Keine neue BMW GS für 2022? – Wann kommen R 1300 GS und F 900 GS?

Neben kleineren Updates für die bestehenden Modelle plant BMW für 2022 keine Einführung eines neuen GS-Adventure-Bikes.
04.01.2022
| Lesezeit ca. 3 Min.
Alexander Klose, BMW
Viel spekuliert wurde über die GS-Reihe, nachdem bekannt geworden war, dass BMW die Realisierung einer R 1300 GS inklusive Zweitvariante M 1300 GS anlässlich des zehnjährigen Jubiläums ihres Wasserboxers erst für 2023 plant. Ob diese bereits Ende 2022 auf EICMA und Intermot zu sehen sein werden oder ob wir bis 2023 für erste Testfahrten warten müssen, ist bisher nicht bekannt.

BMW R 1250 GS – ein Kassenschlager, der seinesgleichen sucht

Grund zur Hektik besteht für BMW Motorrad wahrlich nicht, verkauft sich die R 1250 GS doch weiterhin wie geschnitten Brot. Nach dem Rekordjahr 2020, setzte die R 1250 GS noch einen oben drauf und fand in 2021 nochmals mehr Abnehmer.
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Kommt die F 900 GS?

Als quasi logische Konsequenz wurde von BMW erwartet, dass nach der F 900 XR und der F 900 R auch eine F 900 GS in den Markt eingeführt wird. Für 2022 ist eine neue 900er-GS weiterhin nicht in Sicht. Laut offiziellen Aussagen seitens BMW wird sich kurzfristig auch nichts daran ändern. Schaut man sich die Zulassungszahlen an, so muss man davon ausgehen, dass BMW hier kein wirklich höheres Verkaufspotenzial durch eine Hubraumerweiterung sieht. Schon die 850er wird den Erwartungen nicht gerecht und könnte der Zielgruppe mitunter schon etwas zu sportlich sein.

Kein heißes Eisen in der Mittelklasse?

Verschafft man sich einen Überblick über die Mittelklasse im Tourer-Segment, so muss man feststellen, dass die Konkurrenz der Bayerischen Motorenwerke mächtig aufgerüstet hat. Triumph führte kürzlich die Tiger Sport 660 ein, Aprilia die Tuareg 660 und Kawasaki brachte die Versys 650 auf den aktuellen Stand. Alle in topmoderner Optik und auf dem technisch neuesten Stand. Dazu gibt es bereits weitere Alternativen wie die Ténéré 700 von Yamaha, die sich schon heute deutlich besser verkauft als die aktuellen BMW-Modelle in dieser Klasse. Ein brandaktuelles Bike hat BMW in dieser Kategorie derzeit ohnehin nicht. Die 850er geht samt Co-Pilot F 750 GS nun bereits in ihr fünftes Jahr. Das aktuelle Update des 2022er-Modells beschränkt sich auf minimale Design- und Ausstattungsanpassungen. Die F 750 GS, die gern als Spar-850er abgetan wird, hat der 850er im Handel längst den Rang abgelaufen.
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Die F 750 GS ist das deutlich erfolgreichere Modell

