Schuberth präsentiert neuen Klapphelm C5

Der neueste Schuberth erfüllt nun die ECE 22.06-Norm, wird dadurch sicherer und dennoch leichter, vor allem aber auch teurer.
Schuberth C5 Klapphelm Motorradhelm
Während der Arai Quantic als erster Helm weltweit die neue ECE 22.06-Norm erfüllte (Quelle: Arai) und auch zahlreiche Klapphelme anderer Hersteller mittlerweile die neuen Sicherheitsanforderungen erfüllen, hing Schuberth mit dem C4 Pro und C4 Pro Carbon noch einen Schritt hinterher und zieht nun mit dem C5 nach.

Schuberth C5 – jetzt auch mit ECE 22.06

Die ECE-Norm 22.06 ändert zuweilen das Prüfverfahren und sorgt unter anderem dafür, dass der Aufpralltest der Helme an einer vom Prüfer frei wählbaren Stelle durchgeführt wird, anstatt auf einer vorher festgelegten. Ab Juni 2022 ist diese Norm für alle Hersteller bindend, nachdem rund 20 Jahre lang die alte Prüfnorm 22.05 gültig war. Alle, die Wert auf höchste Sicherheitsstandards legen, sollten schon jetzt darauf achten, dass bei einer Neuanschaffung die neueste Norm erfüllt wird.

Dank P/J-Homologation darf offiziell geklappt werden

Der neue Schuberth C5 erfüllt darüber hinaus als erster Schuberth-Klapphelm die P/J-Homologation, die eine Nutzung des Helms mit offenem oder geschlossenem Kinnteil ermöglicht. P/J bedeutet, dass der Helm neben der Zulassung im geschlossenen Zustand zusätzlich als Jethelm freigegeben ist und somit offen getragen werden darf.

K.o.-Kriterium Gewicht

Beim Gewicht wurde in der neuesten Generation laut offiziellen Angaben eine Ersparnis von 55 Gramm erreicht. So einfach ist es aber nicht. Wiegt der C5 in Größe L nun 1.640 Gramm, so waren es beim C4 Pro Carbon offiziell nur 1.495 Gramm. Der C4 liegt mit 1.660 Gramm nur minimal über dem C5, während der C4 Pro mit 1.850 Gramm deutlich darüberliegt. Sei es, wie es wolle, alle, die es obenrum etwas leichter mögen, müssen wohl auf den C5 Carbon warten. HD-Lautsprecher, Antennen und Micro sowie Anschlüsse für das Intercomsystem SC2 sind auch im C5 bereits vorinstalliert.

Billiger wird es selten – die Preise des C5 im Vergleich zu den Vorgängern

Die offizielle UVP des C4 beginnt bei 499,-- Euro, allerdings ist er bei diversen Händlern deutlich günstiger zu haben. Die UVP des C5 liegt für einfarbige Designs bei 629,-- Euro, mehrfarbig soll er 729,-- Euro kosten. Ein Preisvergleich ist für beide Modelle zu empfehlen. Im hauseigenen Online-Shop wird stets der aktuelle UVP veranschlagt.

Identische Bedienelemente

Schaut man sich die ersten Bilder des C5 an, so scheint es, als wären die Bedienelemente des C4 unverändert übernommen worden. Schade, denn sowohl der Schieber für die Kinn- wie auch der für die Stirnbelüftung haben uns bisher nicht so gut gefallen. Vor allem mit Handschuhen waren diese etwas fummelig. Als kleines Gimmick führt Schuberth die Memory-Funktion des E1-Visiers nun auch beim C5 ein. Dadurch wird nach Öffnen und Schließen des Kinnteils die vorherige Position des Visiers wiederhergestellt.

Fazit

Schuberth klärt bei seiner Klapphelm-Linie frühzeitig die Fronten und führt die neuesten Sicherheitsstandards ein. Bei bisherigen Tests von Schuberth-Produkten spielte vor allem das Gewicht immer eine wichtige Rolle. Am besten gefallen hat mir persönlich bisher der C4 Pro Carbon. Leider erfüllt er nicht die neueste ECE-Norm 22.06, ist im Gegenzug aber mittlerweile auch deutlich unter der UVP erhältlich. Daher warte ich gespannt, wann es den C5 als Carbon-Variante geben wird, und zögere den Austausch noch etwas heraus.
Text: Alexander Klose , Fotos: Schuberth


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