Motorräder 2014 – hier kommen die Neuen!

Kaum liegt die letzte Motorradsaison hinter uns, da betreten schon die neuesten Maschinen für 2014 die Bühne.
27.11.2013
| Lesezeit ca. 33 Min.
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Hersteller
Das nächste Modelljahr präsentiert sich so vielseitig wie schon lange nicht mehr.

BMW R 1200 GS Adventure

BMW R 1200 GS Adventure
BMW R 1200 GS Adventure
Es gibt Modelle, um die nicht einmal der Hersteller ein großes Geheimnis macht, weil einfach für alle feststeht, dass dieses Motorrad kommen wird. Und so wundert es eben niemanden, dass die R 1200 GS Adventure die Bühne ganz unspektakulär und leise betritt. Gleichwohl präsentiert sich das Modell in der bulligen Adventure Manier. Schon auf den ersten Blick schreit die BMW förmlich nach Abenteuern und Touren in weite Fernen. Wie die Normalvariante vertraut die neue Adventure dafür auf den luft- und flüssigkeitsgekühlten Boxermotor mit 1.170 ccm, 125 PS und 125 Nm bei 6.500 U/min. Traditionell legt die Adventure ihren Fokus gegenüber der Normalausführung aber verstärkt auf Offroad-Abstecher. Aus diesem Grund und für eine bessere Fahrbarkeit wurde nicht nur die Schwungmasse im Motor noch einmal erhöht. Auch die Federwege vergrößerten die Ingenieure bei der Entwicklung hinten und vorn um jeweils 20 mm. Unter dem Strich ergibt sich so eine Steigerung der Bodenfreiheit von 10 mm. Ein ESA-Fahrwerk wird aber auch weiterhin nur optional angeboten.
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Neben den verschiedenen technischen Änderungen wurde aber vor allem die Karosserie überarbeitet. Das sehr robust wirkende Design wird von einem massiven Motor- und Tankschutzbügel noch unterstrichen. Wird der Abstecher ins Gelände dann doch einmal länger, dürfte man sich vor allem über die breiten Enduro-Fußrasten freuen, die stets einen sicheren Stand gewährleisten. Für den nötigen Wind und Wetterschutz sorgt das große, einstellbare Windschild in Kombination mit dem Luftleitflügel. Da sich die Adventure auch für Fernreisende empfehlen möchte, stellt die richtige Sitzposition das A und O dar. Das wissen natürlich auch die Ingenieure und spendieren der neuen Abenteuer-BMW eine in der Neigung einstellbare Sitzbank. In Bezug auf Sicherheit bekommt die flott designte Reise-Enduro dann ab Werk ein ABS- und ASC-System. Weiterhin bietet die BMW zwei verschiedene Fahrmodi, die sich individuell wählen lassen. Gegen Aufpreis können dann noch einmal drei Modi und eine Vielzahl an Zubehör erworben werden. Den Preis legt BMW auf 15.900,-- Euro fest.

BMW C evolution

BMW C evolution
BMW C evolution
Mit dem C evolution präsentiert der bayerische Premiumhersteller den ersten Großroller, der komplett auf einen Verbrennungsmotor verzichtet und mit einem Elektroantrieb betrieben wird. Nachdem BMW bei seinen anderen Großrollern C 650 GT und C 600 Sport bereits die Fahreigenschaften eines Motorrades mit den Vorteilen eines Rollers kombiniert war, geht man mit diesem Modell noch einen Schritt weiter und paart das Ganze mit der absoluten Umweltverträglichkeit. Natürlich empfiehlt sich dieses Modell lediglich für den Stadtverkehr, denn bei einer realistischen Reichweite von 100 km werden längere Strecken doch noch problemtaisch. Außer man bringt etwas Zeit mit, denn innerhalb von vier Stunden kann man die Batterie wieder komplett laden. Die Vorteile eines Elektromotors liegen dabei natürlich auf der Hand. Das Drehmoment von 72 Nm steht sofort zur Verfügung, ein Leistungsloch, wie man es von verschiedenen Verbrennungsmotoren kennt, sucht man hier vergeblich. Am Ende bringt es der C evolution so auf eine Nennleistung von 15 PS und eine Spitzenleistung von 47,5 PS. Gerade auf kurzen Strecken dürfte das neue Modell dem vergleichbaren Großroller überlegen sein. In puncto Höchstgeschwindigkeit wird der C evolution allerdings bei 120 km/h abgeriegelt.
Besonders hervorheben sollte man allerdings auch das innovative System der Energierückgewinnung. Sowohl beim Gaswegnehmen und Bremsen wird Strom erzeugt, der sofort wieder in die Batterie fließt. In vier verschiedenen Fahrmodi kann der Fahrer dann selbst entscheiden, wie und wann er Energie erzeugen möchte. Im Modi „Road“ steht die volle Beschleunigung und 50 Prozent Rekuperation – Energierückgewinnung – beim Gaswegnehmen zur Verfügung. „Eco Pro“ begrenzt die Beschleunigung bei maximaler Rekuperation. Wählt man „Sail“ wird beim Gaswegnahme keine Energie gewonnen und der Roller rollt ohne Bremsmoment, wenn das Gas losgelassen wird. Zu guter Letzt kombiniert „Dynamic“ die bestmögliche Beschleunigung mit der größtmöglichen Energierückgewinnung. Was die Sicherheit betrifft, setzt man seitens des Herstellers auf ABS und eine Anti-Schlupfregelung – TCA. Aber auch das Design und die Verkleidung vermittelt einen dynamischen Eindruck und schützt effektiv vor den Einflüssen des Wetters. Erwerben kann man das Modell in der nächsten Saison in den Farben Light white uni und Electric green. Zu welchem Preis der Elektroroller schlussendlich beim Händler des Vertrauens steht, will man in der nächsten Zeit noch festlegen.

