M&R-PlusBretagne – Von Nantes nach Saint-Malo

Lesezeit ca. 11 Min.
Frankreichs Nordwesten entdeckt sich neu. Motorradfahrer sind im Land der Austern und Galettes fast das ganze Jahr über bestens aufgehoben.
Die beste Reisezeit für die Bretagne, sagen eingefleischte Bretonen, sei der späte September. Dann nämlich haben sich die unfassbaren Massen von Touristen, die von Juli bis Ende August Frankreichs wilden Nordwesten besetzen, wieder in ihre Heimat oder ins versnobte Paris getrollt und die Bretagne gehört endlich wieder denen, die sie lieben, auch wenn es in Strömen regnet oder bodennahe Wolken mal wieder den Mont-Saint-Michel fressen, das Wahrzeichen der angrenzenden
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Normandie, auch das „Tor zur Bretagne“ genannt.

Rund 2,5 Millionen Menschen besuchen jährlich die befestigte Benediktinerabtei, die wie eine Insel aus dem Wattenmeer ragt und als eines der schönsten und spektakulärsten Beispiele für mittelalterliche französische Architektur gilt. Eine breite Fußgängerbrücke zum Festland sorgt dafür, dass der Souvenirjägerstrom nie versiegt, egal was die Gezeiten gerade so treiben.

Austern-Schmaus statt Touri-Gedränge

Le Mont-Saint-Michel, das Tor zur Bretagne
Le Mont-Saint-Michel, das Tor zur Bretagne
Wir schenken uns das Geschiebe in den schmalen Gassen: Es gießt wie aus Kübeln, als Peter und ich mit unseren Reise-Enduros den Schlagbaum des Parkareals erreichen. Vom steinernen Touri-Magneten Mont-Saint-Michel ist nichts zu sehen vor lauter senkrecht fallenden Himmelsfluten. Jeder Meter weiter hätte die klamme Pein nur unnötig verlängert. Dann lieber retour nach Saint-Malo. Oder besser noch: auf halber Strecke in Cancale in das „Le Grand Large“.
Weg ist das Meer: Blick in die Bucht von Cancale
Weg ist das Meer: Blick in die Bucht von Cancale
Das kleine Hotel und Restaurant direkt an der weitläufigen Bucht ist spezialisiert auf Hummer und die allgegenwärtigen Austern, die hier auf dem Meeresboden gedeihen wie Äpfel im Alten Land. Das üppige Meeresfrüchte-Buffet kostet 32,90 Euro. Dafür gibt es alle krabbelnden und klappernden Köstlichkeiten des Atlantiks – Krebse, Muscheln, Langusten, was das Seafood-Herz halt so begehrt. Alternativ locken sechs Austern für sieben Euro. Oder zehn Crevetten für'n Zehner. Dazu ein Gläschen Weißwein auf der überdachten Terrasse – und der Regen ist dir plötzlich „bien égal“, echt schnuppe.
Oui, mes amis – ja, meine Freunde, diese Lebensart in Frankreich, die ist schon etwas ganz Besonderes. Erst recht in der Bretagne, dem wilden Teil des Landes, veraltet „Kleinbritannien“. Die Gallier tauften Frankreichs größte Halbinsel einst Ar(e)morica, auf bretonisch Arvorig, was laut Wikipedia so viel heißt wie „Land am Meer“. Längst vergessene Stämme wie die Aulerker, Coriosoliten, Lexovier und Redonen ließen es sich hier gut gehen. Dann machte sich das Römische Reich breit zwischen den Flüssen Loire im Süden und Seine im Norden. Bis es den Kelten und Galliern zu bunt wurde. Was dann passierte, kann jeder bei Asterix nachlesen.