Zum Kassenschlager wurde die F 850 GS ohnehin nicht. Die 750er dagegen findet man in den Zulassungsstatistiken sogar noch vor einer aktuellen Multistrada V4, während die 850er unter den Top 50 gar nicht erst vertreten ist. Für das kommende Jahr dürfte es aber auch die 750er-GS deutlich schwerer haben, sich unter den beliebtesten Motorrädern zu behaupten. Vergleicht man die technischen Daten mit denen der Mitbewerber, so kann eine F 750 GS natürlich immer noch mit ihren Konkurrentinnen mithalten, dennoch wäre zumindest mal ein Facelifting für die etwas altbackene Optik fällig. Andernfalls könnten ihr die deutlich frischeren und mitunter auch leichteren Konkurrenten im nächsten Jahr tüchtig in die Quere kommen.
Aprilia Tuareg 660 2022-2023 BMW F 750 GS 2021-2023 Triumph Tiger Sport 660 2022
Motor
Bohrung x Hub 81 x 63,93 mm 84 x 77 mm 74,04 x 51,1 mm
Hubraum 659 ccm 853 ccm 660 ccm
Zylinder, Kühlung, Ventile Zweizylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile pro Zylinder Zweizylinder, wassergekühlt, 4 Ventile pro Zylinder Dreizylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile pro Zylinder
Abgasreinigung/-norm Euro 5 Euro 5 Euro 5
Leistung 80 PS (59 kW) bei 9.250 U/min 77 PS (57 kW) bei 7.500 U/min 81 PS (60 kW) bei 10.250 U/min
Drehmoment 70 Nm bei 6.500 U/min 83 Nm bei 6.000 U/min 64 Nm bei 6.250 U/min
Verdichtung 13,5:1 12,7:1 11,95:1
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h 190 km/h 196 km/h
Wartungsintervalle Erstinspektion nach 1000 km, danach alle 10000 km jährlich oder alle 10.000 km alle 16.000 km oder jährlich
Verbrauch pro 100 km k. A. k. A. 4,5 Liter
Kraftübertragung
Kupplung Mehrscheiben-Nasskupplung mit Anti-Hopping-Funktion Mehrscheibenkupplung im Ölbad (Anti-Hopping) Anti-Hopping-Kupplung
Schaltung 6-Gang 6-Gang 6-Gang
Antrieb Kette Endlos-O-Ring-Kette mit Ruckdämpfung in X-Ring-Kette
Fahrwerk & Bremsen
Rahmen Stahlrohrrahmen Stahlbrückenrahmen in Schalenbauweise Stahlrohrrahmen
Federelemente vorn 43-mm-Upside-down-Gabel, voll einstellbar Ø-41-mm-Teleskopgabel 41-mm-Upside-Down-Gabel
Federelemente hinten Monoschock-Federbein, voll einstellbar Aluminium-Zweiarmschwinge, direkt angelenktes Zentralfederbein Zentralfederbein, Federvorspannung einstellbar
Federweg v/h 240 mm/240 mm 170 mm/170 mm 150 mm/150 mm
Radstand 1.525 mm 1.559 mm 1.418 mm
Nachlauf 113,3 mm 104,5 mm 97,1 mm
Lenkkopfwinkel 26,7° 27° 23,1°
Räder Drahtspeichenräder Aluminium-Gussräder Gussfelgen
Reifen vorn 90/90 - 21 110/80 R19 120/70 R 17
Reifen hinten 150/70 - 18 150/70 R17 180/55 R 17
Bremse vorn 300-mm-Doppelscheibenbremse, Vierkolben-Bremssättel Ø-305-mm-Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, 2-Kolben-Schwimmsattel 310-mm-Doppelscheibenbremse, Doppelkolben-Schwimmsattel
Bremse hinten 260-mm-Scheibenbremse, Einkolben-Bremssattel Ø-265-mm-Einscheibenbremse, 1-Kolben-Schwimmsattel 255-mm-Einscheibenbremse, Einkolben-Schwimmsattel
Maße & Gewicht
Länge 2.220 mm 2.255 mm 2.071 mm
Breite 965 mm 922 mm 834 mm
Höhe 1.440 mm 1.225 mm (ohne Spiegel) 1.398 mm / 1.315 mm
Gewicht 204 kg 227 kg 206 kg
zul. Gesamtgewicht 414 kg k. A. 429 kg
Maximale Zuladung 210 kg 213 kg 223 kg
Sitzhöhe 860 mm 815 mm 835 mm
Standgeräusch 90 dB(A) k. A. 94 dB(A)
Fahrgeräusch 74 dB(A) k. A. 76 dB(A)
Tankinhalt 18 Liter 15 Liter 17,2 Liter
Weitere Baujahre 2018-2020 2023
Fahrerassistenzsysteme
ABS
Traktionskontrolle
Fahrmodi
Reifendruckkontrollsystem
Schaltassistent
Fahrzeugpreis ab 11.990,-- Euro 9.540,-- Euro 8.700,-- Euro
Sonstiges Preis ab 2022: ab 9.850,-- Euro
Preis ab 2023 unverändert
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