BMW R nineT

BMW R nineT
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Der Klassik-Boxer wurde lange angekündigt und jetzt endlich der Weltöffentlichkeit präsentiert. Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums von BMW Motorrad verwundert dann noch nicht einmal der Name „nineT“. BMW schafft es mal wieder genau, das zu bauen, was sich viele wünschen: Einfach ein schönes Motorrad ohne viele Schnörkel, mit dem man das pure Fahren genießen kann. Sinnbildlich soll das Modell für die Entwicklung von BMW Motorrad stehen und so verbinden verschiedene Stilelemente gleich mehrere Motorradepochen. Natürlich muss jetzt keiner Angst bekommen, dass alte Teile verbaut wurden. Es handelt sich einfach um nachempfundene Elemente wie den Kugelscheinwerfer vorn oder die Sitzbankabdeckung für den Soziussitz. Gepaart werden diese Elemente mit dem neuesten Know-how in Hinblick auf Fahrwerk und Antrieb. Das Herzstück bildet wie schon beim ersten BMW Motorradmodell 1923 ein Boxer-Motor. Das luft- und ölgekühlte Boxer verfügt über 1.170 ccm und leistet satte 110 PS und ein Drehmoment von 119 Nm bei 6.000 U/min. Genügend Leistung, um einfach mal ohne Ziel zu cruisen oder eine schöne Tour zu fahren. Genau dort möchte BMW seinen neuen Roadstar auch positionieren. Da­bei könnte das Fahrwerk auch sportliche Etappen ohne Probleme meistern, denn die Upside-Down-Gabel entlehnten die Ingenieure aus dem hauseigenen Supersportler S 1000 RR. Am Hinterrad werkelt die bekannte Paralever-Schwinge in Kombination mit einem Zentralfederbein. So sollten definitiv beste Handlingeigenschaften gewährleistet werden. Aber im Berliner Werk macht man keine Kompromisse und so zieht man den Stil des klassischen Motorrades natürlich auch bei den Speichenfelgen standesgemäß durch. Einmal in Fahrt möchte man am liebsten also gar nicht mehr stoppen, muss man bei dem 18-Liter-Tank auch nicht oft. Neben der Standardversion mit 785 mm Sitzhöhe und einem fahrfertigem Gesamtgewicht von 222 Kg lässt sich die BMW R nineT besonders gut auch weiter individualisieren. Dabei kann man auf das umfangreiche Zubehörangebot des Herstellers oder der vielen Veredler zurückgreifen. Aber wenigstens in der Farbwahl muss sich der geneigte Käufer nicht auch noch entscheiden, denn BMW bietet seinen Klassik-Boxer ausschließlich in einer Kombination aus klassischem Schwarz – Black Storm metallic – und silbernen und metallischen Kontrasten an. Kaufen kann man den Roadster ab 14.500,-- Euro.

BMW R 1200 RT

BMW R 1200 RT
BMW R 1200 RT
Es darf wieder getourt werden! Kleiner Spaß, aber mit der neuen R 1200 RT aus dem Hause BMW soll das Reisen mit dem Motorrad jetzt noch angenehmer werden. Das beliebte Touringmodell stellt dabei das Bindeglied zwischen Sporttourern und den bekannten Dickschiffen wie der K 1600 GT dar.
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Zwar handelt es sich nicht um ein komplett neues Modell, dennoch gibt es einige Änderungen, die wir natürlich nicht verschweigen wollen. So setzt jetzt auch die RT auf den neuen Boxermotor des Flaggschiffs R 1200 GS. Dieser bringt es dann auf 125 PS und 125 Nm bei dynamischen 6.500 Umdrehungen/ Minute.
Um die Leistung vernünftig und sicher auf die Straße zu bringen, spendiert der Hersteller dem Tourer neben dem ABS noch eine automatische Stabilitätskontrolle – ASC – und zwei verschiedene Fahrmodi, die das Motormapping an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Zur Verfügung stehen dann die Modi „Rain“ und „Road“. BMW wäre aber eben nicht BMW, wenn man im Zubehör mit dem Paket „Fahrmodi Pro“ nicht noch weitere Einstellmöglichkeiten, wie „Dynamic“ und die Funktion „Hill Start“ erwerben könnte. Letztere dürften zumindest die meisten noch nicht kennen. Dahinter versteckt sich ein Assistenzsystem, das das Anhalten und das Starten an einer Steigung erleichtern soll. Erstmals gibt es bei BMW die Möglichkeit, auch den BMW Schaltassistent Pro in die R 1200 RT zu integrieren. Dieser ermöglicht in den normalen Drehzahlen das Herauf- und herabschalten, ohne die Kupplung oder die Drosselklappen zu betätigen und bietet so noch einmal das Plus an Dynamik und Komfort. Ebenfalls gegen Aufpreis kann man das Dynamic-ESA-Fahrwerk erwerben, welches sich dann vollautomatisch an die Gegebenheiten unterwegs anpasst. Eine tolle Sache, die laut Hersteller auch richtig zuverlässig funktionieren soll und die Performance und die Fahrsicherheit noch einmal erhöht. Wer sagt, dass einem gerade die Front und die Scheinwerfer bekannt vorkommen, liegt komplett richtig, denn diese wurden sehr stark an die großen K 1600 GT Modelle angelehnt. Zunächst soll der Tourer in den Farben Quarzblau metallic, Kallistograu metallic und Ebenholz metallic angeboten werden. Ein genauer Preis für die neue BMW wird wohl in den nächsten Wochen noch bekannt gegeben.

BMW S 1000 R

BMW S 1000 R
BMW S 1000 R
Besitzen Motorräder eine Seele? Wenn ja, was geht dann wohl in der neuen BMW S 1000 R vor? 160 PS brachiale Leistung verteilt auf 207 Kg fahrfertiges Leergewicht, das kann sich sehen lassen und lässt sofort seine Nähe zum hauseigenen Supersportler S 1000 RR erkennen. Denn eigentlich handelt es sich bei der S 1000 R lediglich um eine nackte Version des Supersportlers. Man könnte jetzt an die Vernunft appellieren, doch bei solchen Kraftprotzen ergibt das keinen Sinn. Vielmehr muss man sie fahren und dann bekommt man das Grinsen garantiert nicht mehr aus dem Gesicht. Aber so ganz wollte man seitens des Herstellers dann doch nicht nur auf die Verkleidung verzichten. Gerade der Motor musste für den Betrieb auf der Landstraße noch einmal überarbeitet werden. Das Ergebnis: Die maximale Leistung steht jetzt bei 11.000 U/min zur Verfügung und damit knapp 2.000 Umdrehungen niedriger als in der RR. Dazu kommt das maximale Drehmoment von 112 Nm bei 9.250 U/min, das gerade im unteren Bereich noch einmal mehr Druck bietet. Da ein normaler Fahrer diese Leistungen in den meisten Fällen gar nicht optimal auf die Straße bringen kann, stattete BMW die nackte Rakete mit zahlreichen Assistenzsystemen aus. Wie die RT verfügt sie so standardmäßig über die beiden Fahrmodi „Rain“ und „Road“ und die automatische Stabilitätskontrolle – ASC. Die Bremsen werden dazu serienmäßig von einem speziellen Race-ABS unterstützt. Ein paar Euro sollte man für die optionale Traktions­kon­trol­le, die unter anderem über die Modi „Dynamic“ und „Dynamic Pro“ verfügt, investieren. Außerdem beinhaltet das Assistenzsystem ei­nen Schräglagensensor, der stets für allerbeste Sicherheit auf Reise & Tour sorgen soll. Das Fahrwerk wurde dagegen fast 1:1 von der S 1000 RR übernommen. So verrichtet vorn eine einstellbare Upside-Down-Gabel und hinten ein justierbares Zentralfederbein seinen Dienst. Wieder für ein paar Euros mehr bietet BMW dann noch eine dynamische Dämpfungsanpassung – DDC – auf elektronischer Basis an. Fest steht, mit diesem Motorrad wird man auffallen, auch wenn die Meisten sich dabei nur an das Rücklicht erinnern können. Beim Händler steht das Geschoss für 12.800,-- Euro.

