Schon gefahren: Kawasaki Ninja 1000SX

03.02.2020
| Lesezeit ca. 2 Min.
Lukas Rüdin
Kawasaki
Die Kawasaki Ninja 1000SX ist eine von wenigen Sporttourern, die zwischen all den Reiseenduros übrig geblieben sind. Für 2020 kriegt die ehemals Z1000SX genannte Kawa einen neuen Namen und weitere Überarbeitungen. Das Z, welches bei den Grünen seit jeher für Naked Bikes steht verschwindet. Ab diesem Jahr trägt sie stolz den legendären Namen Ninja, das Synonym für sportliche Bikes mit Verschalung bei Kawasaki.

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Unter der Verschalung arbeitet der bekannte und äußerst zuverlässige Reihenvierzylinder mit 1.043 ccm. Leistung und Drehmoment bleiben unverändert, denn das Innenleben des Motors wurde kaum angetastet. Die Peripherie hingegen schon, und zwar deutlich. Im Hinblick auf kommende Abgasvorschriften und vor allem auf eine noch bessere Handhabung und Fahrbarkeit erhielt die Ninja 1000SX ein komplettes Ride-by-Wire mit elektronischen Drosselklappen und E-Gas. Damit halten auch vier Fahrmodi, ein Tempomat sowie ein bidirektionaler Quickshifter Einzug in das Sport-Touring Bike.

Die voll einstellbare 41-er USD-Gabel erhielt einen neuartigen Lowspeed-Schlitz am Dämpferkolben, welcher der Gabel eine sanftere Arbeitsweise bei holprigem Geläuf bescheren soll. Die neu ausgetüftelte Grundabstimmung soll sowohl komfortables Touren als auch sportliches Fahren draufhaben. Dies ist vollumfänglich gelungen, das breite Einsatzspektrum fällt sofort auf. Sei es die Ortsdurchfahrt auf Pflastersteinen mit Tempohügeln oder die Fahrt auf der schlecht asphaltierten Nebenstraße, der Komfort kommt nicht zu kurz, Gabel und Federbein sprechen sensibel an und dämpfen satt. Trotzdem geht das Fahrwerk auch bei schnellen Etappen mit knackigen Schräglagen, zügigem Beschleunigen und heftigem Bremsen nicht in die Knie, sondern vermittelt tiefes Vertrauen und beschert eine top Strassenlage mit klarem Feedback. Das Handling ist dabei stets leichtfüssig und sehr zielgenau. Die benötigten Lenkkräfte sind sehr gering.

Nichts kneift und zwickt, man ist bequem gebettet und trotzdem nicht in einer inaktiven phlegmatischen Position. Dank dem nun dickeren Sitzpolster kann man getrost einige Stunden pro Tag im Sattel verbringen, ohne dass einem danach der Allerwerteste schmerzt. Vom neuen 4,3-Zoll TFT-Cockpit gibt es nur positives zu erzählen: Es ist in beiden hinterlegten Darstellungsvarianten bestens ablesbar, bietet eine übersichtliche Menüführung und neu die Möglichkeit der Verbindung mit dem Smartphone via die Rideology-App.
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