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2020 HONDA GL1800 GOLD WING

#1 23.10.2019 15:19

Die Erfolgsgeschichte der Gold Wing reicht zurück bis 1975, als die erste Generation mit 1000er Vierzylinder-Boxer den Markt bereicherte. Im Laufe der weiteren Modellgenerationen und über die folgenden Jahrzehnte wurde die nunmehr mit einem 1800er Sechszylinder-Boxertriebwerk ausgestattete Maschine immer mehr zum Inbegriff des Tourenmotorrads für den Einsatz auf ausgedehnten Reisen. Das legendäre Motorrad gilt inzwischen längst als Ikone und Maßstab im Touring-Segment und ist die erste Wahl für alle, die auf Luxus, Qualität und Komfort Wert legen.
Veränderungen im Motorradmarkt sowie demographische Entwicklungen haben dazu geführt, dass das Honda-Entwicklungsteam für die Gold Wing anstelle traditioneller Updates einen neuen Weg für die Weiterentwicklung eingeschlagen hat. Die 2018er GL1800 glänzt weiter mit einem berauschenden Sechszylinder, der den Fahrer extrem kultiviert mit reichlich Drehmoment verwöhnt. Das Bike bleibt Hondas Touring-Flaggschiff und bietet eine Komplettausstattung, die auch ausgedehnte Reisen zum Vergnügen werden lässt. Alles in allem präsentiert sich die Gold Wing nun kompakter, leichter und agiler – bleibt aber eine Luxus-Fahrmaschine erster Klasse. Damit spricht die Gold Wing auch jüngere Fahrergenerationen an, für die das Vorgängermodell nicht unbedingt in Frage kam.
Für das Modelljahr 2020 erhält die Gold Wing weitere Verbesserungen bei der Fahrwerksabstimmung sowie der Manövrierbarkeit bei langsamen Geschwindigkeiten. In Kombination mit dem eindrucksvollen Sechszylinder-Boxermotor und seiner einzigartigen Drehmoment- und Leistungsentwicklung ist und bleibt die Gold Wing die perfekte Basis, um Fahrer und Beifahrer stilvoll zu transportieren.

2. Modellübersicht
Auf einer gemeinsamen Motor- und Chassis-Plattform wird die Gold Wing in unterschiedlichen Varianten angeboten: Als Basismodell GL1800 Gold Wing sowie als „Tour“-Edition mit Topcase. Die „Tour“-Edition wird zudem mit DCT-Doppelkupplungsgetriebe und Airbag erhältlich sein. Je nach Modell und Ausstattung wurden bis zu 48 Kilo Gewicht gegenüber dem Vorgängermodell eingespart.
Motor und Chassis der Gold Wing wurden zusammen entwickelt, um den Fahrer weiter vorne zu positionieren und ein möglichst kompaktes und damit fahraktives Motorrad zu schaffen. Der Aluminium-Brückenrahmen ist mit einer Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung versehen, um den Motor nahe ans Vorderrad zu rücken. Diese Konstruktion erlaubt eine ebenso steife wie stabile Vorderradführung in Verbindung mit erstklassigem Federungsverhalten bei gleichzeitig reduzierter Reibung. Die Abstimmung von Federung und Dämpfung kann bei der Gold Wing zusätzlich elektrisch eingestellt werden.
Trotz geringerer Abmessungen als beim Vorgängermodell hat der Sechszylinder der GL 1800 weder an Leitung und Drehmoment noch an seiner einzigartigen Laufkultur eingebüßt. Der elektronische Gasgriff (Throttle by Wire) ist kombiniert mit vier wählbaren Fahrmodi: TOUR, SPORT, ECON und RAIN. Die Ausstattung umfasst dazu HSTC-Traktionskontrolle (Honda Selectable Torque Control), sowie ein CBS-Verbundbremssystem. Zudem steigern das elektronisch verstellbare Federungs- und Dämpfungs-System sowie die Berg-Anfahrhilfe »Hill Start Assist« den Komfort, während ein Start-Stopp System für optimierte Kraftstoffeffizienz sorgt.
Das manuelle Getriebe verfügt über 6 Gänge, das DCT-Doppelkupplungsgetriebe sogar über 7 Gangstufen. Die Funktion und Charakteristik des elektronisch gesteuerten DCT-Getriebes werden über den jeweiligen Fahrmodus praxisgerecht gesteuert. Eine Rangierfunktion, die das Fahrzeug im Schritttempo vorwärts wie rückwärts bewegen hilft, ist bei der mit DCT ausgestatteten Version ebenfalls mit an Bord. Die Maschine mit herkömmlicher Schaltung verfügt wie bisher über einen Rückwärtsgang. Beide Varianten profitieren für den Modelljahrgang 2020 von der weiter verfeinerten Abstimmung von Motor und DCT, die die Manövrierbarkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten spürbar verbessert.
Als Summe aller Details vermittelt die Gold Wing 2020 ein umfassendes Gefühl der Freiheit – mit purem Fahrspaß, bester Leistung und wegweisendem Design. Die ebenso elegante wie aerodynamisch effiziente Verkleidung lenkt den Fahrtwind um Fahrer und Beifahrer, wobei das elektrisch verstellbare Windschild zusätzliche Anpassungen an die Statur des Fahrers erlaubt und die Sitze für höchsten Komfort sorgen. Features wie das Smart-Key-System, Apple CarPlay™ und die Bluetooth-Connectivity werten die Ausstattung zusätzlich auf.
Die Modellvarianten der Gold Wing sind in den folgenden Farben erhältlich:
GL1800 Gold Wing: Matte Majestic Silver
NEU – GL1800 Gold Wing mit DCT: Matte Ballistic Black Metallic
GL1800 Gold Wing Tour: Candy Ardent Red/Darkness Black Metallic
GL1800 Gold Wing Tour mit DCT & Airbag: Darkness Black Metallic/Grau; Candy Ardent Red/Black und NEU Pearl Glare White

