Hard-Enduro-Champion Lernen vom Erzberg-König

Manuel Lettenbichler ist aktuell das Maß der Dinge in der Hard-Enduro-Welt. Hier seine Top-3-Tipps, wie man besser wird im Gelände.
23.06.2023
| Lesezeit ca. 2 Min.
Red Bull
Die Latte liegt hoch, der Letti fliegt höher. So einfach ist das in der Hard-Enduro-Welt. Manuel Lettenbichler ist der König der Hard-Enduro-Szene. Der 25-jährige Ur-Bayer hat zum zweiten Mal in Folge das legendäre ErzbergRodeo gewonnen – eines der härtesten Geländerennen der Welt. Damit gehört er zum erlauchten Kreis von bislang nur sieben Fahrern, denen zwei Siege geglückt sind im österreichischen Eisenerz.

Über 1.500 Dirtbike-Maniacs aus aller Welt

Prolog, Qualifying, Rennen – vier Tage lagen jagen zeitgleich Hunderte Fahrer durch die dramatische Erzberg-Landschaft. Fast senkrechte Steilhänge, bizarre Felsformationen, aberwitzige Anstiege und Abfahrten – wer hier antritt, gehört zu den besten Endurofahrern der Welt. Für die meisten gilt dennoch einfach nur: Ankommen ist das Ziel – innerhalb der vorgegebenen Zeit von vier Stunden. Dieses Jahr gelang das gerade einmal 17 Fahrern von „1.500 Dirtbike-Maniacs aus aller Welt, die gegen den Berg aus Eisen antreten“, so Veranstalter Red Bull. Beim ersten Rennen anno 1995 starteten 120 Bikes.

Kopf-an-Kopf-Rennen bis ins Ziel

KTM-Pilot „Letti“ battelte sich bis ins Ziel mit Husqvarna-Rider und Trainingspartner Billy Bolt, der gleich zu Beginn des Rennens stürzte, dann aber das Feld aufrollte. Mehrfach zog er am Red-Bull-Piloten vorbei, der Bolt aber immer wieder ein- und überholte. Letztlich siegte Letti mit einer Zeit von 2 Stunden und 31 Minuten. „Dieses Rennen ist so ein verrücktes Festival. Es ist einfach nur einzigartig und es fühlt sich großartig an, ein zweites Mal in Folge gewonnen zu haben.“

Mit fünf Jahren erstmals auf dem Bike

Lettenbichlers Erfolgsserie in der härtesten Motorradsportart beeindruckt: Mit fünf Jahren fing er an, Lehrmeister war sein Vater Andreas, ebenfalls ein sehr erfolgreicher Enduro-Profi. 2016 wird Manuel Weltmeister in der FIM SuperEnduro-Junior, wechselt dann in die World Enduro Super Series (WESS). 2018 holt er den dritten Platz „Am Erzberg“, Platz zwei bei den Red Bull Romaniacs und wird Vize-Weltmeister, 2019 holt er sich den Weltmeistertitel, 2020 und 2021 siegt er erneut bei den Romaniacs, 2022 wird er zum zweiten Mal WESS-Weltmeister.

Drei Tipps vom Weltmeister

Was Lettenbichler bei Hard-Enduro-Rennen wie dem ErzbergRodeo abzieht, ist aberwitzig. Die meisten Biker würden vermutlich nicht mal zu Fuß und per Seil gesichert da entlangkraxeln, wo er auf seinem KTM-Crosser hoch oder runter pest und springt. Seine Top-3-Tipps für alle, die ihre Gelände-Skills verbessern wollen: „Erstens: Habt Spaß dabei, sonst funktioniert es eh nicht. Zweitens: Bewegt euch auf dem Bike. Euer Körper muss den Job machen, nicht die Maschine. Drittens: Fahrt in Gruppen pusht euch gegenseitig und lernt voneinander.“
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