M&R-PlusDas schönste Motorradeldorado weltweit? Zehn Pässe in den italienischen Dolomiten

Wenn man auf der Suche nach engen, technisch anspruchsvollen Kurven an Bergpässen mit Panoramablick ist, dann kann fast nichts mit den italienischen Dolomiten mithalten.
Das schönste Motorradeldorado weltweit? Zehn Pässe in den italienischen Dolomiten Das schönste Motorradeldorado weltweit? Zehn Pässe in den italienischen Dolomiten.
Das schönste Motorradeldorado weltweit? Zehn Pässe in den italienischen Dolomiten Weltkriegsmuseum Forte Tre Sassi
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Geoff und Liz Tompkinson
Geoff Tompkinson
Seitdem wir Reportagen über unsere Motorradtouren für Magazine produzieren, haben meine Frau und ich das Glück, unsere eigenen oder gemieteten Motorräder an Orten auf der ganzen Welt zu fahren. Dazu gehören Kalifornien, Hawaii, Neuseeland, die meisten Inseln der Kanaren und eine Sammlung großartiger Orte in Ländern in ganz Europa. Motorradfahrer fragen mich deshalb häufig, welche Region die Beste zum Motorradfahren sei. Bei der Beantwortung dieser Frage kommt es natürlich stark auf die persönlichen Präferenzen hinsichtlich Strecken und Landschaften an. Die Welt ist groß. Möchte man lieber schwungvolle Hochgeschwindigkeitskurven durch sanfte Hügel und Täler genießen oder durch enge Haarnadelkurven spektakuläre Bergpässe erklimmen oder vielleicht doch lieber Off­road-Abenteuer angehen, mit dem Gefühl, wenig gesehene Orte zu erkunden. Diese Liste könnte man endlos fortführen. Für mich persönlich, als Fotograf in erster Linie und Biker in zweiter Linie, kommt es hauptsächlich auf die Aussicht an. Die Fotos, die ich dabei machen kann, sind für mich mindestens genauso wichtig wie die pure Freude und das Zen-Feeling beim Motorradfahren. Mir gefällt das am besten, was optisch am meisten fesselt.
Grödnerjoch
Grödnerjoch

Grödnerjoch/Passo Gardena: 2.121 m

Ein sehr beliebter Pass, der sich von Wolkenstein etwa 15 Kilometer bis nach Corvara in Badia im Osten erstreckt. Seine 21 Kehren winden sich durch ein wunderschönes weites Tal, mit der imposanten Wand der Sellagruppe im Süden, den Gipfeln der Puezgruppe im Norden, der Langkofelgruppe im Westen und im Osten dem Gipfel des Gadertals. Wie bei vielen Pässen in dieser Region ist man von atemberaubenden Ausblicken in alle Richtungen umgeben. Es lohnt sich, diesen Pass morgens in die eine und abends in die andere Richtung zu fahren. Morgens führt eine lange gerade Strecke in östliche Richtung am Fuße der gewaltigen Felswände der Sellagruppe entlang. Um diese Zeit ist diese Strecke im Schatten und es kann kühl werden. Am Nachmittag erlebt man das komplette Gegenteil und es fühlt sich an, wie eine komplett andere Strecke.
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Die Straße wurde 1960 gebaut und ist heute einer der vier Pässe, die die Sellaronda ausmachen – eine Vier-Pässe-Radtour im Sommer sowie ein Massentourismus-Skigebiet im Winter. Alle vier Straßen der Sellaronda werden zu Veranstaltungen zeitweise gesperrt und sind zu Stoßzeiten oft überlastet. Als wir das letzte Mal dort waren, mussten wir rund 20 Minuten warten.
Corvara in Badia ist ein Knotenpunkt mit Pässen in alle Richtungen. Wir können den Kaffee und den Kuchen im Hotel Table direkt an der Kreuzung empfehlen. Dieses ist bei Motorradfahrern sehr beliebt und man kann normalerweise sehr einfach vor den Tischen am Straßenrand parken. Biegt man links ab und fährt nach Norden in die Stadt Stern, kann man an dem Kreisverkehr rechts zum Valparola-Pass abbiegen.
Val Gardena
Val Gardena