3. Ausstattungsmerkmale
3.1 Styling & Equipment
  • Modernes Design mit gestraffter Linienführung
  • Elektrisch verstellbares Windschild (in Höhe und Anstellwinkel)
  • Komfortable Tempomat-Funktion via elektronischem Gasgriff
  • Reichlich Gepäckkapazitäten, Topcase mit Platz für zwei Integralhelme
  • 7 Zoll TFT-Bildschirm für Navigation und Audio-System
  • Apple CarPlay™ erlaubt iPhone-Nutzern den Einsatz ihrer Geräte
  • LED-Lichttechnik für Scheinwerfer, Rücklicht und selbstrückstellende Blinker
  • Smart-Key-Funktion für Zündung und Gepäck-Schließsysteme
  • LED Nebelscheinwerfer jetzt serienmäßig bei den „Tour“-Versionen
  • Neu für 2020: zwei USB-Kabelanschlüsse
  • Größere Sozius-Haltegriffe für mehr Komfort bei den „Tour“-Versionen

  • Mit dem Modelljahr 2018 ging die Gold Wing GL1800 mit einem komplett neuen Look an den Start, inklusive einer deutlich gestraffteren Linienführung im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Richtungsweisende Schlüsselwörter für die Entwicklung waren dabei: „Refined Shape“ und „Taut Styling“.

