den Fährhafen und freuen uns auf die diesmal etwas längere Überfahrt. Bei einem großen schwedischen Abendbuffet – und das in bester Lage – mit Blick direkt über den Bug der Fähre genießen wir die Seereise, die uns unter anderem an dem imposanten Offshore-Windpark „Baltic 2“ vorbeiführt.

Zurück in Deutschland

Im Fährhafen von Mukran festgemacht, fahren wir kurz die Grenze passierend gleich los Richtung Stralsund. Und dies im Konvoi, weil wir dabei ab Bergen direkt auf die abreisenden Gäste der Störtebeker Festspiele treffen. Außerdem ist es schon dunkel und insofern minimiert der Konvoi die Gefahr der Begegnung mit dem heimischen Wild.
In der MOTOBIKE-AREA des „Altstadt Hotel zur Post Stralsund“ angekommen, gönnen wir uns ein wohlverdientes, großes Stiefelbier. Was für eine großartige Sommerreise!
Text: Werner Kirchhoff, Victoria Kuhn , Fotos: ADDI creare-imagos

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