Passo Valparola: 2.168 m

Dieser Pass erstreckt sich 16 km südöstlich von Stern bis zu seiner Kreuzung mit dem Passo Falzarego und unterscheidet sich stark vom Grödnerjoch. Hier schlängelt sich die Straße durch Wald, der auf beiden Seiten vordringt, nach oben, bis sie schließlich auf einem Höhenpunkt von 2.168 m in einer offeneren und kargeren Felslandschaft auftaucht. Das Rifugio Passo Valparola Restaurant und Bar befindet sich direkt auf der Passhöhe und weiter die Straße hinunter liegt auf der rechten Seite das Forte Tre Sassi.
Bar und Restaurant Rifugio Passo Valparola
Bar und Restaurant Rifugio Passo Valparola
Weltkriegsmuseum Forte Tre Sassi
Weltkriegsmuseum Forte Tre Sassi
Diese Festung wurde vor dem Ersten Weltkrieg von der österreichisch-ungarischen Armee erbaut. Im Jahr 1915 wurde es von der italienischen Artillerie, die in der Region Cinque Torri stationiert war, schwer angegriffen. Bekanntlich wurde die Festung durch die Bombardierung praktisch unbrauchbar gemacht und die Österreicher zogen sich zurück, ließen die Festung aber beleuchtet, um den Eindruck zu erwecken, dass sie besetzt sei, und veranlassten die Italiener dadurch dazu, viel Aufwand und Granaten an eine stillgelegte Ruine zu verschwenden. Die Ruine wurde mittlerweile in ein faszinierendes Museum über die Konflikte in der Gegend umgewandelt. Von hier aus fällt die Straße bis zur Kreuzung mit dem Passo Falzarego ab. Direkt von diesem Knotenpunkt aus kann man mit der Seilbahn zum Rifugio Lafazuoi fahren, das mit 2.752 m eine der höchsten und größten Berghütten der Dolomiten ist. Die Aussicht von der Terrasse ist spektakulär. Die ganze Region ist von Gräben und Tunneln durchzogen, die sowohl von den Italienern als auch von den Österreichern gebaut wurden. Dies war praktisch die Frontlinie während des Krieges von Ampezzo. Viele der Tunnel können besichtigt werden und man kann durch Löcher nach außen blicken, die als Öffnungen für Maschinengewehrfeuer gebaut wurden.

Passo Falzarego: 2.105 m

Freilichtmuseum Cinque Torri, Schützengräben
Freilichtmuseum Cinque Torri, Schützengräben
Dieser Pass erstreckt sich von dem kleinen Weiler Cernadoi nach Nordosten bis zu seinem Höhepunkt an der Kreuzung mit dem Passo Valparola (2.117 m) und führt dann Richtung Osten nach Pocol, südwestlich von Cortina d`Ampezzo. Er erstreckt sich über 16 km und 27 Kehren. Die Straße von Cernadoi hinauf ist ein wunderschönes gewundenes Asphaltband, das durch abwechselnd bewaldete und offene Grasflächen klettert. Nach oben hin ragen die Berge immer mehr über die Bäume und die Haarnadelkurven werden enger und häufiger. Eine von ihnen befindet sich in einem schmalen Tunnel, der grob in den Felsen geschnitten ist. Busse und größere Fahrzeuge bleiben hier oft stecken. Die Baumgrenze erreichen wir, als wir den Gipfel der Kreuzung mit dem Valparola-Pass erklimmen. Hier kann man mit der Seilbahn hinauf zum Rifugio Lafazuoi fahren oder einfach ein paar Höhepunkte fotografieren und in einem der beiden Lokale einen Kaffee trinken oder zu Mittag essen. Die Abfahrt nach Pocol ist noch schöner, mit spektakulären Bergblicken auf allen Seiten und einigen großartigen Haarnadelkurven. Während wir weiter in den immer dichter werdenden Wald hinabfahren, verdunkelt sich allmählich die Aussicht auf die Berge. In einer der Haarnadelkurven biegt man nach rechts ab und kommt zu einem Sessellift, der hinauf zum Rifugio Scoiattoli und zu den Cinque Torri geht. Das ist ein wirklich empfehlenswerter Ausflug. In dem Freilichtmuseum kann man einen atemberaubenden Blick auf die Cinque-Torri-Berge genießen und die Schützengräben erkunden, die von der italienischen Artilleriestellung des Ersten Weltkriegs übrig geblieben sind. Von hier aus wurde das österreichische Forte del Sassi am Valparola-Pass beschossen.
Tipp: Wem es auf der Passhöhe zu voll ist, der findet etwa einen Kilometer weiter auf der linken Seite ein weiteres Restaurant mit einem großen Parkplatz.
Tipp: Wem es auf der Passhöhe zu voll ist, der findet etwa einen Kilometer weiter auf der linken Seite ein weiteres Restaurant mit einem großen Parkplatz.