    Die moderne Silhouette schafft eine harmonische Verbindung zwischen dem Anspruch an höchsten Komfort und dem dynamischen Potenzial von Triebwerk- und Chassistechnik. Abgerundet wird das Gesamtpaket mit den typischen Gold Wing-Qualitäten wie makelloser Verarbeitung, bestem Finish und hochwertigen Materialien. Die vorwärts orientierte Linienführung prägt die Anmutung des ganzen Fahrzeugs, das zudem mit vergleichsweise kompakten Abmessungen und zahlreichen dynamisch gestalteten Details aufwarten kann.
    Die über das ganze Motorrad reichende „Grundlinie“ des Bodyworks betont die obere und untere Hälfte des Motorrads und richtet den Fokus zudem auf dessen kompaktere Auslegung. Dem Verkleidungsdesign kommt eine zentrale Bedeutung zu, mit ebenen Flächen, scharfen Konturen und nuancierten aerodynamischen Details. In der Gesamtheit zeigt sich zudem eine kraftvolle Spannung als optischer Hinweis auf die Gesamt-Performance des Motorrads.
    Die ästhetische Erscheinung der Gold Wing – mit Sechszylinder-Triebwerk, Doppel-Querlenker-Vorderradaufhängung und formschöner Abgasanlage – ist rundum beeindruckend. In Verbindung mit Verkleidung und Bodywork entsteht eine besondere Ausstrahlung – modernstes Fahrzeugdesign kombiniert mit beeindruckender Ingenieurskunst aus den Bereichen Mechanik und Elektronik.
    Die GL1800 mutet zwar kleiner und kompakter an, dennoch stand der Fokus bei der Entwicklung auch klar auf Komfort und Funktionalität: Wichtige praxisrelevante Punkte wie Luftstromführung und Heat-Management standen für das Entwicklungsteam ebenso weit oben im Lastenheft.
    Ein ausladendes Windschild gibt es seit dem Modelljahr 2018 nicht mehr; stattdessen ein kleineres, elektrisch verstellbares Schild, welches über ein Bedienelement am linken Lenkerende eingestellt werden kann. Nicht nur die Höhe der Scheibe kann stufenlos verstellt werden, auch der Anstellwinkel. Als optionales Zubehör sind dazu erhältlich: eine größere Scheibe, ein einstellbarer Deflektor für Arme und Oberkörper sowie fest installierte Deflektoren für Beine und Füße.
    Fahrer und Beifahrer sitzen mit ausreichend Bewegungsfreiheit getrennt, ähnlich wie beim Vorgänger. Der Fahrer kann so das Fahren genießen und der Beifahrer relaxed das Mitfahren. Letzterer profitiert ab dem Modelljahr 2020 von größer dimensionierten Handgriffen. Beide Sitze sind großzügig bemessen, komfortabel gepolstert und unterstützen eine ergonomische Körperhaltung. Gleichzeitig ist die Sitzhöhe so bemessen, dass sich der Boden mit den Füßen jederzeit problemlos erreichen lässt.
    Die Lichtanlage ist rundum LED-bestückt. Bei der Gold Wing „Tour“ sind ab 2020 zudem Nebelscheinwerfer serienmäßig. Im unteren Teil des LED-Frontscheinwerfers sorgen fünf geschliffene optische Linsen auf beiden Seiten für die Lichtbündelung der Leuchtdioden – dabei erinnert der Effekt beim Abblendlicht an ein „juwelenartiges“ Funkeln. Bei Fernlicht verdoppelt sich dieser Eindruck. Die Frontblinker sind in den Spiegelgehäusen integriert und funktionieren zudem selbstrückstellend. Statt einer einfachen Timerfunktion gleichen bei der Gold Wing Sensoren die Umdrehungen an Vorder- und Hinterrad ab, um aktivierte Blinker fahrsituativ angepasst auszuschalten.
    Die Tempomat-Vorrichtung der Gold Wing präsentiert sich praxisgerecht optimiert. Die gewünschte Dauergeschwindigkeit, die vom Fahrer über den Cruise-Control-Hebel am rechten Lenker einjustiert wird, wird dazu im Drehzahlmesser am unteren Rand angezeigt.
    Einer der positiven Nebeneffekte des elektronischen Gasgriffs sind spürbar sanftere Übergänge bei der Fahrt mit Tempomat, insbesondere an Steigungen. Beim Modell mit Schaltgetriebe reicht es zur Deaktivierung, kurz zu bremsen, die Kupplung zu betätigen oder Gas zu geben. Bei der DCT-Variante (im AT-Modus) bleibt der Tempomat auch bei Bremsmanövern im Hintergrund aktiviert und beschleunigt anschließend wieder auf das zuvor gewählte Tempo.
    Zielgruppengerechte Marktforschung war angesagt, bevor die Ladekapazität der 2018er Gold Wing vom Entwicklerteam festgelegt wurde. Als Ergebnis zeigte sich, dass Gold Wing-Kunden in der Praxis bevorzugt Kurztrips über zwei bis drei Tage absolvieren. Dementsprechend wurde das maximal mögliche Gepäckvolumen etwas reduziert.
    Das Topcase der Gold Wing in der „Tour“-Variante bietet Platz für zwei Integralhelme; zusammen mit beiden Packtaschen stehen 110 Liter Gepäckvolumen zur Verfügung. Diese verfügen über Schließsysteme, die sich über die Smart-Key-Funktion diebstahlsicher verriegeln lassen. Optional können Innentaschen dazu erworben werden, für das Topcase wird noch eine zusätzliche Gepäckreling angeboten.
    Der Benzintank nimmt 21 Liter auf (vier Liter weniger als beim Vorgängermodell). Der mögliche Aktionsradius fällt dennoch annähernd gleich aus, weil der Verbrauch der Gold Wing seit 2018 mit 5,6 l/100 km günstiger gestaltet werden konnte und die Maschine leichter und aerodynamischer wurde.
    Das Cockpit ist luxuriös ausgestattet und bietet dem Fahrer ein umfassendes Informationsangebot. Das Display arbeitet mit moderaten Farbtönen, die die Ablesbarkeit verbessern. Konisch geformte Öffnungen und Abdeckungen der einzelnen Instrumente suggerieren ein angenehmes Gefühl von Tiefe. Alle Anzeigen sind edel mit metallischen Ringen eingefasst, die sanfte LED-Illuminierung bewirkt ein gefälliges und cooles Ambiente.
    Ein 7 Zoll großes TFT-Farbdisplay im Cockpit liefert alle Angaben zum Infotainment-System (Musik & Navigation), ebenso zur Traktionskontrolle (HSTC) und den gewählten Fahrwerk-Settings. Die Darstellung erfolgt besonders lesefreundlich in Segmenten, so dass alle relevanten Informationen leicht und schnell wahrgenommen werden können, ohne den Blick länger von der Straße zu wenden.
    Die Anzeigen-Helligkeit passt sich automatisch an das Umgebungslicht an, nachdem der Fahrer eine der acht Beleuchtungsstufen vorgewählt hat. Auch der Reifendruck wird numerisch unten in der Anzeige mit angezeigt.
    Auf der Mittenkonsole ist das Gold Wing-Emblem platziert. Dieses ist nicht nur ein „Eye-Catcher“, sondern dient auch – nach der Aktivierung durch den Smart-Key – zur Inbetriebnahme des Motorrads. Das gilt für Zündung, Lenkradschloss-Entriegelung, Infotainment-Anlage und Gepäcksystem-Verriegelung. Ohne Smart-Key sind alle Bordsysteme automatisch gesichert bzw. abgeschlossen und von Unbefugten nicht zu bedienen.
    Vereinfacht wurde die Bedienung der Stauraum-Behälter. Bei aktiviertem Smart-Key genügt die Betätigung eines Druckknopfes, um die Gepäckkoffer und das Topcase zu öffnen. Zusätzlich können diese auch über den Unlock-Button der Fernbedienung entriegelt werden. Hydraulische Dämpfer sorgen für komfortables Öffnen und Schließen der Deckel. Ebenfalls hilfreich: Beim Betätigen der Fernbedienung wird die „Answer-Back“ Blinker-Funktion aktiviert, um Schliessen oder Öffnen der Schlösser auch optisch anzuzeigen.
    Die Gold Wing ist kompatibel mit Apple CarPlay™, so dass der Fahrer bei Bedarf auf gespeicherte Infos wie Telefonnummern oder Musikdateien seines iPhone™ zugreifen kann. Eine Anbindung über Bluetooth ist ebenfalls möglich, so dass die gewünschte Connectivity jederzeit gewährleistet ist. Ab dem Modelljahr 2020 wurde die Anzahl der USB-Buchsen auf zwei erhöht.
    Die leichtgewichtigen Lautsprecher der Gold Wing sind passend zur Sitzposition positioniert, damit das Klangbild sich optimal entfalten kann. Über eigene Bedienelemente auf der Oberseite des rechten Koffers kann auch der Sozius auf den Sound des Audiosystems Einfluss nehmen und die Lautstärke regeln, die Klangquelle auswählen oder eine Vorlauffunktion aktivieren.
    Auch die Anzeige des Navigationssystems erfolgt auf dem großen 7-Zoll-Farbdisplay im Cockpit. Die fortschrittliche Steuerungselektronik funktioniert ebenso, wenn die GPS-Signale in Tunneln abgeschirmt werden. Wegpunkte lassen sich dazu während der Fahrt entfernen, auch Fahrtziele lassen sich ändern oder neu bestimmen, wenn das Fahrzeug sich bewegt. Für das Modelljahr 2020 wurden die Karten aktualisiert sowie die mögliche Anzahl der Wegpunkte auf 99 erhöht.