Ducati Monster 1200

Ducati Monster 1200
Ducati Monster 1200
Ganze 21 Jahre gibt es die Ducati Monster-Serie jetzt bereits am Markt und da man funktionierende Systeme nicht ändern soll, ähnelt die auf der EICMA vorgestellte Monster 1200 und Monster 1200 S dem letzten Modell doch recht stark. Nur auf den zweiten Blick erkennt man Änderungen. Doch die eigentliche Neuheit versteckt sich im Inneren des Rahmens. So verfügt die 2014er-Version jetzt über den neuen aus der Superbike abgeleiteten 1198 Testastretta 11° Motor. In der Spitze bringt es die neue Monster so auf 135 Ps und 118 Nm Drehmoment bei 7.250 Umdrehungen/ Minute. In der ebenfalls angebotenen S-Version erhöht sich das Ganze dann noch einmal auf 145 Ps und 125 Nm bei ebenfalls 7.250 Umdrehungen/Minute. Als Vorreiter der Ride-by-Wire Technologie dürfen die verschiedenen Fahrmodi „Sport“, „Touring“ und „Urban“, die je nach Auswahl die Motorcharakteristik und die zur Verfügung stehende Leistung anpassen, nicht fehlen. Bei Ducati gibt es diese übrigens serienmäßig ab Werk. Ebenfalls verfügen die Modelle über eine achtstufige Traktionskontrolle.
Diese dient als Filter zwischen der Gashand des Fahrers und dem Hinterreifen, der zur eigenen Sicherheit vor jeglicher Nervosität geschützt werden soll. Wer noch mehr einstellen möchte, kann dies gern an beiden Fahrwerkselementen und am dreistufigen Bosch ABS machen. Insgesamt stehen so bei den Assistenzsystemen insgesamt 72 (!) verschiedene Kombinationen zur Verfügung, die das Motorrad optimal auf den jeweiligen Fahrer anpassen. Während die normale Variante der Monster weiterhin auf einem Fahrwerk aus dem Hause Kayaba und Sachs daher kommt, erhält der Monster1200 S Käufer voll einstellbare Federelemente der Firma Öhlins sowie weitere exklusive Anbauteile. Besonders hervorheben sollte man das neue Intervall zwischen den einzelnen großen Service Inspektionen. Diese finden ab sofort nur noch aller 30.000 km statt, was den Geldbeutel noch einmal ordentlich schonen dürfte. Weniger schonend fällt dagegen der Verkaufspreis von 13.490,-- Euro für die Normalversion und 15.990,-- Euro für die exklusive S-Version aus – individuelles Zubehör noch nicht inbegriffen.

Honda CB650F

Honda CB650F
Honda CB650F
Man muss die Mittelklasse stärken, das gilt nicht für die aktuelle Politik, auch im Motorradsegment besinnt man sich im­mer mehr auf diese These. Honda startet dafür gleich eine Modelloffensive und präsentiert nun sechs neue Modelle.
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Den Anfang macht das neue Naked Bike CB650F. Laut Hersteller braucht es lediglich geteerte Straßen für den ganz großen Motorradspaß.
Befeuert wird die CB650F von einem flüssigkeitsgekühlten Vierzylinder-Reihenmotor mit 649 ccm. Dieser bringt es immerhin auf stolze 87 PS, die sich aber ab Werk für Führerscheinneulinge drosseln lassen.
Das Drehmoment von 63 Nm bei 8.000 U/min soll sich nahezu linear entfalten und schon aus dem Drehzahlkeller ordentlich Vortrieb bringen. Für hohe Sicherheit sorgt auch hier ein ABS ab Werk. Aber das Modell kann noch mehr bieten. So bringt es vollgetankt gerade einmal 208 Kilogramm auf die Waage und dank dynamischen Fahrwerk lässt es sich in jeder Lebenslage einfach und leicht um die Kurve bewegen. Dazu kommt ein recht sparsamer Verbrauch, der neben Reichweiten von bis zu 350 km bei 17,3 Litern Tankvolumen auch die laufenden Kosten niedrig halten dürfte. Das Design soll sich an den stärkeren Streetfightern orientieren und sich markant und muskulös präsentieren. Da­zu passen auch die recht großen Auspuffkrümmer und die Endschalldämpfer, die nur wenig aus dem Chassis herausragen. Aber der japanische Hersteller macht es geneigten Käufern bei der Entscheidung recht einfach. Zwar steht noch kein genauer Verkaufspreis fest, aber man muss sich zumindest bei der Farbwahl keine Gedanken machen, denn die CB650F wird ausschließlich in der HRC Tricolore Lackierung verkauft. Fest steht allerdings bereits jetzt, dass auch dieses Modell gerade jüngere Zweiradfans und auch Frau­en ansprechen dürfte.

Honda CBR650F

Honda CBR650F
Honda CBR650F
Munter geht es weiter im Reigen der Mittelklasse. Die CBR650F versteht der japanische Hersteller als einen Sportler, der sich aber gerade auch im Alltag beweisen soll. Die Honda verfügt dabei über alles, was auch die großen Supersportler bieten. Als Herzstück fungiert wie bei der CB650F der flüssigkeitsgekühlte Vierzylinder mit 649 ccm, 87 Ps und einem maximalen Drehmoment von 63 Nm bei 8.000 Umdrehungen/ Minute. Honda verspricht dabei neben der linearen Leistungsentfaltung in den unteren Drehzahlen, die die Alltagstauglichkeit gewährleisten, auch ordentlich Schub, wenn man in höheren Bereichen und am Drehzahlbegrenzer fährt. Dabei soll der kleine Flitzer wie schon sein Schwestermodell Reichweiten von bis zu 350 Kilometern mit einer Tankfüllung von 17,3 Litern erreichen. Soll es natürlich etwas flotter nach vorn gehen, dürften diese Zahlen jedoch Theorie bleiben. Sitzt man einmal auf der Maschine, schützt die recht schmal geschnittene Vollverkleidung effizient vor den Einflüssen des Wetters. Gleichzeitig wurde sie aber auch im Windkanal optimiert, um den Luftstrom optimal zu leiten. Das Fahrwerk besteht auch hier aus einem Monoshock-Federbein hinten und einer 41-mm-Teleskopgabel. Beim Bremsen unterstützt eine ABS-Anlage. So steht der flotten Kurventour nichts mehr im Wege. Im Stadtverkehr dürfte sich aber auch gerade das geringe vollgetankte Gewicht von 211 Kilogramm positiv auffallen. Wie viel man als Kaufpreis einplanen muss, soll in naher Zukunft bekannt gegeben werden. Auch die CBR wird nur im HRC Tricolore Kleid angeboten.