Passo Giau: 2.236 m

Passo Giau mit Blick auf Nuvolau und Averau
Passo Giau mit Blick auf Nuvolau und Averau
Wenn man von Pocol etwas südwestlich von Cortina d`Ampezzo auf der SP 638 weiter nach Südwesten fährt, gelangt man zu einem meiner Lieblingspässe – den Passo Giau. 25 km und 55! Haarnadelkurven entlang eines der sicherlich schönsten Pässe der Welt bringen uns hinunter nach Codalonga, nördlich von Selva di Cadore. Von diesem Ende aus führt die Straße durch weite Wiesen mit grasenden Kühen. Man erreicht aber bald einen dicht bewaldeten Forst. Gelegentliche Blicke auf majestätische Gipfel durch Risse in der Baumdecke vermitteln einen Eindruck von dem, was kommen wird. Nach einigen weiteren Kilometern wird die Straße ebener und gerader, da sie durch ein weniger dichtes Waldgebiet führt. Viele Parkplätze an der Seite der Straße bieten die Möglichkeit, auf Wanderwege zu gelangen. Von hier aus lässt sich ein wiederholendes Muster von Kurven durch Wald erkennen, der von offenen Wiesenabschnitten durchsetzt ist. Schließlich lichten sich die Bäume vollständig und die Straße überquert eine riesige Alm zwischen zerklüfteten Bergketten auf allen Seiten. Einer der beeindruckendsten Ausblicke, die man sich vorstellen kann. Ein paar weitere Kurven bringen uns zum Höhepunkt Colle S. Lucia, mit Parkplätzen links und rechts, die normalerweise voller Motorräder sind. Auf der rechten Seite befindet sich ein Restaurant. Die Abfahrt hinunter nach Selva di Cadore hat nicht weniger als 33 Kehren und ist noch spektakulärer als die Auffahrt. Es lohnt sich, den Pass Giau mehrfach zu unterschiedlichen Tageszeiten und in beide Richtungen zu fahren.

Passo Fedaia: 2.057 m

Brücke und Straßentunnel am Passo Fedaia, im Hintergrund Sottoguda-Palue
Brücke und Straßentunnel am Passo Fedaia, im Hintergrund Sottoguda-Palue
Wir fahren von Selva di Cadore nach Westen und nehmen die SP 641, die uns zum Passo Fedaia bringt. 25 Kilometer hinter Canazei erreichen wir den bemerkenswerten Höhepunkt am Lago di Fedaia, mit der Kulisse der schneebedeckten Marmolada – den höchsten Gipfeln der Dolomiten (3.343 m). Dies ist auch die Heimat des einzigen großen Gletschers der Dolomiten. An klaren Tagen ist die Marmolada von Venedig aus zu sehen. Diese Straße zeichnet sich durch eine Reihe von Schnee- und Lawinenschutzüberhängen und Tunneln sowohl bei der Auffahrt und Abfahrt, als auch entlang des Sees selbst aus.