    3.2 Chassis
  • Brandneuer Aluminium-Brückenrahmen, der eine weiter vorgerückte Position von Motor und Fahrer gestattet
  • Doppel-Querlenker-Vorderradaufhängung und Pro-Arm-Hinterradschwinge
  • Optimierte Fahrwerksabstimmung für mehr Komfort im Soziusbetrieb bei den „Tour“-Versionen
  • Vorder- und Hinterraddämpfung abhängig von gewähltem Fahrmodus
  • Federvorspannung am Hinterrad elektrisch einstellbar
  • ABS und Dual-CBS-Verbundbremssystem



  • Der Gussaluminium-Rahmen der Gold Wing positioniert das kompaktere Sechszylinder-Triebwerk 40 mm weiter vorne. Die strukturelle Festigkeit wurde in allen Bereichen optimiert, um ein vertrauenerweckend sicheres Fahrverhalten bieten zu können – bei Schrittgeschwindigkeit oder auf engen innerstädtischen Straßen ebenso wie auf endlosen Überland-Straßen.
    Die Sitzposition von Fahrer und Beifahrer rückte 36 mm nach vorne. Auch das dynamische Verhalten der Doppel-Querlenker-Aufhängung wirkt sich auf die Fahreigenschaften positiv aus, weil sich das Vorderrad beim Einfedern weniger in Richtung Motorblock bewegt als beim Vorgängermodell. Außerdem wirken die Federungs- und Bremskräfte voneinander getrennt.
    Die reduzierte Reibung beim Ein- und Ausfedern stellt einen weiteren Vorteil der Doppel-Querlenker-Aufhängung dar, woraus ein spürbar feineres Ansprechverhalten der Federung gegenüber einer herkömmlichen Telegabel resultiert. Alle Gelenke und Anlenkpunkte der Lenkung wie auch der Federung sind aufwändig gelagert ausgeführt, was zu erhöhter Präzision sowie zu weiter reduzierter Reibung beiträgt.
    Die Lenkimpulse werden über ein vom Federbein getrenntes Gelenkhebel-System übertragen. Damit lässt sich die Gold Wing leichtfüßig steuern und dirigieren. Darüber hinaus verbinden patentierte Querzugstreben den Lenker mit der Vorderachse und der Position des Lenkerdrehpunktes. Durch diese geringe Masse plus der Anordnung des Lenkers bekommt der Fahrer ein völlig natürliches Lenkgefühl.
    Das Dual Combined Brake System (D-CBS) verteilt die Bremskräfte optimal zwischen Vorder- und Hinterrad. Das ABS der Gold Wing bedient sich einer integrierten, leichtgewichtigen Modulatoreinheit, die gleichzeitig auch die elektronische Steuerung umfasst. Das Bremssystem funktioniert dazu abgestimmt auf den jeweils aktivierten Fahrmodus, was die Sicherheit weiter verbessert. Die Doppelscheiben-Bremsanlage vorne misst 320 mm und besitzt Sechskolben-Zangen, am Hinterrad kommt eine Scheibe mit 316 mm und einer Dreikolben-Bremszange zum Einsatz.
    Das Pro Arm-Schwingensystem der Gold Wing ist zum Patent angemeldet und wurde von Honda erstmals beim 2018er-Modell eingesetzt. Hierbei kommt ein weiter entwickeltes Gelenkhebel-Konstrukt zum Einsatz, das sich linksseitig gegen den Rahmen abstützt. Die rechte Seite bleibt damit für Servicearbeiten zugänglich. Die Konstruktion reduziert die Belastungen am Federbein-Umlenksystem, erlaubt größere konstruktive Freiheiten und wirkt sich positiv auf Handling und Manövrierfähigkeit der Maschine aus, auch die Fahrstabilität wurde verbessert. Das Pro-Link-Umlenksystem ermöglicht ein progressives Ansprechen der Federung und verbessert den Komfort. Alle Hebel sind mit spielfreien Kugelgelenken ausgestattet, was die exakte Funktion und geschmeidiges Ansprechen verbessern hilft.
    Die Dämpfungseigenschaften werden über den vom Fahrer gewählten Fahrmodus mitbestimmt. Stellmotoren im Inneren der Stoßdämpfer sorgen dafür, dass die Dämpfungscharakteristik an das jeweilige Fahrprogramm angepasst wird.
    Die Federvorspannung am Hinterrad ist zusätzlich elektrisch einstellbar. Unabhängig von den vier Fahrmodi sind vier an der Zuladung orientierte Einstellungen (von komfortabel bis hart) verfügbar: Fahrer einzeln, Fahrer plus Gepäck, Fahrer und Sozius, Fahrer plus Sozius und Gepäck. Das jeweilige Setting wird am TFT-Bildschirm angezeigt und kann über einen Schalter gewählt werden. Eine neue Fahrwerksabstimmung verbessert bei den Fahrzeugen des Modelljahrs 2020 den Fahrkomfort für Fahrer und Sozius auf langen Strecken.
    Lenkkopfwinkel und Nachlauf betragen 30,5°/109 mm, der Radstand 1.695 mm. Das Vorgängermodell brachte vollgetankt 413 kg auf die Waage. Die Gold Wing wiegt 365 kg vollgetankt (die DCT Version 364 kg). Die Gold Wing als „Tour“-Edition wiegt vollgetankt 380 kg mit manueller Schaltung, mit DCT und Airbag 383 kg.