Honda CTX700

Honda CTX700
Honda CTX700
In zwei Varianten bietet Honda seinen neuen Sport-Tourer an, der einmal als kantiges Naked Bike und mit einer Halbverkleidung daher kommt. Gerade die verkleidete Variante erinnert an eine höher gelegte Gold Wing F6B. Daher verwundert es nicht, wenn das Entspannen auf diesem Modell im Vordergrund steht. Gewährleistet werden soll das unter anderem durch das serienmäßige Doppelkupplungsgetriebe, das die Schaltvorgänge voll automatisiert. Das dürfte sich gerade auch bei der Fahrt in der Stadt als hilfreich erweisen, wenn man wieder einmal von einer roten Ampel zur nächsten rollt.
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Serviceintervalle – wie oft darf das Mopped in die Werkstatt?
Leistungsmäßig richten sich die beiden Modelle CTX700 und CTX700N gerade an Führerscheinneulinge, denn der flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder mit 670 ccm bringt es genau auf die möglichen 48 PS. Das maximale Drehmoment von 60 Nm liegt dabei schon bei alltagstauglichen 4.750 Umdrehungen an. Wie auch bei den CB und CBR Modellen soll der Verbrauch bei einer vernünftigen Fahrweise 3,6 Liter auf 100 Kilometer nicht überschreiten. Ob sich das in der Praxis bewahrheitet, werden wir in der nächsten Saison feststellen, denn dann wird man diese Modelle auf den deutschen Straßen sehen. Auch das Fahrwerk soll sich wieder als überaus wendig beweisen. Die ab ‘16 für alle Motorräder vorgeschriebene ABS-Anlage gehört aber auch jetzt schon zum guten Ton und wird serienmäßig mit ausgeliefert. Auf die Waage bringt das vollgetankte Naked Bike 227 Kilogramm, mit Verkleidung wird es bei der CTX700 noch etwas schwerer. Dafür bietet das optionale Zubehör des japanischen Herstellers einiges an Individualisierungsmöglichkeiten. Der Preis steht wie bei den anderen Modellen des japanischen Herstellers bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Farblich kann man beim Händler klassisch zwischen einer schwarzen – Man Gunpowder Black Metallic – und einer weißen – Pearl Fadeless White – Lackierung auswählen.

Honda CTX1300

Honda CTX1300
Honda CTX1300
Oft bauen die Hersteller ein Motorrad gleich für verschiedene Klassen. So auch geschehen bei Honda mit dem CTX Modell. Neben der CTX700 präsentiert man gleich noch eine große Custom-Tourer-Variante, die alles bietet, was das Motorradfahrerherz zum Reisen benötigt. Natürlich werden jetzt wieder einige über das eigenständige Design lästern, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten und so fällt unser Urteil auch positiv aus, denn Honda baut endlich wieder ein Motorrad, das man erkennt.
Befeuert wird das Modell im Übrigen von einem flüssigkeitsgekühlten 90°-V4-Motor mit 1.261 ccm. Am Hinterrad liegen so maximal 84 PS oder ein maximales Drehmoment von 106 Nm bei alltagstauglichen 4.500 Umdrehungen/ Minute an. Wie der bayerische Motorradhersteller BMW setzt auch Honda bei der CTX1300 auf einen wartungsfreien Kardanantrieb. Unterwegs steht dem Fahrer dann serienmäßig, eine Traktionskontrolle und eine ABS-Anlage zur Verfügung. Sollte es dann aber doch einmal langweilig werden, gerade wenn längere Autobahnetappen vor einem liegen, schaltet man einfach die eingebaute Musikanlage ein. Mit wenigen Handgriffen verbindet man dann ein Smartphone oder ei­nen MP3-Player mit der Anlage. Bedient wird das Ganze über eine Steuerung am Tank des Modells. Wer einen entsprechenden Helm besitzt, kann die Musik dann auch per Bluetooth über­tragen. Ein großes Motorrad benötigt auch mehr Treibstoff, so die Faustregel, allerdings hält sich das bei der Honda in Grenzen. So werden Touren von bis zu 330 Kilometer mit 19,5 Litern, entspricht einer Tankfüllung, möglich. Aber wer Reisen will, muss auch Gepäck mitnehmen und das verstaut man am besten in den beiden Packtaschen, die es ab Werk immer dazu gibt. Dank der gleichen Lackierung integrieren sie sich optimal in die Verkleidung der Honda. Ferner eignet sich das Modell auch für die Fahrt an kälteren Tagen, denn die Verkleidung schützt den Fahrer und Sozia vor den Einflüssen des Wetters. Dazu runden serienmäßige Heizgriffe das ganze Paket noch einmal ab. 735 mm Sitzhöhe und ein breiter und bequemer Sattel sorgen dafür, dass man auch auf langen Touren bequem sitzen kann. Nur das Gewicht erscheint mit satten 338 Kg recht hoch, liegt aber im Mittelmaß unter vergleichbaren Tourern. Angeboten wird der Reisedampfer ausschließlich in Candy Prominence Red.

Honda NC750

Honda NC750
Honda NC750
Und noch einmal erweitert Honda sein Motorradangebot im mittleren Hubraumbereich. Mit der NC750S und der NC750X stellt der Hersteller zwei neue „Alte“ vor. Wer sich mit dem Modellangebot auskennt, der weiß, dass es diese beiden Fahrzeuge bereits als NC700S sowie NC700X gibt. Wie es der Name erahnen lässt, verbaut Honda in den neuen Varianten einen größeren Motor, und zwar einen flüssigkeitsgekühlten Zweizylinder mit 745 ccm. Dieser bringt es dann auf einsteigerfreundliche 55 PS, die sich aber ohne Probleme auch auf 48 PS drosseln lassen, und 68 Nm bei 4.750 Umdrehungen/Minute. Gegen 1.000,-- Euro Aufpreis lassen sich die beiden Modelle auch mit dem hondaeigenen Doppelkupplungsgetriebe ausstatten, das dann wahlweise die Schaltung komplett automatisiert. Während sich die NC750S ausschließlich für geteerte Straßen eignet, darf es mit der NC750X gern auch einmal schmutzig und staubig werden. Auch hier schafft es der japanische Hersteller mit einem Verbrauch von 3,5 Litern auf 100 Kilometern zu glänzen. Eine Überraschung dürfte es dann aber trotzdem an der Tankstelle geben, denn wer das Modell nicht kennt, versucht automatisch den Sprit da einzufüllen, wo sich bei anderen Motorrädern der Tank befindet. Bei diesen Modellen befindet sich an dieser Stelle allerdings nur ein Staufach.
Der eigentliche Tank mit einem Volumen von 14,1 Litern versteckt sich für einen besseren Schwerpunkt unter der Sitzbank. Wie bei allen Modellen befindet sich selbstverständlich eine ABS-Anlage mit an Bord. Soll es dann einmal auf Reisen gehen, sollte man aber noch einen Blick in den Zubehör-Katalog werfen.
Dort finden sich neben einem entsprechenden Koffersatz auch noch verschiedene Windabweiser, die Fahrer und Sozia noch besser vor den Einflüssen des Wetters schützen. Ob die beiden Modelle die NC700-Varianten vom Markt verdrängen oder das Portfolio ergänzen, ist noch nicht bekannt.