Erste Station: Nantes

Blick in den Schlosshof des Château des Ducs de Bretagne
Blick in den Schlosshof des Château des Ducs de Bretagne
Wir starten unsere Bretagne-Reise in Nantes, der historischen Hauptstadt. Die Hafenstadt schmiegt sich im heutigen Département Loire-Atlantique beidseitig an die Loire. Rund 307.000 Einwohner genießen hier das Leben. In der gesamten Metropolregion Nantes – Saint-Nazaire sind es knapp dreimal so viele. Die sechstgrößte Stadt Frankreichs boomt seit Jahren. Gut 40 Prozent der Einwohner sind jünger als 30 Jahre, knapp 60.000 Studenten sorgen für ein amüsantes Treiben auf den Straßen vor und nach Sonnenuntergang.
Blick vom Schloss zum neuen Bahnhof von Nantes. Früher verlief hier die Loire
Blick vom Schloss zum neuen Bahnhof von Nantes. Früher verlief hier die Loire
Seit 2010 sind rund 18.500 Neu-Nanteser hinzugekommen, erfährt der geneigte Besucher im umfangreichen Material der Tourismuszentrale. Bis 2030 sollen es 100.000 Zuzügler mehr sein. Das demografische Wachstum der vergangenen Jahre liegt bei durchschnittlich 1,4 Prozent. Wie Lille und Bordeaux profitiert Nantes enorm vom TGV-Bahnhof. Innerhalb von gut zwei Stunden prescht der Schnellzug nach Paris. „Viele Hauptstädter zieht es raus zu uns“, sagt Xavier Theret von der Kulturinitiative „Le Voyage à Nantes“. Die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen liegen bei rund 3.500,-- Euro, in Paris wird es erst ab 10.000,-- Euro einigermaßen interessant. „Zwei Stunden TGV kann man deutlich besser nutzen als zwei Stunden Stau in Paris“, weiß Xavier, der Frankreichs Hauptstadt vor Jahren den Rücken kehrte, um wieder in Nantes zu leben.

Immer der grünen Linie nach

Die Pracht des späten 15. Jahrhunderts
Die Pracht des späten 15. Jahrhunderts
Maritim, cool, zeitgenössisch, mutig, verspielt, grün, kreativ, genießerisch – das sind nur ein paar der Adjektive, die Nantes für sich beansprucht. „Alle Einwohner leben maximal 300 Meter von einer Grünfläche entfernt“, weiß Xavier. Eingezäunte Parks wie der elegante Cours Cambronne sind tagsüber für alle zugänglich, abends dürfen ihn nur die Bewohner der direkt angrenzenden Patrizierbauten nutzen. Leben mit Teilzeitgarten. Insgesamt 210 Kilometer weit erstrecken sich die Spazierwege am Wasser. Gute Gründe, unseren souveränen Reisebegleitern „Ducati Multistrada 950 S“ und „BMW F 850 GS Adventure“ in der Tiefgarage des „Grand Hôtel Mercure Centre“ – unsere Innenstadt-Herberge – eine kleine Pause zu gönnen.
Soooo lecker: „Kouignettes“, auf deutsch „kleine Kuchen“ für 1,60 Euro/Stück
Soooo lecker: „Kouignettes“, auf deutsch „kleine Kuchen“ für 1,60 Euro/Stück
Flanieren wir also durch die City, vorbei am prachtvollen Quartier Feydeau, wo einst Kaufleute und Sklavenhändler ihren Reichtum zur Schau stellten. Die Route ist denkbar einfach: immer der grünen Linie nach. Gut 18 Kilometer weit schlängelt sich der farbige Strich über die Pflastersteine von Nantes und führt so von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Großes Kino ist das imposante Château des Ducs de Bretagne. Mittelalter meets Hightech: außen robuste Tuffstein-Festung, innen elegantes Palais mit Multimedia-Museum. Wer die alte Wehranlage erklimmt, erhascht einen grandiosen Blick über die Stadt. Im Sommer kann man über eine Außenrutsche direkt in den umliegenden Park runtersausen, das spart den Abstieg.
Gestatten: Anne de Bretagne, zweifache Königin
Gestatten: Anne de Bretagne, zweifache Königin
Vor dem schweren Schlosstor wacht die Statue von Anne de Bretagne über die Geschicke des Stadtschlosses. Die zweimalige Königin von Frankreich wurde 1489 in Rennes als Herzogin der Bretagne inthronisiert. Nach ihrem Tod 1514 wurde ihr Herz in der Krypta der Kathedrale von Nantes beigesetzt, in einer Reliquie aus Gold. Die Bretonen verehren sie noch heute.