    3.3 Motor
  • Sechszylinder-Boxermotor mit Vierventiltechnik
  • Elektronischer Gasgriff (Throttle by Wire) und vier Fahrmodi für maßgeschneiderte Leistungsabgabe
  • Optimierte Motorsteuerung für noch bessere Manövrierbarkeit bei geringen Geschwindigkeiten
  • Der gewählte Fahrmodus beeinflusst die Abstimmung der HSTC-Traktionskontrolle, der Federungs- und Dämpfungsabstimmung sowie des Bremssystems
  • DCT-Variante mit Start-Stopp-Automatik und ISG-Lichtmaschine/E-Starter
  • Berganfahrhilfe Hill Start Assist (HSA)
  • Manuelles Sechsganggetriebe mit Assist/Slipper-Kupplung


  • Die Faszination der Gold Wing gründet seit 2002 auf dem sanften Sechszylinder-Boxermotor, der reichlich Drehmoment aus niedrigen Drehzahlen produziert und sowohl Fahrer als auch Sozius mit einer begeisternden Laufkultur und Leistungscharakteristik verwöhnt.
    Um die Verbesserungen in puncto Handling am Chassis umsetzen zu können, mussten die Entwickler für das 2018er Modell ebenfalls das 1,8 Liter-Triebwerk überarbeiten. Der Gold Wing-Motor ist nach wie vor ein Sechszylinder-Boxer, allerdings mit vier Ventilen pro Zylinder ausgestattet (vorher Zweiventiltechnik) und deutlich kompakter in den äußeren Abmessungen sowie 6,2 Die maximale Leistung von 93 kW (126 PS) liegt bei 5.500 Umdrehungen pro Minute an, das maximale Drehmoment beträgt 170 Nm bei 4.500 Touren. Die Werte für Bohrung/Hub betragen 73 mm x 73 mm (Bohrung des vorherigen Modells 74 mm), dazu wurden die Zylinderbohrungen 9 mm näher zusammengerückt. Linke und rechte Zylinder sind typisch für die Boxer-Bauweise versetzt angeordnet, der Offset beträgt 4 mm. Die Zylinderlaufbuchsen sind aus Aluminium gefertigt, die Verdichtung liegt bei 10,5:1. Neu für das Modelljahr 2020 ist eine verbesserte Feinabstimmung der Motorsteuerung für verbesserte Manövrierbarkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten.
    Die Unicam-Zylinderköpfe sind mit je einer Nockenwelle bestückt, die sowohl die Einlass- als auch der Auslassventile steuern. Die Einlassventile werden über Gabel-Schlepphebel betätigt, die Auslassventile über gegabelte Rollen-Kipphebel. Die modernen Brennräume der Vierventil-Zylinderköpfe sind dachförmig ausgeführt, das Gas-Luftgemisch wird zusätzlich beim Eintritt gezielt verwirbelt, um eine effiziente Verbrennung in Einklang mit niedrigem Verbrauch zu erreichen. Die Kolbenhemden sind reibungsmindernd mit einer Molybdänbeschichtung versehen.
    Die Gold Wing ist mit einem elektronischen Gasgriff (Throttle By Wire) ausgestattet. Damit stehen vier Fahrmodi zur Auswahl, die Motorcharakteristik und die Kraftentfaltung beeinflussen. Die Modi beeinflussen außerdem die Abstimmung der Traktionskontrolle (Honda Selectable Torque Control – HSTC), der Fahrwerks-Dämpfercharakteristik sowie des D-CBS-Bremssystems (Dual Combined Brake System).
    TOUR – ist der praxisgerechte Basis-Fahrmodus für ein ausgewogenes Verhältnis von Komfort und Power. Die Gasgriffbefehle werden zu 100 Prozent an die Drosselklappe des Einspritzsystems weitergegeben. Fahrwerkeinstellung und Dämpfung sowie die Bremskraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterrad entsprechen einer universellen Standard-Einstellung.
    SPORT – der Motor besitzt in diesem Modus ein direkteres Ansprechverhalten; die Gasgriffbefehle werden unmittelbar an die Drosselklappe des Einspritzsystems weitergegeben. Die sportliche Beschleunigung wird durch straffere Fahrwerk-Dämpferabstimmung und direkteres Ansprechen der Bremse beim Betätigen des Fußbremshebels unterstützt.
    ECON – in diesem Fahrmodus liegt der Focus auf sparsamem Verbrauch und entspanntem Cruisen. Die Gasgriffbefehle werden weniger direkt an den Motor weitergegeben. Das Setup von Fahrwerk und Dämpfung sowie die Bremskraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterrad entsprechen Standardwerten.
    RAIN – dieses Fahrprogramm ist auf nassen und schlüpfrigen Asphalt ausgelegt. Die Gasgriffbefehle werden sanfter an die Drosselklappe der Einspritzung übermittelt. Die Bremskraftverteilung entspricht dem Standard, das Setup von Fahrwerk und Dämpfung ist komfortabel auf moderate Gangart und sanftes Ansprechen ausgelegt.
    In allen vier Fahrmodi verhindert die HSTC-Traktionskontrolle übermäßigen Schlupf am Hinterrad, um ein durchdrehendes Hinterrad beim Beschleunigen zu vermeiden.