Honda VFR800F

Honda VFR800F
Honda VFR800F
Zum Abschluss der Neuvorstellungen seitens des japanischen Herstellers Hon­da wird es noch einmal sportlich. Mit der neuen VFR800F möchte man das hart umkämpfte Segment der Sporttourer neu besetzen. Arbeiten muss bei dieser Maschine nur einer, und zwar ein flüssigkeitsgekühlter 90°-V4-Motor mit 782 ccm, 106 PS, 75 Nm bei 8.500 U/min.
Honda selbst bezeichnet die neue VFR als Ausdauersportler, auf dem man auch lange Touren sportlich angehen kann, ohne vollkommen verkrampft abzusteigen. Das werden wir natürlich testen, sobald es das Wetter in Deutschland wieder zulässt. Neben dem Motor bringt auch die Waage einen großen Unterschied zum Vorgängermodell zum Vorschein.
Der neue Flitzer wiegt gleich zehn Kilogramm weniger als die alte VFR. Um aber alle Versprechen Hondas zu spüren, muss allerdings das Fahrwerk, bestehend aus einer Einarmschwinge mit Zentralfederbein und einer 43-mm-Teleskopgabel, auf den jeweiligen Fahrer individualisiert werden. Dafür kann man die Federvorspannung und die Zugstufendämpfung stufenlos verstellen. Ebenso verfügt die VFR800F über ein ABS, eine Traktionskontrolle, die unkontrolliertes Beschleunigen verhindert und selbstrückstellende Blinker. Letzteres Assistenzsystem verhindert, dass man noch kilometerlang blinkt, weil man das Ausschalten nach der Kreuzung vergisst. Für den nötigen Sitzkomfort lässt sich der Sattel um bis zu 20 mm von 789 mm verstellen. An kalten Tagen stehen dann neben der Verkleidung und dem Windschild, als Schutz vor Wind und Wetter, auch in fünf Stufen regelbare Heizgriffe zur Verfügung. Ein LED-Scheinwerfer gehört ebenfalls serienmäßig zum Lieferumfang der VFR. Geld muss man aber für den Schaltassistenten ausgeben – dieser ermöglicht das Hochschalten, ohne die Kupplung zu betätigen. Der schlussendliche Verkaufspreis steht auch bei diesem Modell noch nicht fest und wird von uns nachgeliefert.

Kawasaki J300

Kawasaki J300
Kawasaki J300
Neben BMW bringt auch Kawasaki mit dem J300 und der J300 Special Edition einen weiteren Großroller auf den Markt. Für den giftgrünen Hersteller wird es der erste Großroller überhaupt, der es bis nach Europa schafft. Laut Hersteller möchte man damit in eine neue Welt aufbrechen und dem Rollerfahrer ein völlig neues Fahrgefühl vermitteln. Gerade durch sein sportliches und kantiges Design soll er aus der Masse herausstechen und sich am Markt durchsetzen. Für ordentlich Vortrieb werkelt unter der Verkleidung ein flüssigkeitsgekühlter Ein-Zylinder-Motor mit 299 ccm. Dieser bringt es in der Spitze auf immerhin satte 28 PS und ein Drehmoment von 28,7 Nm bei 6.250 Umdrehungen/ Minute. Dank Schaltautomatik kann man sich während der Fahrt ganz entspannt zurücklehnen. Das System schaltet automatisch hoch und auch wieder zurück und das bei der optimalen Drehzahl. So kann man eben ganz einfach die optimale Leistung nutzen. Hauptsächlich eignet sich solch ein Roller für die alltäglichen Fahrten in der Stadt und im Umkreis. Aber auch gelegentliche Touren stellen überhaupt kein Problem für den kleinen Flitzer dar. Mit 13 Litern Tankvolumen muss man allerdings des Öfteren einen kurzen Boxenstopp zum Sprit fassen einlegen.
Extra entwickelte Trittbretter garantieren stets einen sicheren Stand und bieten die größtmögliche Schräglagenfreiheit. Gerade letzteres benötigt man, denn das Fahrwerk wird von Haus aus recht sportlich eingestellt. Es besteht aus einer Teleskopgabel mit 37 mm Durchmesser und zwei Federbeinen hinten, deren Federbasis sich allerdings in fünf Stufen an den Fahrer und die individuellen Bedürfnisse anpassen lässt. Möchte man mit dem J300 einmal einkaufen gehen oder für eine Tour etwas verstauen, befindet sich gleich unter der Sitzbank ein Staufach, das selbst für einen Integralhelm genügend Platz bietet. Auch muss man sich keine Gedanken um den Sitzkomfort machen. Kawasaki polstert den Sattel bewusst dick und gibt ihm eine ergonomische Form, die eine entspannte Körperhaltung während der Fahrt gewährleisten soll. Oft stellt sich auch die Frage nach der Felgengröße, die liegt bei Kawasaki vorn bei 14 Zoll und hinten bei 13 Zoll. Damit stellt der J300 das Bindeglied zwischen den kleinen Rollern und den Großrollern der Konkurrenz dar, die mitunter schon auf 16 Zoll setzen. Für die Sicherheit sorgt natürlich auch hier wieder eine integrierte ABS-Anlage. Dazu verfügt der Kawasaki J300 Roller über eine spezielle Diebstahlsicherung, die sich einfach über das Zündschloss aktivieren lässt. Diese kann dann mit der Schlüsselrückseite ganz einfach wieder deaktiviert werden. Aber der Roller kann noch mehr bieten. So verfügt er im Cockpit über ein kleines Handschuhfach mit 12 Volt Anschluss. Somit kann man auch während der Fahrt ein Handy zum Laden anschließen. Aber auch die Montage eines Navis wird damit deutlich vereinfacht, da man es einfach mit dem Zigarettenanzünder anschließen und nach Gebrauch wieder entfernen kann, ohne dass man erst die gesamte Verkleidung aufgrund verlegter Kabel abmontieren muss. In der Special Edition verfügt der J300, dessen Verkaufspreis ebenfalls noch nicht feststeht, noch einmal über eine Sonderlackierung.

Kawasaki Z1000

Kawasaki Z1000
Kawasaki Z1000
Schon auf den ersten Blick erkennt man, was einen erwartet, wenn man auf die neue Z1000 aus dem Hause Kawasaki steigt. Ausgerüstet nur mit dem Nötigsten, strahlt die Rakete pure Aggressivität aus. Die spiegelt sich auch in den Leistungsdaten des flüssigkeitsgekühlten 1.043 ccm Reihenvierzylinders mit 142 PS und 111 Nm bei 7.300 U/min wider. Fahrfertig bringt es die neue Z1000 dann auf gerade einmal 221 Kg, was ebenfalls auf Fahrspaß pur schließen lässt. Das Fahrwerk von Showa mit der 41 mm Upside-Down-Gabel vorn und dem Back-Link-Gasdruck-Federbein hinten kann man manuell in der Zugstufe und der Federbasis voll einstellen. Somit soll sich der Flitzer nicht nur auf der Rennstrecke oder schnellen Streckenabschnitten wohlfühlen, sondern auch im Alltag Punkte sammeln. Neben der ABS-Anlage besitzt die Kawasaki ein System für wirtschaftliche Fahrweise. Eine LED im Display weist dann stets darauf hin, wenn man besonders sparsam fährt. Beim Licht setzt auch Kawasaki mittlerweile komplett auf die LED-Technologie. So kommt die neue Z1000 serienmäßig mit einem LED-Scheinwerfer vorn ab Werk zum Käufer. Dieser muss aber nicht allzu oft den Weg zur Tankstelle leuchten, denn mit 17 Liter Tankvolumen reicht der Sprit für eine normale Tagestour. Den Preis für die Z1000 müssen wir hier allerdings auch später nachliefern.