Sellajoch/Passo Sella: 2.240 m

Abendlicht am Sellajoch
Abendlicht am Sellajoch
Von Canazei aus geht es über das 15 km lange Sellajoch zurück nach Wolkenstein. Für mich ist dies eine der spektakulärsten Fahrten in den Bergen, die so hoch aufragen, dass man den Kopf nach hinten strecken muss, um den Himmel zu sehen. Steile Haarnadelkurven sind reichlich vorhanden (insgesamt 33). Das Navigieren durch diese engen Haarnadelkurven inmitten von Kolonnen von Autos, Lieferwagen, Reisebussen und Radfahrern sind kein großartiger Tagesausflug, weshalb das Timing bei der Planung einer Tour entlang dieser Route ein wichtiger Faktor ist. Ist man zur rechten Zeit vor Ort, lohnt der Besuch in beide Richtungen und zu verschiedenen Tageszeiten. Auf halbem Weg zum höchsten Punkt, um auf dem Passo Sella zu bleiben, muss man in einer Rechtskurve nach links abbiegen – es geht wirklich geradeaus – da die Straßenmarkierungen aus irgendeinem Grund um die Kurve herum auf den Passo Pordoi weitergehen. Ganz oben umrundet man in einer Rechtskurve ein Hotel mit Restaurant und Bar direkt an der Straße auf der rechten Seite. Gegenüber befindet sich einen Souvenirladen. Dieser Bereich ist häufig mit parkenden Fahrzeugen und Fußgängern überfüllt. Bei der Abfahrt rollt man direkt auf die Langkofelgruppe zu und erreicht nach wenigen Kehren den Fuß der Gipfel mit großen Parkplätzen, Hotel, Restaurant und Bar. Hier sollte man unbedingt eine Pause für die verrückteste Kabinenseilbahn, die ich je erlebt habe, machen.
Jede Kabine ist lediglich ein vertikaler weißer Kasten, der gerade groß genug ist, dass zwei befreundete Personen aufrecht darin stehen können. Die Seilbahn läuft wie ein Paternoster – kein Anhalten oder Verlangsamen beim Ein- oder Aussteigen – man rennt und wird von den Angestellten in die fahrende Kabine geschoben. Es ist zum Schreien. Die Seilbahn ist spektakulär und verläuft sehr nahe an den Klippen, während sie fast senkrecht zu einem Sattel zwischen zwei Gipfeln der Langkofelscharte aufsteigt. Nichts für schwache Nerven! Die Geschichte, die sich mit dem Bau dieser Seilbahn und Hütte beschäftigt, würde eine ganz eigene Story füllen. Vom Parkplatz aus geht es in einer angenehmen Serpentinenfahrt zurück nach Wolkenstein.

Pordoijoch/Passo Pordoi: 2.239 m

Passo Pordoi und die Sass Pordoi Berge
Passo Pordoi und die Sass Pordoi Berge
Von Canazei führt der Passo Pordoi insgesamt 12 Kilometer bis nach Arabba. So kurz die Strecke ist, so viele Kurven hat sie zu bieten – insgesamt nicht weniger als 45 Haarnadelkurven. Es ist eine schöne Fahrt, vor allem, wenn man es schafft, sie an einem Tag mit wenig Verkehr zu erwischen. Die Straße windet sich und steigt durch Waldabschnitte mit Blicken auf die Sellagruppe im Norden und die Marmolada im Süden, befreit sich schließlich von den Bäumen und schlängelt sich mit spektakulären Bergblicken nach oben. An der Spitze befindet sich neben den üblichen Parkplätzen, Hotels und Restaurants die Sass-Pordoi-Seilbahn, die die Passagiere auf die Terrazza delle Dolomiti mit einem Restaurant und einer Panoramaterrasse mit Blick auf die Marmolada bringt. Die Abfahrt ist ebenso kurvenreich, führt aber durch offeneres Gelände mit riesigen Weiden und verstreuten Hütten. Teilweise schlängelt sich die Straße unter der Seilbahn und unter der Skipiste hindurch. Die Straße erreicht schließlich die Stadt Arabba, wo ein Kreisverkehr zu zwei weiteren Pässen führt – Falzarego rechts und Campolongo links. Da es eine Art Knotenpunkt im Zentrum all dieser großartigen Dolomitenpässe ist, wäre Arabba auch ein großartiger Ausgangspunkt für ein paar Tage, um diese Region zu befahren.