    Ein einzelner Drosselklappenkörper ersetzt das vorherige (zweifache) Exemplar. Durchmesser und Wandstärke des Bauteils konnten dabei zur Gewichtseinsparung reduziert werden. Das Gesamtvolumen im Ansaugtakt, zwischen Drosselklappe und Einlassventilen, wurde um etwa 10 Prozent reduziert. Gewünschte Folge: beschleunigter Gas-Luftgemisch-Durchfluss mit entsprechend verbessertem Ansprechverhalten.
    Der Luftfilter besitzt zwei Lufteinlässe, vorne links und rechts hinten. Diese Anordnung bewirkt eine gewünschte Verwirbelung der Ansaugluft, die dazu führt, dass der Luftfilter seine Wirkung effizienter entfalten kann. Die Führung beider Luftfilter-Kanäle unterstützt darüber hinaus das Ansaugverhalten bei niedrigen Drehzahlen, was zu verbessertem Ansprechverhalten und optimiertem Durchzug bei nur leicht geöffneten Gasgriffpositionen führt.
    Sound und Feeling zählten immer zu den charakteristischen Besonderheiten der Gold Wing. Auch die Abgasanlage ist wie beim Vorgänger aufgebaut, mit zwei Expansionskammern plus einer zusätzlichen Resonanzkammer. Sie liefert einen souveränen tiefklingenden Auspuffsound, ohne je aggressiv zu wirken.
    Elektrostarter und Lichtmaschine der Gold Wing sind zu einer Einheit (ISG – Integrated Starter Generator) zusammengefasst. Dies ist möglich, weil ein bürstenloser Rotor doppelt gewickelt ist und bei umgekehrt eingeleitetem Strom gleichzeitig als E-Starter fungieren kann, was für angenehme Geschmeidigkeit bei der Inbetriebnahme sorgt.
    Das Dämpfersystem zwischen Kurbelwelle (sowie der ISG-Einheit) und der Kraftübertragung wurde auf ein Feder-/Gummielement umgestellt, dabei konnten insgesamt 2,4 Kilo Gewicht eingespart werden. Für die Kraftübertragung zur kombinierten Starter/Lichtmaschineneinheit kommen schrägverzahnte Zahnräder zum Einsatz, die für ein geringes Geräuschniveau sorgen.
    Besonders erwähnenswerte Eigenschaften des Start-Stopp-Systems sind die sehr geräuscharmen Anlassvorgänge sowie das geschmeidige Anfahren (insbesondere bei der Kombination mit DCT-Doppelkupplungsgetriebe). Beim Ampelstopp stellt die Start-Stopp-Automatik den Motor nach drei Sekunden im Leerlauf ab. Danach genügt ein kurzer Dreh am Gasgriff, um den Motor wieder zum Laufen zu erwecken, ohne dazu den Elektrostarter zu betätigen.
    Das System wird über den Öldruck kontrolliert. So kann über die Hydraulik Druck im DCT-System aufgebaut werden, damit der Wunsch des Fahrers zum Losfahren – über den Dreh am Gasgriff – direkt in Vortrieb umgesetzt wird. Um zu abrupte Anfahrvorgänge mit dem Start-Stopp-System zu unterbinden, öffnet die Drosselklappe behutsamer und mit leichter Verzögerung auf den Befehl vom Gasgriff. So ist sichergestellt, dass das Anfahren nach Start-Stopp-Manövern bei den DCT-Versionen der Gold Wing mit der gewünschten Geschmeidigkeit abläuft. Die Start-Stopp-Automatik kann vom Fahrer über einen Schalter rechts am Lenker aktiviert oder auch deaktiviert werden.
    Das Anfahren am Berg erfordert normalerweise gleichzeitiges Gasgeben, Lösen der Bremsen und Einkuppeln, was je nach Fahrzeuggewicht und Beladung eine Herausforderung darstellen kann. Um vergleichbare Fahrmanöver zu erleichtern, ist die Gold Wing mit einer Berganfahrhilfe (Hill Start Assist) ausgestattet (sowohl in der manuellen als auch in der DCT-Variante).
    Wird auf einer schrägen Ebene angehalten und der Bremshebel weiter betätigt, aktiviert der ABS-Modulator hydraulisch die Hinterradbremse. Für den Anfahrvorgang, auch wenn die Bremse inzwischen gelöst wird, hält die hintere Bremszange die Gold Wing für etwa 3 Sekunden fest, während der der Anfahrvorgang sicherer bewerkstelligt werden kann. Die Aktivierung der Berganfahrhilfe wird im Cockpit über eine eigene Leuchtanzeige angezeigt.
    Ein klassisch geschaltetes Sechsganggetriebe ermöglicht ein niedrigeres Drehzahlniveau beim entspannten Cruisen mit 100 km/h. Außerdem ist zwischen Kupplung und Getriebe ein Ruckdämpferelement installiert, welches die Geschmeidigkeit der Kraftübertragung fördert und weich ablaufende Schaltvorgänge sicherstellt. Eine Slipper-Kupplung mit unterstützender Anlauf-Rampenfunktion (mit weniger Scheiben und reibungsärmerem Auslösemechanismus) hat die hydraulisch unterstützte Kupplung des Vorgängermodells abgelöst. Die Betätigungshandkraft zum Auslösen konnte um 20 Prozent gesenkt werden, auch Herunterschalten gestaltet sich geschmeidiger.