Kawasaki Z1000SX

Kawasaki Z1000SX
Kawasaki Z1000SX
Wer es dagegen etwas kultivierter angehen möchte und wem das Design der neuen Z1000 nicht zusagt, der muss nicht gleich die Marke wechseln, denn mit der Z1000SX bietet Kawasaki auch seinen Sport-Tourer in einer neuen Version an. Im Herzen vereint die beiden Modelle aber dann doch den Reihenvierzylinder mit 1.043 ccm. Dieser bringt es auch in diesem Modell auf 142 PS und 111 Nm Drehmoment bei 7.300 Umdrehungen/Minute. Gerade im mittleren Drehzahlbereich soll der durchzugstarke Motor noch einmal ordentlich Kraft freisetzen. Ein Cool-Air-System leitet über zwei Kanäle kühle Luft direkt in die Airbox, um Leistungseinbußen durch, zu warme Ansaugluft zu vermeiden. Aber egal, ob sportlich oder komfortabel, das Fahrwerk lässt sich individuell anpassen.
Die Verkleidung vermittelt nicht nur einen dynamischen Eindruck, sondern schützt auch effektiv vor Wind und Wetter. Darüber hinaus lässt sich das Windschild gleich in drei verschiedenen Positionen zwischen sportlich und dem größtmöglichen Windschutz variieren. Wie alle großen Sportler verfügt natürlich auch die Z1000SX über zwei verschiedene Fahrmodi, eine dreistufige Traktionskontrolle und eine ABS-Anlage. Für eine vernünftige Fahrweise zeigt die Kawasaki ein kleines Symbol im Cockpit, wenn man besonders sparsam unterwegs ist. Im optionalen Zubehör lässt sich der Sport-Tourer dann noch mit einem entsprechenden Koffersystem in passender Fahrzeuglackierung ausrüsten. Farblich gibt es die Kawasaki in Candy Lime Green, Metallic Spark Black und Metallic Graphit Gray zu einem bis dato noch unbekannten Preis.

KTM 1290 Super Duke R

KTM 1290 Super Duke R
KTM 1290 Super Duke R
Auch im Hause KTM mag man es gern richtig scharf. Ebenso war die Präsentation des feurigen Naked Bikes, der 1290 Super Duke R, längst überfällig, da sie bereits im letzten Jahr auf der Kölner Intermot angekündigt wurde. Jetzt steht sie da und verkörpert ein massiges Auftreten, gepaart mit einem aggressiven Antrieb. Der flüssigkeitsgekühlte 75°-V-Twinmotor mit 1.301 ccm befeuert das Geschoss mit bis zu 180 PS. Bedenkt man das Leergewicht von 189 Kg, kommt auf fast jedes Kilo eine Pferdestärke. Beschleunigt wird mit einem maximalen Drehmoment von 144 Nm. Man darf dieses Modell also wirklich als orange Rakete bezeichnen. Wer die KTM fährt, muss sich bewusst sein, welche Kraft freigesetzt wird, auch wenn man nur wenig am Gashahn zieht. Da bedarf es schon einer ruhigen Hand oder man beschleunigt von 0 auf 200 km/h in 7,2 Sekunden. Wie alle neuen Modelle setzt auch KTM auf eine Ride-by-Wire Ansteuerung, die es ermöglicht eine Traktionskontrolle und verschiedene Fahrmodi optimal zu integrieren. So stehen dem Fahrer während der Fahrt die Fahrmodi: „Street“ und „Sport“ mit der vollen Leistung und „Rain“ mit einer begrenzten Leistung von 100 PS zur Verfügung. Umgeschaltet wird per Knopfdruck am Lenker. Angezeigt wird der ausgewählte Modus dann im übersichtlichen und gut ablesbaren Bildschirm im Cockpit. Des Weiteren kann der Fahrer auf ein Bosch Zweikanal-ABS vertrauen, das gerade bei Schreckbremsungen ein Blockieren der Räder verhindert. Natürlich kann man die Assistenzsysteme auch abschalten, dann sollte man aber definitiv eine ruhige Hand am Gas und der Bremse besitzen. Bei so viel Leistung bedarf es aber auch einem richtig guten Fahrwerk, und das stammt bei KTM traditionsgemäß aus dem Hause WP. Vorn verrichtet eine verwindungssteife Upside-Down-Gabel mit 48 mm ihren Dienst. Am Hinterrad setzt man auf eine Leichtmetall-Einarmschwin­ge in Kombination mit einem Gasdruck-Zentralfederbein samt externem Ausgleichsbehälter. Per Hand lässt sich dann noch die Zug- und Druckstufe je nach Belieben variieren. Damit auch das Schalten in der Kurve perfekt funktioniert, verfügt die KTM 1290 Super Duke R noch über eine Anti-Hopping-Kupplung, die das sogenannte Hinterradstempeln beim kräftigen Anbremsen verhindert. Wer mit dem orangen Flitzer dann auch einmal auf eine längere Tour gehen möchte, sollte noch einmal im optionalen Zubehör des Herstellers nachschauen, denn da finden sich unter anderem ein passendes Koffersystem sowie viele weitere nützliche Dinge. Laut Hersteller soll sich die Ergonomie der Sitzposition bei 835 mm Sitzhöhe im Übrigen für alle Personen eignen, ganz egal, ob groß oder klein, dick oder dünn. Ob dies stimmt, werden wir in einem Fahrtest natürlich überprüfen. Erwähnen sollte man aber auf jeden Fall noch die Inspektionsntervalle, denn die Super Duke R muss nur alle 15.000 Kilometer zurück in die Werkstatt. Das kann sich auf jeden Fall sehen lassen und schont auch den Geldbeutel. Farblich gibt es das Modell in Schwarz und dem typischen KTM orange. Der Verkaufspreis steht leider auch hier noch nicht fest.