Campolongosattel/Passo Campolongo: 1.875 m

Passo Campolongo mit Blick auf Corvara in Badia
Passo Campolongo mit Blick auf Corvara in Badia
Von Arabba nach Corvara in Badia ist der Campolongo-Pass der erste der sieben Bergpässe, den Fahrer beim jährlichen eintägigen Radrennen Maratona dles Dolomites überqueren, das normalerweise im Juli stattfindet. Zum größten Teil ist es ein sehr angenehmer Pass, aber nicht so spektakulär wie viele der anderen. Allerdings ist das letzte Stück der Abfahrt nach Corvara mit Blick auf die Stadt vor der Kulisse der Puez-Geisler-Berge wirklich schön.
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Würzjoch/Passo delle Erbe: 2.003 m

Mit einer Länge von etwa 30 km ist das Würzjoch deutlich länger als die meisten anderen Pässe
Mit einer Länge von etwa 30 km ist das Würzjoch deutlich länger als die meisten anderen Pässe
Dieser Pass unterscheidet sich von allen anderen, da es sich hier um eine sehr schmale Straße handelt, oft mit kaputtem Asphalt, die sich durch eine wunderschöne ländliche Landschaft schlängelt, mit Aussicht auf die weit entfernten Berge. Da es sehr eng ist, begegnet man auf dieser Straße nicht sehr vielen Autos. Sie hat nur wenige Spitzkehren – aber viele Kurven. Mit einer Länge von etwa 30 km ist das Würzjoch deutlich länger als die meisten anderen Pässe.
Von Westen über die SP 163 von St. Peter oder die SP 29 von Brixen angefahren, endet die Straße bei St. Martin in Thurn. Von dort biegt man rechts auf die SS 244 ab in Richtung Stern und dem Grödnerjoch sowie dem Valparola-Pass.
Würzjoch
Würzjoch
Obwohl diese lange und kurvenreiche Straße durch viele offene Wiesengebiete mit vereinzelten landwirtschaftlichen Hütten führt, gibt es nicht viele Einkehrmöglichkeiten. Etwa auf halber Strecke befinden sich die Edelweißhütte und kurz darauf die Halshütte. Normalerweise halten wir bei der Edelweißhütte für Kaffee und Snacks. Man kann die Motorräder auf einem Schotterabschnitt auf der gegenüberliegenden Straßenseite abstellen. Etwa drei Kilometer weiter lichtet sich der Wald und man wird mit tollen Ausblicken auf die Peitlerkofelberge belohnt. Eine scharfe Linkskurve über eine Flussbrücke, gefolgt von einer Weggabelung, an der man nach rechts abbiegt, bringt uns auf den Weg nach Antermoia. Wieder schlängelt sich das Asphaltband durch Wald und Wiesen nach oben und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Peitlerkofelgruppe zur Rechten. Am höchsten Punkt gibt es einen riesigen Parkplatz und den Almgasthof Utia de Borz.
Ein „Einheimischer“ in Würzjoch
Ein „Einheimischer“ in Würzjoch
Von hier aus tauchen wir in tiefen Wald ein und finden die eine oder andere Spitzkehre. Kurz vor Antermoia lichtet sich der Wald und die Straße verläuft entlang des Tals. Der Rest der Abfahrt nach St. Martin ist eine typische Serpentinenstraße durch den Wald. Später verbreitert sich die Straße auf zwei Fahrspuren und wir passieren links ein Feld mit Lamas vor dem Ciastel de Tor und dem Museum der lokalen ladinischen Sprache, um das sich die Straße windet.

