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Schuberth C4 Pro - Motorradhelm im Test

17.07.2020 14:10



Ein toller Helm ist der C4 Pro von Schuberth. Ein nicht ganz günstiger obendrein. Nach reichlich Testkilometern im Sattel unserer KTM 390 Adventure darf ich aber feststellen: Er ist sein Geld wert.

Hochwertig verarbeitet in jedem Detail, zeigt sich die Schuberth-Qualität Made in Germany von ihrer besten Seite. Gleich nach dem Aufsetzen fällt die sauber rastende Mechanik beim Herunterklappen des Kinnteils auf. Da hakt nichts, da knallt nichts, so mag ich das. Aus Metall besteht sie obendrein, was der Sicherheit zu Gute kommt.
Ein sattes Gefühl vermittelt das gut geschnittene Innenpolster des C4 Pro. Weich und griffig ist sein Material. Einmal richtig positioniert sitzt der C4 Pro wie festgeklebt.

Reichhaltig fällt seine Ausstattung aus. Ein beschlagfreies Pinlock-Innenvisier gehört genauso zum Lieferumfang wie die integrierte Sonnenblende, die sich über einen Schieber links am Helm stufenlos herausfahren lässt. Mit Mikrofon und Lautsprechern ist der Helm ebenfalls bereits ab Werk bestückt. Dadurch kommen letztere den Ohren nicht in die Quere und das Schuberth-Kommunikationssystem SC1 lässt sich so jederzeit nachrüsten. Belüftungsöffnungen sind an Stirn und Kinn vorhanden. Der Schieber auf der Stirn hat drei Positionen, am Kinn gilt: Auf oder zu. Gerade die Kinnbelüftung per Taster sorgt aber für Kritik: Nach mehrmaligem Drücken kann der Fahrer nur noch am Luftzug spüren, ob die Klappe offen oder geschlossen ist. Ein Schieber wäre hier besser. Die Funktion der Belüftung ist dabei tadellos. Nicht ein einziges Mal beschlug das Visier. Wohl aber die Brille des Fahrers, wenn an der Ampel das Visier unten bleibt. Durch das klappbare Kinnteil, das den Helmkragen bündig zum Hals hin abschließt, geht ohne Fahrtwind kein Lüftchen durch den C4 Pro. Vorteil des guten Abschlusses ist die Stille, die während der Fahrt im Schuberth-Helm herrscht. Windgeräusche kennt er kaum. Die Form seiner Schale wurde dafür im Windkanal optimiert.

Ein Wort noch zur Brille: Dank großzügiger Brillenkanäle im Polster des Helms gerät das Einfädeln der Sehhilfe nicht zur Geduldsprobe.


Gewicht:   
Herstellerangabe: 1850 +/-50 Gramm
Eigene Prüfung: 1872 Gramm, gemessen in Größe XL/61
Preis: 699,-- Euro
Bezug: www.schuberth.com

Text: Thomas Kryschan , Fotos: Francesc Montero, JayJayMR