MV Agusta Turismo Veloce

MV Agusta Turismo Veloce
MV Agusta Turismo Veloce

Eine große Überraschung gab es bei der Eicma Pressekonferenz von MV Agusta. Zum ersten Mal in der Geschichte des Herstellers wagt man sich an das hart umkämpfte Touring-Segment heran und bringt mit der Turismo Veloce ein erstes eigenes Modell. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen! Angetrieben wird das Gefährt von einem flüssigkeitsgekühltem DOHC-Dreizylinder mit 798 ccm. Eine gute Entscheidung, denn damit setzt man auch bei den Italienern eher auf die Mittelklasse, die bei den Sport-Tourern zurzeit nicht viel Neues bieten kann. In Zahlen bringt es der bullige Motor auf satte 125 PS und 84 Nm bei sportlichen 8.600 Umdrehungen/Minute. Da zeigen sich auch die Gene der Turismo Veloce, denn der sportliche Charakter zieht sich durch alle Bereiche. Angefangen beim Design, das sich als äußerst schlank und mit einer dynamischen Linienführung präsentiert, hin zu einem Trockengewicht, das mit 194 Kg noch unter der magischen Grenze von 200 Kg bleibt.
Auf die Straße bringt man die Leistung in Unterstützung mit einer Traktionskontrolle, die das Durchdrehen der Räder verhindern soll. Weiterhin verfügt auch die MV Agusta über drei voreingestellte Motormappings, die sich leicht per Knopfdruck variieren lassen. Wer darauf verzichten möchte, kann die einzelnen Elemente auch per Hand einstellen und das Motorrad so optimal ganz auf sich selbst anpassen. Ein Schaltassistent ermöglicht dann noch das Schalten, ohne die Kupplung zu betätigen. Diese Technologie, die sich gewöhnlich in Sportlern wiederfindet, zeigt erneut, wo sich dieses wunderschöne Motorrad – das mit ABS ausgeliefert wird – positionieren möchte.
Am Ende bringt man es so laut Hersteller auf mehr als 240 km/h. Mit diesen verschiedenen Eigenschaften vermischt der Hersteller die Grenzen zwischen Sportler und Sport-Tourer und schafft genau genommen eine neue Klasse. Übrigens wird die Turismo Veloce in zwei verschiedenen Varianten angeboten. Die Lusso-Variante kommt mit einem Koffersystem und integriertem Navi ab Werk. In der Normalvariante kann dies nur optional bestellt werden. Überdies verfügt das Touringmodell Lusso über eine Schnittstelle, die automatisch den Fahrer, Beifahrer und das Motorrad, beziehungsweise das Navi, über die Kommunikationsanlage verbindet. Erwerben kann man die beiden Modelle in Silber und in einer rot-silbernen Farbkombination. Wann genau die MV Agusta bei den Händlern steht, ist noch genauso ungewiss wie der endgültige Verkaufspreis. Aber das Warten lohnt sich bestimmt!

Suzuki V-Strom 1000 ABS

Suzuki V-Strom 1000 ABS
Suzuki V-Strom 1000 ABS
In der letzten Ausgabe berichteten wir bereits über die funkelnagelneue Suzuki V-Strom 1000 ABS. Dennoch soll sie hier noch einmal Erwähnung finden, da es sich ebenfalls um ein komplett neues Modell für die nächste Motorradsaison handelt. Akira Kyuji – General Manager der europäischen Marketingabteilung – sagt zur Entwicklung der V-Strom: „Wir haben uns vor der Entwicklung des Motorrades intensiv mit den Bedürfnissen und Vorstellungen unserer Kunden auseinandergesetzt. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass der Wunsch nach purer Spitzenleistung nicht im Fokus steht.
Die Mehrzahl der Fahrer und Fahrerinnen erachten ein gutes Handling, geringes Gewicht und viel Kraft im unteren und mittleren Drehzahlbereich als wesentlich wichtiger.“ Auf Basis dieser Erkenntnis baute man einen ersten Prototyp, der bereits 2012 auf der Intermot der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Motor, ein DOHC-90°-V-Twin mit 1.037 ccm liefert so 100 PS, dafür aber 103 Nm bereits bei 4.000 U/min. Der zweite Schwerpunkt der Entwicklung stellt die Gewichtsreduktion dar. Dazu wurde unter anderem der neue Aluminium-Rahmen nicht nur 33 Prozent steifer, sondern auch 13 Prozent leichter konstruiert. Durch eine effizientere Wasserkühlung konnte auf einen Ölkühler verzichtet werden. Zahlreiche weitere Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung drücken das Gesamtgewicht auf nur noch 228 Kilogramm. Ein Wert, der sich so nicht noch einmal in diesem Segment findet. Mit radial montierten Vier-Kolben-Bremszangen, ABS und einer zweistufigen Traktionskontrolle geht die V-Strom technisch bestens ausgestattet an den Start. Hinsichtlich des Benzinverbrauchs markiert das Touringmotorrad, denn Abstecher in den Staub kann man zwar machen, die Suzuki fühlt sich auf befestigten Straßen allerdings deutlich wohler, ebenfalls hervorragende Werte. Im Vergleich zur Vorgängerin konnte der Kraftstoffverbrauch um 16 Prozent gesenkt werden, was nicht nur den Geldbeutel schont, sondern bei einem Tankvolumen von 20 Litern Reichweiten von bis zu 400 km ermöglicht. Wer sich also in diesem Segment für ein neues Motorrad interessiert, sollte unbedingt eine Probefahrt des ab 11.990,-- Euro teuren Modells vereinbaren.

Triumph Thunderbird

Triumph Thunderbird
Triumph Thunderbird
Aber auch die Cruiser und gemütlichen Fahrer kommen 2014 auf ihre Kosten.
Dafür sorgt der britische Traditionshersteller Triumph mit gleich zwei neuen Modellen. Mit der Thunderbird LT und der Thunderbird Commander darf ab dem kommenden Frühling wieder die Erde zum Beben gebracht werden. Beide Modelle verfügen mit 1.699 ccm über den weltweit größten Parallel-Zweizylinder-Motor. Standesgemäß wird dieser im Bereich der Chopper und Cruiser nicht auf Höchstleistung, sondern viel mehr auf Drehmoment ausgelegt. So bringt man es auf 94 PS, dafür aber auf brachiale 151 Nm bei 3.550 Umdrehungen/Minute. Garantiert zaubern diese Werte jedem ein Lächeln im Gesicht. An das Hinterrad wird die pure Kraft übrigens mittels Zahnriemen übertragen. Der eigentliche Unterschied beider Modelle liegt dann an in ihrer Position im Markt. Kommt die LT dann klas­­s­isch mit sehr großem Windschutz sowie Packtaschen und bequemer Rückenlehne für die Sozia zum Kunden, be­sticht die Commander durch massiges Auftreten, einer dominanten Sitzposition, richtig viel Chrom und großem Customizing-Potenzial. Man mag es kaum glauben, aber Triumph verspricht für beide Modelle trotz des hohen Gewichtes - 348 Kg bei der Thunderbird Commander und 380 Kg bei der Thunderbird LT – ein äußerst agiles Handling auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Gewährleistet werden soll das durch ein Fahrwerk aus dem Hause Showa, das am Vorderrad aus einer 47 mm Teleskopgabel und am Hinterrad aus Showa-Stereo-Federbeinen in Chrom besteht. Letzteres lässt sich dazu in fünf Stufen in der Federbasis variieren. Ob der Hersteller auch hier hält, was er verspricht, werden wir wie bei den anderen Modellen in ei­nem ausführlichen Fahrtest in der nächsten Motorradsaison nachprüfen und da-rüber berichten. Wer sich aber für ein solches Motorrad entscheidet, fährt es nur in den wenigsten Fällen im Originalzustand. Diesen Trend erkennt natürlich auch der Hersteller und bietet bereits zum Verkaufsstart viele Anbauteile zur Individualisierung. Nicht zum optionalen Zubehör zählt mittlerweile eine ABS-Anlage, diese gibt es auch bei Triumph ab sofort ab Werk dazu.