Nigerpass/Passo Nigra: 1.690 m

Schloss Prösels/Castello Presule
Schloss Prösels/Castello Presule
Wir fahren von Canazei auf der SS 48 nach Süden und biegen auf der SS 241 nach Westen ab bis zum Beginn der 10 Kilometer langen Nigerstraße auf der rechten Seite. Dieser schöne Pass verläuft an der Seite des Rosengartenmassivs, mit oft spektakulären Ausblicken nach rechts. Es geht rasant bergauf zum höchsten Punkt auf 1.690 Meter über dem Meeresspiegel, mit dem Berggasthof Niger-Joch-Haus direkt an einer Rechtskehre. Neben dem Parkplatz besteht die Möglichkeit, mit Motorrädern eine kurze Schotterstraße hinaufzufahren und direkt vor dem Restaurant zu parken. Von hier führt die Straße über zehn Serpentinen steil bergab und endet im kleinen Ort St. Zyprian.

Motorradtour Die besten Straßen in den Dolomiten – Infos

Motorradtour Die besten Straßen in den Dolomiten
Wenn man auf der Suche nach engen, technisch anspruchsvollen Kurven an Bergpässen mit Panoramablick ist, dann kann meiner Meinung nach nichts mit den italienischen Dolomiten mithalten.

Allgemeine Infos

Die italienischen Dolomiten liegen in Südtirol (Italien) und bieten wunderschöne Bergstraßen und eine atemberaubende Landschaft. Aufgrund der Höhe auf einigen Straßen und Pässen (so um die 2000 m) liegen die besten Fahrmonate zwischen Juni und Oktober. Es ist immer ratsam, zu überprüfen, ob bestimmte Straßen offen sind oder nicht. Aufgrund von hohem Verkehrsaufkommen empfehlen wir Juni oder September (auf jeden Fall NICHT in den italienischen Schulferien). Geschwindigkeitsbegrenzungen in Italien: städtische Gebiete 50 km/h; kleinere Straßen außerhalb der Stadt 90 km/h; Hauptstraßen außerhalb der Stadt 110 km/h; Autobahnen 130 km/h. In Italien fährt man auf der rechten Straßenseite. In vielen Dörfern gibt es unzählige Radarkameras, wobei jedoch einige davon Plastikattrappen sind.

Sehens- und erlebenswert
Schloss Brösels (Presules)
Cinque Torri (Freilichtmuseum)  
Forte Tre Sassi, Museum über den Ersten Weltkrieg am Valparola-Pass
Seilbahn auf die Langkofelscharte vom Sellajoch 
Sellaronda – Radfahrtag – für alle anderen Fahrzeuge sind diese 4 Pässe von 8:30 bis 15:00 Uhr gesperrt (Gardena, Sella, Pordoi und Campolongo)
Seiseralm – weitläufiges Alm- und Wandergebiet
Seilbahn zum Grödnerjoch von Colfosco aus – „Plans Frara“

Anreise

Selva di Garden (Wolkenstein) ist ca 224 km von Rosenheim via E 45, A 22 und SS 12. Die nächsten Flughäfen sind Treviso oder Innsbruck.

Beste Reisezeit

Von Ende Mai bis Anfang Oktober – aber auf keinen Fall in den italienischen Schulferien, da ansonsten zu viel Verkehr ist. Es ist auf jeden Fall ratsam, dass man die Straßenverhältnisse prüft, da viele Pässe über 2000 m hoch sind und es manches Mal oben schneien kann.

Verpflegung

Die südtiroler Küche ist eine Mischung aus österreichischem Alpenessen und italienischer Küche. Auf der einen Seite gibt es Speck (geräucherter Schinken), Kaminwurz (Wurst), Schüttelbrot, Almkäse, Knödel (die herzhaft oder süß sein können), Schlutzkrapfen (ähnlich wie ein Raviolo) und Strudel (insbesondere Apfelstrudel). Auf der anderen Seite gibt es typische italienische Gerichte wie Pasta, Pizza, Risotto und Polenta.

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