    3.4. DCT-Doppelkupplungsgetriebe (Dual Clutch Transmission)
  • DCT der dritten Generation mit 7 Gängen
  • Neu für 2020: DCT ist nun auch bei der Standardversion der GL 1800 Gold Wing lieferbar
  • Weiche und lautlose Schaltmanöver, schnellere Gangwechsel
  • „Walking“ Modus erlaubt langsames Rangieren vorwärts wie rückwärts
  • Die vier Fahrmodi beeinflussen auch das DCT-Schaltverhalten
  • Neu für 2020: verbessertes Manövrieren bei niedriger Geschwindigkeit


  • Seit dem Erscheinen des Systems als Option auf der VFR1200F im Jahr 2009 hat Honda europaweit über 100.000 mit DCT ausgestattete Motorräder verkauft. Ein Beweis für die Akzeptanz auf dem Markt: Bei Modellen, bei denen DCT als Option verfügbar ist, lag der Anteil dieser Motorräder im vergangenen Geschäftsjahr in Europa bei 48 Prozent.
    Das DCT-Doppelkupplungsgetriebe, welches im Motorradsektor nur Honda anbietet, empfiehlt sich für die Gold Wing besonders, weil es den souverän-gelassenen Charakter und den hohen Fahrkomfort nochmals unterstreicht. Bei der Entwicklung der Gold Wing war die Integration der DCT-Technik von Anfang an vorgesehen.
    Beim DCT der Gold Wing handelt es sich um die dritte Entwicklungsgeneration dieser Technik und das erste, bei dem sieben Gänge zur Anwendung kommen. Im Einsatz glänzt das DCT-System mit besonders weichen und schnellen Schaltvorgängen.
    Für den Modelljahrgang 2020 wurde das System der Gold Wing weiter für die Wendigkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten optimiert, wobei engere Übersetzungen den leichten Ruck bei den Schaltvorgängen weiter minimieren. Im höheren Drehzahlbereich sind sie weiter auseinander angeordnet, um die Motordrehzahl zu reduzieren. In beiden Geschwindigkeitsbereichen wurde der Komfort beim Hoch- und Runterschalten nochmals verbessert.
    Das DCT-System steuert die Schaltarbeit elektronisch und ermöglicht weiche Gangwechsel mit nahtlosem Kraftschluss. Das System arbeitet mit zwei Kupplungspaketen, die abwechselnd den Kraftschluss zwischen den Zahnrad-Gangpaaren und der Ausgangswelle herstellen. Eine Kupplung ist für die Gangstufen 1, 3, 5 und 7 zuständig, die andere für die Gangstufen 2, 4 und 6.
    Jede Kupplung wird unabhängig voneinander durch einen eigenen elektrohydraulischen Kreislauf gesteuert. Wenn ein Gangwechsel stattfindet, wählt das System den gewünschten Gang mit der nicht verwendeten Kupplung vor. Die erste Kupplung (mit dem aktuell noch eingelegten Gang) wird dann elektronisch ausgekuppelt, während gleichzeitig die zweite Kupplung (mit dem gewünschten Gang) einkuppelt wird.
    Das Ergebnis ist ein gleichmäßiger, schneller und nahtloser Gangwechsel. Da die Doppelkupplungen den Antrieb von einem Gang in den nächsten mit minimaler Unterbrechung des Antriebs zum Hinterrad übertragen, werden außerdem alle Ruck- und Nickbewegungen der Maschine minimiert, so dass sich der Wechsel direkt und gleichmäßig anfühlt. Zusätzliche Vorteile sind die Langlebigkeit (da die Zahnräder nicht durch fehlerhafte Schaltvorgänge beschädigt werden können), die Unmöglichkeit des Überdrehens, die geringe Belastung im Stadtverkehr und die geringere Ermüdung des Fahrers.
    Schaltgeräusche und -rucke wurden bei der Entwicklung der dritten Generation des DCT weiter minimiert, wobei Dämpfergummis an beiden Enden der Schaltgabelführung und der Hauptwelle den Körperschall beim Schalten effizient reduzieren.
    Zwischen Kupplung und Hauptwelle ist ein Federdämpfer eingebaut. Dieser nimmt das Drehmoment in Drehrichtung auf und reduziert so das Geräusch und den Ruck beim Kontakt zwischen Kupplung und Hauptwelle beim Schalten.
    Das DCT der Gold Wing ist mit einem Schritttempo-Rangiergang ausgestattet. Dieser „Walking Mode“ bewegt das Bike vorwärts mit 1,8 km/h Schrittgeschwindigkeit und rückwärts mit 1,2 km/h. Die Rangierhilfe wird über einen +/-Schalter links am Lenker betätigt.
    Die Hauptwelle hat eine Doppelrohrstruktur, wobei die äußere Hauptwelle (verbunden mit den geradzahligen Zahnrädern) über die Zahnräder auf der Gegenwelle mit der inneren Welle über eine Kette verbunden ist. Diese Struktur verleiht der äußeren Hauptwelle die Rolle der umgekehrten Leerlaufwelle, was zu einem leichten Rückwärtsmechanismus mit kompakter Struktur geführt hat – ohne dass eine umgekehrte Leerlaufwelle erforderlich ist.
    Bei aktiviertem Schritttempo-Rangiergang kommen beide Kupplungen des DCT zum Einsatz. Kupplungspaket 1 bewerkstelligt die Rückwärtsbewegung, Kupplungspaket 2 die Vorwärtsbewegung. Kontrolliert wird die Bewegung (und der Eingriff der Kupplungen) über den elektronischen Gasgriff. Dabei sind unangepasste Drehzahlen ausgeschlossen, damit Rangiermanöver stets mit der gebotenen Sicherheit ablaufen.
    Vernetzt ist das Doppelkupplungsgetriebe zudem mit den vier Fahrmodi der Gold Wing. Dabei folgen Triebwerkscharakter, Kraftentfaltung und Fahrwerksabstimmung grundsätzlich den gleichen Werten wie beim Modell mit Schaltgetriebe, werden jedoch mit zusätzlichen Parametern für das DCT-Getriebe ergänzt. Beim Fahrmodus TOUR werden im AT-Modus Kupplungseinrücken und Schaltvorgänge weich und geschmeidig sowie vergleichsweise frühzeitig bei mittleren Drehzahlen ausgeführt. Im Fahrmodus SPORT erfolgt die Kupplungsbetätigung etwas direkter und die Schaltvorgänge werden für sportliches Fahren in höheren Drehzahlbereichen vollzogen. Der ECON Fahrmodus ist mit besonders weichem Kupplungseingriff, sowie früher gesetzten Schaltvorgängen verknüpft. Der Modus RAIN in der AT-Stellung des DCT bewirkt frühes Hochschalten, weiches Kupplungseinrücken und sanft ausgeführte Schaltmanöver.



