Triumph Scrambler 1200 – Modellüberarbeitung und neue Variante

Seit mittlerweile fast vier Jahren ist das vielleicht prominenteste Mitglied von Triumphs „New-Classic“-Modellfamilie am Start: die Scrambler 1200. Zeit also für eine Runderneuerung.
Triumph Scrambler 1200 – Modellüberarbeitung und neue Variante Das neue Modell kommt mit weniger Federweg und günstigeren Bremsem. (Nissin statt Brembo)
Triumph Scrambler 1200 – Modellüberarbeitung und neue Variante Stilistische Retuschen: neue Blinker und Rücklichter
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17.05.2023
| Lesezeit ca. 2 Min.
Bernhard M. Höhne
BMH Images
Zur Saison 2024 wird es voraussichtlich so weit sein. Die Überarbeitung bringt gleichzeitig eine neue Variante, die unser Fotograf erstmals bei Abstimmungsfahrten im spanischen Andalusien ablichten konnte. Sofort ins Auge sticht vor allem die Tatsache, dass die hier gezeigte Version wesentlich weniger Federweg hat als die bislang als günstigste „Scrambler 1200“ angebotene xC-Version. Sie kommt so flach daher, dass sie fast schon als „Street Scrambler“ durchgehen kann (seit diesem Jahr als „Scrambler 900“ im Verkauf). Die Begründung dürfte sein, dass die Briten in ihrem Modellprogramm eine Lücke zwischen der günstigeren, ausschließlich straßentauglichen Scrambler 900 und der offroad-affinen, jedoch wesentlich teureren „Scrambler 1200 xE“ ausgemacht haben. Zwar gibt es auch bislang schon die „xC“, jedoch steht diese in der Wahrnehmung vieler Kunde eher im Schatten der „xE“. So könnte das hier gezeigte Modell die „xC“ ersetzen oder aber als zusätzliches, günstigeres Einstiegsmodell in der Baureihe fungieren. Um dies zu demonstrieren, sind viele Fahrwerksteile einfacher ausgeführt als bei beiden bisherigen „Scrambler 1200“. Das bedeutet neben simpleren Feder- und Dämpferelementen vorn und hinten auch den Wechsel der bisherigen Brembo-Bremsen auf Teile aus dem Nissin-Regal.

Neuer Tank und neues TFT für die gesamte Baureihe?

Das charakterschwache 21-Zoll-Vorderrad bleibt jedoch erhalten, auch die Bereifung ändert sich wohl nicht. Die Überarbeitung bringt noch weitere Neuerungen mit sich, die zudem der ganzen Baureihe zugutekommen dürften. So wird auch der Tank leicht überarbeitet und dürfte künftig ein leicht vergrößertes Füllvolumen mitbringen. Weiterhin wird das TFT-Instrument neu gestaltet. Zudem stehen auch kosmetische Retuschen an, wie neu gestaltete Blinker und ein neues Rücklicht.

Verkaufsstart im Frühjahr 2024?

Auch der Motor wird modifiziert, vordergründig im Hinblick auf weniger Geräuschemissionen, die durch die überarbeitete Euro-5-Emissionsnorm gefordert werden. Zudem werden auch die Abgaskrümmer und der Kühler des Reihenzweizylinders angepasst. Die technischen Daten mit 1.200 ccm Hubraum und 90 PS Spitzenleistung dürften jedoch unverändert bleiben, ebenso der Fokus auf drehmomentorientierte Kraftentfaltung. Zum Ende des Jahres 2023, nach dem Ende der EICMA in Mailand, dürfte dann die Präsentation folgen, mit einem Verkaufsstart im Frühjahr 2024.

Modellvariante Triumph Scrambler 1200

  • neue TFT-Instrumente
  • geänderter Tank
  • neue Bremsen: Nissin statt Brembo
  • weniger Federweg, Vorbild Scrambler 900
  • weiterhin 21-Zoll-Vorderrad (Reifen wie bisher Metzeler Tourance)
  • stilistische Retuschen, neue Blinker und Rücklicht
  • möglicherweise als zusätzliches (Basis-)Modell in die Baureihe
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