Textilkombi im Test: Bering Minsk GTX

06.10.2020 12:33

Textilkombi Bering Minsk GTX

Bequem und trotzdem körperbetont geschnitten, begeistert die Bering-Textilkombination bereits bei der Anprobe. Zwar dürften die Ärmel auf keinen Fall kürzer ausfallen, aber ihre Länge reicht aus. In den Größen S bis 4XL erhältlich, gibt es Jacke und Hose auch einzeln. Per Reißverschluss lassen sie sich miteinander verbinden. Lieferbar ist die Kombi komplett in Schwarz oder mit neongelben Akzenten. Bei Dunkelheit leuchtet die schwarze Kombi gut sichtbar dank reflektierender Elemente auf Brust, Rücken und Oberarmen.

Auf die Details kommt es an: Praxisgerechte Lösungen zeichnen die Bering Minsk GTX aus

Mit pfiffigen, praxisgerechten Detaillösungen kann der Anzug im Alltag punkten. Durch Weitenverstellungen an Taille und Oberarmen liegt die Kombi perfekt an. Selbst der oberste Druckknopf am Hals lässt sich in seiner Position fünffach verschieben und somit die Weite des Kragens justieren. Die Hosenbeine können am unteren Ende nach innen gestülpt und per Klettstreifen fixiert werden, um die Länge der Hose um zweieinhalb Zentimeter zu kürzen. Abnehmbare Gummibänder, die sich unter die Stiefelsohle spannen lassen, verhindern ein Hochrutschen der Hose bei angewinkelten Beinen. Das hält die Nässe draußen, genauso wie die großzügige Überlappung der Jacke zur Hose. Zahlreiche Taschen – vier an der Hose und acht an der Jacke – bieten viel Platz. Belädt man alle, ist der Wochenendtrip beinahe ohne Rucksack möglich. Bedenken sollte man dabei, dass keine der Außentaschen vollständig wasserdicht ist. Zwar halten sie kurze Schauer ab, aber lediglich eine Innentasche liegt geschützt unter der wasserdichten Gore-Tex-Membran.
Bering Minsk GTX
Bering Minsk GTX Jacke & Hose

Variables Zwiebelprinzip der Motorrad-Textilkombination Bering Minsk GTX

Der Grund hierfür liegt im cleveren, mehrschichtigen Aufbau des Anzugs. Die Membran leistet die meiste Zeit des Jahres ihren Dienst in der Kombi und hält Regen wie Wind zuverlässig vom Fahrer fern. Bei sommerlicher Hitze kann sie aus Hose und Jacke mittels Reißverschluss herausgetrennt werden. Zusätzlich verhindern Belüftungsreißverschlüsse an Armen, Beinen, Brust und Rücken einen Hitzestau. Löst man die Gore-Tex-Membran aus der Kombi, kommt eine Freizeitjacke zum Vorschein, die auch als Regenjacke oder Windbreaker getragen werden kann. Das spart Gepäck bei der Planung des Motorradurlaubs. Im Winter nimmt die Innenjacke, wiederum per Reißverschluss, ein zusätzliches Thermofutter auf. Dieser dreilagige Aufbau ermöglicht es jedem Fahrer, sich ganzjährig passend einzupacken, egal ob auf dem Motorrad oder zu Fuß.

Abriebfestes Cordura-Material und CE-Protektoren

Unabhängig von der Temperatur bleiben die CE-Protektoren in der Cordura-Außenhaut verankert. An den Ellenbogen lassen sie sich in ihrer Position an die Anatomie des Fahrers anpassen. Auf Materialdopplungen an den Sturzstellen und doppelte Nähte verzichtet Bering. Ein Rückenprotektor gehört ebenfalls nicht zum Lieferumfang, kann aber nachgerüstet werden. Warum die Jacke nur eine kurze Rückenprotektorentasche hat statt einer großen Tasche, die bei Bedarf mittels eingenähter Klettstreifen verkürzt werden kann, ist unverständlich. So bleibt selbst mit Protektor der Lendenwirbelbereich ungeschützt.

Testmotorrad: KTM 390 Adventure
Bezug: www.bering.fr
Text: Thomas Kryschan , Fotos: Sebas Romero, Bering

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