Yamaha MT-07

Yamaha MT-07
Yamaha MT-07
Die dunkle Seite der Macht, so möchte Yamaha das neue Naked Bike MT-07 im mittleren Hubraumsegment vermarkten. Es soll primär durch eine große Menge Fahrspaß zum erschwinglichen Preis auffallen. Ob das klappt, wird sich zeigen, aber auch hier kann man den derzeitigen Trend im Motorradsegment erkennen.
Befeuert wird das Modell von einem flüssigkeitsgekühlten Zweizylindermotor mit 689 ccm. Auf dem Prüfstand ergibt sich so eine maximale Leistung von 74,8 PS und ein Drehmoment von 68 Nm bei mittleren 6.500 Umdrehungen/Minute. Für neue Motorradfahrer bietet der Hersteller auch einen Drosselsatz auf 48 PS an.
Mit einer Sitzhöhe von 805 mm und einem fahrfertigem Gewicht von 179 Kg sollte das Modell auch Frauen ansprechen. Allerdings sollte man auf jeden Fall die optionale ABS-Anlage gleich mitbestellen, denn die gehört leider ab Werk noch nicht zum Lieferumfang. Diese bringt noch einmal ein Plus von 3 Kilogramm auf das Gesamtgewicht. Nur längere Touren werden aufgrund des geringen Tankinhaltes von vierzehn Litern öfter unterbrochen werden müssen. Da hilft auch leider der angekündigte sparsame Verbrauch nicht. Beim Design ließen sich die Entwickler von der Klasse der Streetfighter inspirieren, deren Masse sich stets nach vorn richtet. Diese Elemente erkennt man auch in der Yamaha MT-07 wieder. Die Masse konzentriert sich rund um den Motor, während sich gerade das Heck leicht und luftig präsentiert. Natürlich lässt sich auch dieses Modell noch weiter individualisieren, entsprechende Anbauteile bieten neben dem japanischen Hersteller auch eine Vielzahl an Veredlern. Farblich wird die MT-07 in Racing Red, Race Blue, Competition White, Matt Grey und Deep Armor angeboten. Nur der genaue Verkaufspreis für den dunklen Flitzer steht auch bei Yamaha noch nicht endgültig fest.

Yamaha MT-09 Street Rally

Yamaha MT-09 Street Rally
Yamaha MT-09 Street Rally
Den dunklen Flitzer gibt es auch noch eine Nummer größer, und zwar als MT-09 und genau für dieses Modell stellte Yamaha jetzt eine komplett neue Version vor. Diese hört auf den Namen Street Rally und bietet im Gegensatz zur Normalvariante exklusive neue Verkleidungsanbauteile und ein überarbeitetes Fahrwerk. Befeuert wird das Modell von einem flüssigkeitsgekühltem DOHC Dreizylinder mit 847 ccm. Dieser leistet in der Spitze starke 115 PS und 87,5 Nm maximales Drehmoment bei sportlichen 8.500 Umdrehungen/Minute. Aber die MT-09 Street Rally möchte auch sportlich gefahren werden, das sagt nicht nur der Name. Auch die seitlich angebrachten Startnummernschilder und die Federgabelabdeckng verleihen dem Motorrad einen richtig sportlichen Eindruck. In Sachen Fahrwerk vertraut man jetzt auf eine Teleskopgabel mit 137 mm Federweg vorn und einer Zweiarmschwinge in Kombination mit einem Zentralfederbein und 130 mm Federweg hinten. Auch hier zentralisiert der Hersteller die Massen nach vorn, wobei die Normalvariante der MT-09 wie die MT-07 eher als Streetfighter durchgeht, könnte man die Street-Rally Variante eher in Richtung Supermoto einordnen. Zwei Abstriche muss man aber auch bei diesem Modell machen, denn während die meisten anderen Motorradhersteller eine ABS-Anlage mittlerweile als Standard ansehen, muss diese bei Yamaha und explizit bei diesem Modell noch als optionales Zubehör bestellt werden. Zum anderen besitzt auch die MT-09 Street Rally mit 14 Litern nur einen recht kleinen Tankinhalt. Spätestens in zwei Jahren dürfte aber auch das Problem behoben werden, denn ab 2016 dürfen nur noch Motorräder mit ABS auf dem europäischen Markt angeboten werden. Wenn man sich dann schon einmal in Kauflaune befindet, sollte man gleich im optionalen Zubehör schauen, dort findet sich noch das ein oder andere nützliche Anbauteil. Wieder einmal steht der Verkaufspreis noch nicht fest.

Yamaha SR400

Yamaha SR400
Yamaha SR400
Vor 35 Jahren präsentierte Yamaha das erste SR-Modell der Weltöffentlichkeit, das sich in kurzer Zeit einer großen Beliebtheit erfreute. 2013 gibt es jetzt einen würdigen Nachfolger, der sich vorwiegend an Liebhaber von Retro-Motorrädern richtet. Doch mit dieser Idee steht man nicht allein da, in den vergangenen Jahren entwickelte sich ein Trend um die Retro-Modelle. Fast jeder Hersteller bietet mittlerweile ein solches Motorrad an.
Der Einzylindermotor mit 399 ccm, traditionsgemäß natürlich mit Luftkühlung, leistet 23,2 PS und ein Drehmoment von 27,4 Nm. Das klingt zunächst nicht viel, aber mit so einem Motorrad will man keine Rennen fahren, sondern höchstens eine schöne Sonntagnachmittags-Tour machen oder zur nächsten Eisdiele cruisen. Gestartet wird das Modell übrigens noch über einen Kickstarter, was nach etwas Eingewöhnung reibungslos funktioniert.
Aber man kann die SR400 auch als Basis sehen, aus der man mit eigener Kreativität viel schaffen kann. So könnte dann unter anderem ein Bobber, Café Racer oder Scrambler entstehen. Alle, die lieber auf originales Zubehör zurückgreifen, können sich freuen. Yamaha bietet selbstverständlich eine Vielzahl an Anbauteilen, mit denen einem Umbau nichts mehr im Wege steht. Angeboten wird die SR400 überhaupt in einem edlen Yamaha Black oder Matt Grey. Abgebremst wird wie früher am Hinterrad mit einer Trommelbremse und einer Einscheibenbremse mit 298 mm Durchmesser vorn. ABS sucht man auch hier vergebens, wobei das bei diesen Modellen auch nicht so richtig ins Bild passt. fahrfertig und mit zwölf Litern Super vollgetankt bringt es die Yamaha gerade einmal auf 174 Kilogramm. Damit lassen sich zwar keine langen Etappen fahren, aber so ein Motorrad will ohnehin lieber bestaunt werden. Zum Preis und wann genau das Modell beim Händler stehen wird, äußerte sich der Hersteller auf der Messe noch nicht. Sobald uns entsprechende Informationen vorliegen, werden wir sie aber nachreichen. Damit schließt sich der Kreis der Neuvorstellungen und jetzt gilt wieder einmal die Qual der Wahl!
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