Fauchende Metall-Kunstwerke

Attraktion des Projekts „Les Machines de L’île“: der gigantische Elefant
Attraktion des Projekts „Les Machines de L’île“: der gigantische Elefant
Kreativer Schmelztiegel der Kunstmetropole ist die Île de Nantes. Spektakulärer Höhepunkt der Loire-Insel sind „Les Machines de l‘île“ – gigantische Metall-Kunstwerke, die dampfend und zischend zum Leben erwachen. Eine riesige Ameise ist dabei, eine überdimensionale Spinne, dazu eine Raupe, ein Kolibri, ein Flugvehikel und natürlich „Le grand éléphant“ – ein zwölf Meter hoher Stahlkoloss mit mächtigen Stoßzähnen, 48 Tonnen schwer und dank Hybridmotor recht unternehmungslustig. In regelmäßigen Abständen marschiert er 30 Minuten lang durch die gigantische Ausstellungshalle und übers angrenzende, jahrmarktähnliche Freigelände. Bis zu 50 Personen finden in seinem Bauch und auf seiner Aussichtsplattform Platz.
Die stählerne Ameise gehört zum Rudel des „Bestiariums“
Die stählerne Ameise gehört zum Rudel des „Bestiariums“
Ermattet vom vielen Laufen ergattern wir einen Platz im „Heb Ken“, eine der besten Crêperien der Stadt. Der Name steht für die bretonische Lebensweisheit „So ist das und nicht anders“. Zum dunklen „Galette de blé noir“ aus glutenfreiem Buchweizen gibt es das Nationalgetränk Cidre. Jeder Tisch ist voll besetzt, im Flur des Nachbarhauses harren Hoffnungsvolle auf frei werdende Stühle. Hier wie in fast allen Restaurants der Stadt gilt: Wer nicht reserviert, braucht viel Geduld.

Kitschig-opulente Feinschmeckerwelt

Futtertempel in Nantes: Das „La Cigale“ gilt als „eine der schönsten Brasserien der Welt“
Futtertempel in Nantes: Das „La Cigale“ gilt als „eine der schönsten Brasserien der Welt“
Das zeigt sich auch abends im „La Cigale“, laut Eigenwerbung die wohl schönste Brasserie Frankreichs. Im Eingangsbereich des denkmalgeschützten Restaurants trösten Austern, Scampis und Champagner die wartenden Gäste. Drinnen wartet eine längst vergessen geglaubte, kitschig-opulente Gourmetwelt: fünf bis sechs Meter hohe Decken, bunt bemalte Holzvertäfelungen, gigantische Spiegel. Monsieur Le Patron platziert die Gäste höchstpersönlich auf leicht verschlissenen Samt-Canapés. Beschürzte Kellner stürzen herbei und kredenzen Wein. Beim Blick auf die Karte verlassen die frisch gesetzten Gäste an unserem Nebentisch unauffällig das Lokal. Wer weiß, vielleicht ist ihnen die Hummerplatte für 149,-- Euro auf den Magen geschlagen. Um die Ecke ist McDonald’s.
Am nächsten Morgen brechen wir auf nach Rennes. Mit den beiden Städten verhält es sich wie mit Düsseldorf und Köln: Jede beansprucht, schöner, besser und typischer zu sein, am Ende haben sie sich aber doch ein bisschen lieb. Das bretonische Wetter zeigt sich gewohnt launenhaft. Erst regnet es heftig, dann ein wenig, dann wieder heftig. Die ideale Gelegenheit, schnell noch Station zu machen auf dem überdachten Marché de Talensac, die zentrale Markthalle von Nantes.
Fangfrisch aus dem Meer: Die Bretagne ist ein Seafood-Paradies
Fangfrisch aus dem Meer: Die Bretagne ist ein Seafood-Paradies
Hier ist alles so frisch, dass einem die lebenden Langusten flehentlich zuzuraunen scheinen: „Hol mich hier raus.“ 29,95 Euro kosten sie pro Kilo, Thunfisch gibt es für einen Fünfer weniger, lebende Hummer fuchteln für 39,95 Euro/kg mit ihren Scheren.

