Husqvarna Vitpilen 401 – Prototyp

Der Kampf um die kleinen Hubraumklassen gewinnt global immer mehr an Bedeutung. Husqvarna testet bereits den Einsatz der Neuauflage des seriennahen Prototyps einer verbesserten Vitpilen 401.
Husqvarna Vitpilen 401 – Prototyp Husqvarna testet bereits den Einsatz der Neuauflage des seriennahen Prototyps einer verbesserten Vitpilen 401
Husqvarna Vitpilen 401 – Prototyp Husqvarna Vitpilen 401
5 Bilder
28.06.2023
| Lesezeit ca. 3 Min.
Bernhard M. Höhne
Bernhard M. Höhne, BMH-Images
Mehrere Jahre suchte Husqvarna seinen Platz im Markenverbund der Pierer Mobility Group. Mit der Einführung der Norden 901 scheinen die Austro-Schweden ihn gefunden zu haben und das Jahr 2024 wird einen weiteren Schritt im Ausbau der Modellpalette darstellen.

Vitpilen und Svartpilen 401 mit globaler Bedeutung für den Konzern

Im Frühjahr stehen zwei wichtige Premieren an: die Einführung der Vitpilen und Svartpilen 801 sowie die Neuauflage der, vor allem global gesehen, bedeutungsvollen Vitpilen und Svartpilen 401. Diese wird auch künftig bei Kooperationspartner Bajaj in Pune (Indien) produziert. Das rührt vorwiegend daher, dass sie sich, wie bislang, die Plattform mit der KTM 390 Duke teilt, in diesem Fall jedoch die Technik der komplett neuen 390 Duke. Das bedeutet, dass sowohl die KTM als auch die Vitpilen 401 auf einen komplett neu konstruierten Motor setzen.

Einzylinder erhält gänzlich neues Zuhause

Es bleibt bei der Einzylinder-Konfiguration und auch die Leistungsdaten werden sich aller Voraussicht nach wohl nur marginal ändern. Alles andere jedoch wird von Grund auf neu entwickelt und resultiert, neben den Voraussetzungen für auch zukünftig bessere Emissionswerte, unter anderem in mehr Laufruhe. Das neue Triebwerk sitzt zudem in einem gänzlich neu entwickelten Rahmen mit ebenso neuem Heckrahmen und auch das Fahrwerk wird komplett neu konstruiert.

So wird etwa die Schwinge künftig in Bananenform ausgeführt, um darunter Platz für den künftig wesentlich größer dimensionierten Sammler der Abgasanlage zu schaffen. Eine Lösung, zu der auch immer mehr andere Hersteller übergehen und die in ähnlicher Form auch bei den größeren Duke-Modellen von KTM in Zukunft eingesetzt werden wird. All das resultiert in einem in allen Dimensionen gewachsenen Bike, das zwar weiterhin dem Konzept Café Racer treu bleibt, dabei aber wesentlich gestreckter wirkt. Dies dürfte als Nebeneffekt mehr Platz und damit eine wesentlich bessere Ergonomie für Fahrer aller Größen mit sich bringen. Eine Tatsache, die sich auf unseren ersten Fotos bereits gut erkennen lässt und wohl auch ein Zugeständnis an den europäischen Markt sein dürfte, wo die nächste Vitpilen 401 eine wesentlich größere Rolle spielen soll und auch muss.

Zeitgemäße Technik

Ebenfalls bereits gut erkennbar sind diverse Styling-Details: So setzt Husqvarna optisch wieder auf ähnliche Elemente wie beim aktuellen Modell, allerdings wesentlich klarer ausgeführt und moderner interpretiert. So hat offensichtlich auch das runde LCD-Instrument ausgedient, welches einer zeitgemäßen TFT-Lösung wird weichen müssen, auch wenn das an diesem Prototyp verbaute Teil vermutlich noch nicht der fertigen Form entsprechen dürfte.

Serienreif ab Frühjahr 2024?!

Dennoch zeigt dieser Prototyp bereits erstaunlich viel Seriennähe, was darauf schließen lässt, dass das Präsentationsdatum nicht mehr in allzu ferner Zukunft liegt. Spätestens im Frühjahr 2024, möglicherweise sogar noch früher, könnte die Vorstellung ins Haus stehen, dann auch wieder zusammen mit der Scrambler-Schwester Svartpilen 401.
Jetzt mitreden – deine Meinung zählt!
Schon dabei? und mitdiskutieren!