    MOTOR
    Bauart: Flüssigkeitsgekühlt, Viertakt, 24 Ventile, SOHC, Sechszylinder-Boxer
    Hubraum: 1.833cm³
    Ventile pro Zylinder: 4
    Bohrung & Hub (in mm): 73 x 73
    Verdichtung: 10,5:1
    Max. Leistung: 93 kW (126 PS) bei 5.500/min
    Max. Drehmoment: 170 Nm bei 4.500/min
    Ölvolumen (in l): 4,4 / 5,6 (DCT)
    CO2 Emissionen
    Gold Wing / Gold Wing „Tour“ MT version: 128 g/km
    Gold Wing „Tour“ mit DCT und Airbag: 131 g/km

    KRAFTSTOFFSYSTEM
    Gemischaufbereitung: PGM-FI Elektronische Kraftstoffeinspritzung
    Drosselklappen-Ø (in mm): 50
    Luftfilter: Viskose-Papierfilter-Einsatz
    Tankinhalt (in l): 21,1
    Benzinverbrauch: 5,6 Liter/100 km

    ELEKTRIK
    Starter: Integriertes Starter/Generator-System
    Batterie: 12V/20Ah
    Lichtmaschinenleistung: 12V/120A

    KRAFTÜBERTRAGUNG
    Kupplung
    Manuell: hydraulisch betätigt, Scheiben im Ölbad, mit Assist/Slipper-Funktion.
    DCT: elektronisch-hydraulisch gesteuert, Scheiben im Ölbad
    Kraftübertragung
    Manuell: 6-Gang (mit Overdrive) und Rückwärtsgang.
    DCT: 7 Gänge, plus Rangierfunktion vorwärts/rückwarts
    Primärübersetzung: 1.795 (79/44)
    Gangstufen:
    (MT) 1: 2.200, 2: 1.417, 3: 1.036 4: 0.821,
    5: 0.667, 6: 0.522
    (DCT) 1: 2.167, 2: 1.696, 3: 1.304, 4: 1.038, 5: 0.821, 6: 0.667, 7: 0.522
    Rück: 1.190
    Endübersetzung: Motor 0,972, Hinterrad 2,615
    Endantrieb: Kardan

    RAHMEN
    Typ: Guss-Aluminium, Twin Tube

    CHASSIS
    Abmessungen (L / B / H – in mm)
    Gold Wing: 2.475 x 925 x 1.340
    Gold Wing Tour: 2575 x 905 (DCT) bzw.
    925 mm (MT) x 1430 mm
    Radstand (in mm): 1.695
    Lenkkopfwinkel (in Grad): 30,5
    Nachlauf (in mm): 109
    Wendekreis (in m): 3,4
    Sitzhöhe (in mm): 745
    Bodenfreiheit (in mm): 130
    Gewicht vollgetankt (in kg): Basis: 365, Tour: 379, Tour DCT: 383

    RADAUFHÄNGUNG
    Federung vorne: Doppel-Querlenker-Aufhängung
    Federung hinten: Pro Link

    RÄDER
    Reifengröße vorne: 130/70 R 18
    Reifengröße hinten: 200/55 R 16
    Felgengröße vorne (in Zoll): 18 x MT 3.5
    Felgengröße hinten (in Zoll): 16 x MT 6.0

    BREMSEN
    ABS Bauart: Combined-ABS-System, elektronisch kontrolliert
    Vorne: 320 mm x 4,5 mm Doppelscheiben, schwimmend gelagert, 6-Kolben-Bremszangen, hydraulisch aktiviert, Sintermetallbeläge
    Hinten: 316 mm x 11 mm Scheibe, 3-Kolben-Bremszange, hydraulisch aktiviert, Sintermetallbeläg

    Quelle: Honda




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