Zweite Station: Rennes

Typisch für die Altstadt von Rennes: Fachwerk und Pflastersteine
Typisch für die Altstadt von Rennes: Fachwerk und Pflastersteine
Unser Plan, genüsslich die von überdimensionalen Kunstwerken gesäumte Loire entlangzucruisen und dann über Saint-Nazaire nach Rennes zu fahren, fällt ins Wasser: Es schifft mal wieder. Also abkürzen. Bei Le Pellerin setzen wir flugs mit der Fähre über und schlagen uns über schmale, menschenleere Nebenstraßen gen Norden durch. Nach einer guten Stunde klart das Wetter gnädig auf. Das geht immer schnell hier dank der atlantischen Einflüsse.
Rennes empfängt uns wohlgesonnen mit Sonnenschein. Mehr als 300 teils exzellent erhaltene Fachwerkhäuser machen die Partnerstadt von Erlangen zu einer echten Mittelalterperle. 216.000 Einwohner zählt die heutige Hauptstadt der
Bretagne. Das macht sie zur kleinsten Stadt Frankreichs mit eigener Métro. 150.000 Passagiere pro Tag verzeichnet die einzige Linie. Trotz des enormen Zuspruchs kommt sie ohne Fahrer aus. Nachhaltiger ÖPNV par excellence.
Wie in Nantes stehen auch in Rennes viele Straßennamen zweifach an den Häuserwänden – auf Französisch und auf Bretonisch. „Dabei sprechen die Leute hier gar kein Bretonisch“, klärt uns Stadtführerin Nathalie Simon auf, „sondern bestenfalls Gallo, eine romanische Sprache, die mit Bretonisch wenig bis nichts gemein hat.“
Kulturelle Eigenständigkeit: zweisprachige Straßenschilder
Kulturelle Eigenständigkeit: zweisprachige Straßenschilder
Früher beherrschten bis zu 1,5 Millionen Bretonen den keltischen Dialekt, heute sind es nach Schätzungen von Le Voyage à Nantes vielleicht noch 200.000. Die neue Beschilderung soll zu einer Rückbesinnung beitragen. Die Straßennamen sind ein erster plakativer Schritt. Wer mag, kann schon mal üben: Die „Rue des Portes Mordelaises“ beispielsweise ist gleichzeitig die „Straed Porzhioù Morzhell“, die „Rue des Trois Croissants“ die „Straed an Teir C‘hreskem“. Alles klar?

Paradies für Karamell-Fans

Uralte Gemäuer: Dinans Geschichte beginnt im 11. Jahrhundert
Uralte Gemäuer: Dinans Geschichte beginnt im 11. Jahrhundert
Die gesamte Bretagne ist ein Paradies für Karamell-Fans. Je näher man der Küste kommt, desto massiver steigt einem der Duft von geschmolzenem Zucker aus zahlreichen Geschäften in die Nase. Die Spezialität der Bretonen ist „Caramel au beurre salé“, also die leicht gesalzene, etwas kernigere Variante. Für bekennende Karamell-Freaks gibt es nicht einfach nur Bonbons, Kekse und Kuchen, sondern auch streichfähiges Karamell im Glas. Statt Marmelade auf dem Croissant, ein Traum.
Geheimtipp für Cidre, Champagner, Wein und Hochprozentiges: La Cave des Jacobins in Dinan
Geheimtipp für Cidre, Champagner, Wein und Hochprozentiges: La Cave des Jacobins in Dinan
Landestypische Spirituosen stehen ebenfalls hoch im Kurs. Bretonischer Whisky zum Beispiel ist saulecker. Und noch ziemlich selten. „Cuvée Grand‘Pa“ nennt sich die Eigenkreation der Domaine Naguellan, hergestellt mit „dour, koad, gedal“ – Wasser, Holz, Geduld. Drei bis sechs Jahre alte Single Malt Whiskys lagern die Jung-Destillateure aus Languenan erst in Bourbon-, dann in Cidre-Fässern. Das Ergebnis hat 45 Umdrehungen und wird für 46,-- Euro in 50-cl-Flaschen verkauft.
Ehrensache: Degustation vor Ort
Ehrensache: Degustation vor Ort
Unbedingt probieren, zum Beispiel beim Wein-, Rum, Cognac-, Cidre- und Whisky-Tempel „La Cave des Jacobins“ in der Rue Sainte-Claire Numéro 3 im romantischen Dinan, dem vielleicht schönsten Mittelalterstädtchen Frankreichs. Die weitgehend intakte Stadtmauer zieht sich über drei Kilometer Länge.

