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Harley-Davidson Tourer 2019

#1 09.04.2019 16:18
Okay, es ist Zeit für ein Geständnis: Ich bin noch nie Harley gefahren. Noch. Nie. Der Grund ist banal: Es hat sich einfach nicht ergeben. Die dicken Dinger aus Milwaukee haben mich nie sonderlich angemacht, so rein optisch, aber jetzt, hier vorm Präsentationshotel in Lagos, scheint es an der Zeit, umzudenken. Vor uns aufgereiht steht die aktuelle Touring-Palette von Harley-Davidson. Und meist als "Special", also unter anderem mit weniger Federweg hinten und fetten 163 Nm statt der standardmäßigen 150 Nm Drehmoment im 90 PS starken Milwaukee-Eight 114.


Harley-Davidsons Hot-Rod-Bagger im Custom-Look: Die Street Glide Special
Harley-Davidsons Hot-Rod-Bagger im Custom-Look: Die Street Glide Special

Vom ebenfalls in den Touring-Modellen verbauten Milwaukee-Eight 107 unterscheidet sich der M-E 114 in erster Linie durch 123 ccm mehr Hubraum, eine um zwei Millimeter größere Bohrung und ein höheres Verdichtungsverhältnis. Unterm Strich werden daraus fünf Prozent mehr Drehmoment als im M-E 107. Und eine um fünf Prozent bessere Beschleunigung von 60 auf 100 km/h. Für Vmax 175 km/h sind beide Triebwerke gut. Aber wen kümmert schon die Höchstgeschwindigkeit bei einer Harley-Davidson.

In Sachen Optik wurde beim Road King (hier Special) Inspiration in den 60er-Jahren geschöpft, doch der Motor strotzt mit der Kraft der Moderne.
In Sachen Optik wurde beim Road King (hier Special) Inspiration in den 60er-Jahren geschöpft, doch der Motor strotzt mit der Kraft der Moderne.

Hier geht es um etwas ganz anderes. Um diesen ganz speziellen Punch, den dir eine Harley verpasst. Dieses Wangenflattern unterm Jethelm, wenn dich 1.868 ccm vorwärtsschieben wie ein Auflieger im 30-Prozent-Gefälle. Nehmen wir nur mal die Road King Special, der ich ihre kryptische interne Typenbezeichnung FLHRXS gern verzeihe. Weil sie so schön nackt ist. Als einziges Bike in unserem Test-Tross trägt sie keine Frontverkleidung. Auf die Boom! Box GTS, das neue vernetzte Infotainmentsystem von Harley, muss die Road King mangels Display verzichten.

Die Road Glide (hier Special) wurde für Langstreckenfahrer konzipiert
Die Road Glide (hier Special) wurde für Langstreckenfahrer konzipiert

Fahrwerkstechnisch sind die neuen Langstreckenbikes deutlich besser als ihre Vorgänger, heißt es im Kreis der Harley-erfahrenen Kollegen. Zudem hat Harley-Davidson dieses Jahr 38 verschiedene Lackierungen im Angebot, 24 davon sind neu im Programm. Die Zweifarblackierungen tragen jetzt so klangvolle Namen wie Midnight Blue & Barracuda Silver, die veredelten CVO-Modelle glänzen unter anderem in Auburn Sunglo & Black Hole with Rich Bourbon. Nicht mehr erhältlich sind hingegen die sogenannten Hard Candy Custom-Farben im Flake-Look. Die Street Glide Special mit ihrer flachen Scheibe sähe vermutlich selbst damit ziemlich lässig aus. Connectivity-Berater würden vermutlich eher zur ebenfalls verkleideten Road Glide greifen: Dort sitzt das Riesen-Display oberhalb der zahlreichen Instrumentenuhren und liegt damit nahezu im natürlichen Sichtfeld des Fahrers.

Einen ausführlichen Bericht zu den neuen Touring-Modellen von Harley-Davidson findet ihr in der neuen Ausgabe Motorrad & Reisen 92 - erhältlich im M&R Shop und im Kiosk ab dem 03.05.2019.



2019/92 Ausgabe M&R

Die komplette Ausgabe 92/2019 von Motorrad & Reisen als PDFInhalt:- PDF-e-Paper-Ausgabe - 132 Seiten


Text: Ralf Bielefeldt; Fotos: Alessio Barbanti








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