Station drei: Saint-Malo

Alles eine Frage der Bekleidung: Je nach Monat zählt Saint-Malo bis zu 18 Regentage. Trockenste Reisezeit: Juni bis August
Alles eine Frage der Bekleidung: Je nach Monat zählt Saint-Malo bis zu 18 Regentage. Trockenste Reisezeit: Juni bis August
Nach Saint-Malo, dem Ziel unserer Reise, ist es von hier aus nur noch ein Katzensprung. Weitgehend folgen wir der Rance. Der Fluss führt von Dinan aus direkt ins offene Meer. Seit 1966 nutzt das erste Gezeitenkraftwerk der Welt den mächtigen Tidenhub von bis zu 13 Metern, um die Region mit sauberem Strom zu versorgen. Der kilometerlange „Grand Plage du Sillon“, der Saint-Malo rahmt, wird durch das Kommen und Gehen des Atlantiks abwechselnd zum Revier für Strandsegler oder für Windsurfer beziehungsweise Wellenreiter.
Strandsegeln bei Ebbe, Surfen bei Flut
Strandsegeln bei Ebbe, Surfen bei Flut
Ein faszinierendes Spektakel, auf das die Holzterrasse des lässigen Hotels AR Iniz („kleine Inseln“) einen grandiosen, unbezahlbaren Ausblick bietet.
Die Bretagne entschleunigt, das zeigt sich auch hier im mondänen Saint-Malo. Klasse ohne Dünkel ist das Motto. Das Personal in den Hotels und Restaurants ist auffallend freundlich, geradezu herzlich wie der gesamte Menschenschlag hier oben. Weltoffen, frei von Etepetete und sonstigem Gehabe. Bretonen halt. Wettergestählt und gezeitenerprobt. Wozu aufregen über etwas, das sich nicht ändern lässt, beispielsweise das launische Septemberwetter?
Echt jetzt: Hier haben die Schiffe Räder. Erleichtert die Meeresfrüchte-Ernte
Echt jetzt: Hier haben die Schiffe Räder. Erleichtert die Meeresfrüchte-Ernte
Eben noch ist alles grau, Himmel wie Meer, dann schlagartig färbt sich alles in dramatischen Tönen. Der Himmel schwarz, das Meer grün, der Strand maisgelb, dazu als Krönung weiße Schaumkronen am Horizont. Und dann, keine Stunde später, klatscht der Regen waagerecht gegen die Scheiben, nur um bald darauf einem romantischen Sonnenuntergang in Rosa und Apricot die Bühne zu überlassen. Das Meer trollt sich derweil in den Schutz der Nacht – und schmettert am nächsten Morgen meterhohe Wellen gegen die Mauer der Promenade. Was für ein Spektakel, was für ein begnadeter Flecken Erde.
Café-Stopp bei Francoise und Veronique
Café-Stopp bei Francoise und Veronique
Das haben sich auch Francoise, Annie und Veronique gedacht. Die drei Schwestern im besten Alter, geboren bei Brest, haben sich in Saint-Malo einen langgehegten Traum erfüllt: ihr eigenes kleines Café, das F.A.V.orite. Mit selbst gemachtem Kuchen, feinen Barista-Spezialitäten und immer einer Brise Meeresluft in der Nase. A bientôt, Bretagne!
Fotos: Peter Musch, Lerouge Marc


#Bretagne#Frankreich#Reise#Video

Tourinfos: Bretagne – Von Nantes nach Saint-Malo

Motorradtour: Frankreich – Bretagne

Motorradtour Bretagne – Von Nantes nach Saint-Malo
infotainment

Allgemeine Informationen zur Motorradtour
Letzte Aktualisierung: 26.01.23
Raue Steinküsten, steile Felsklippen, extrem breite Strände – die Bretagne gilt als eine der schönsten Ecken Frankreichs. Mittelalterliche Städte wie Dinan, Dinard und Quimper entführen einen in die Welt von Robin Hood. Wahrzeichen wie die Megalithenfelder von Carnac und barocke Schlossgärten buhlen mit den modernen Kunstwerken entlang der Loire um Besucher.

Bücher, Landkarten & Reiseführer

Anreise
An- und Abreise von/nach Hamburg oder München jeweils rund 1.250 km pro Strecke bis Nantes bzw. Saint-Malo. Benzin- und Mautkosten summieren sich mit dem Motorrad auf rund 300,-- Euro.

Reisezeit
Bibberkalt wird es eigentlich nie, übers Jahr betrachtet liegt das mittlere Temperaturminimum bei vier bis 13 Grad. In den Sommermonaten ist es meist angenehme 20 Grad warm, Hitzepeaks über 30 Grad inklusive. An der Küste weht oft ein strammer Wind. Wer es ruhiger mag, kommt im April/Mai oder September/Oktober. In der Hochsaison von Ende Juni bis Anfang September herrscht Trubel an den Stränden und auf den Straßen.

Verpflegung
Crêpes (süß) und Galettes (herzhaft) sind die Nationalspeisen der Bretonen, es gibt sie in unzähligen Variationen und gern mit einem Spiegelei als Topping. Dazu einen Krug Cidre und der Tag ist dein Freund. Seafood-Fans schlürfen die flachen Belon-Austern und genießen bretonischen Hummer. Faustregel: Französische Küche ist meist köstlich, aber selten günstig. Tipp für Fischfans: direkt in den Häfen am Kutter kaufen und selbst braten.

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