Anprobiert: Rukka Shield-R

Hohen Abriebschutz und vorbildliche Protektorenbestückung vereinigt Rukka in der neuen Textilkombi Shield-R mit einem dreilagigen Gore-Tex-Pro-Laminat.
Rukka Shield-R
Zahlreiche wetterfeste Kombis hat Rukka bereits im Programm. Mit der neuen Shield-R kommt eine besonders sichere Variante hinzu, deren robuster Eindruck bereits bei der ersten Anprobe auffällt.

Vorbildliches Sicherheitsniveau

So gut gepanzert fühlte man sich bisher in kaum einem Textilanzug. Das beginnt bei der vorbildlich vollständigen Bestückung mit Protektoren. Level-2-Protektoren finden sich in der Hose an Knien, Schienbeinen und Hüfte. In der Jacke steckt neben den Level-2-Protektoren an Schulter- und Ellbogen ein großer Level-2-Rückenprotektor und sogar ein Brustprotektor (Level 1). Das ohnehin reißfeste Cordura-Gewebe ist an besonders gefährdeten Stellen nicht nur mit Armacor gedoppelt (einer Kombination aus Cordura und Aramidfasern), sondern in einer dritten Lage zusätzlich mit Keprotec-Gewebe (Kevlar) verstärkt. Mehr Sicherheit geht kaum, will man auf Leder verzichten.

Rukka Shield-R Jacke
Rukka Shield-R Jacke

Hoher Tragekomfort

Der Tragekomfort bleibt dennoch nicht auf der Strecke. Ab dem ersten Moment fühlt man sich in der Rukka Shield-R wohl. Stretchzonen im Schritt, in den Kniekehlen, oberhalb der Knie, am Rücken und an den Innenseiten der Ärmel stellen die notwendige Bewegungsfreiheit sicher. Den Sitzkomfort auf ausgedehnten Touren erhöht das bewährte Rukka-AirCushion-System. Es reduziert die Kondenswasserbildung zwischen Gesäß und Sitzbank und verhindert damit zuverlässig, dass sich der Fahrer wund sitzt, wie unser Test der Rukka Rimo-R bereits zeigte. Der Besatz mit Leder an der Innenseite der Knie und am Gesäß dient dem rutschsicheren Kontakt zum Motorrad.

Vollständig ausgestattet

Die Hose bietet mit Hosenträgern, langem Verbindungsreißverschluss und Schrittgurt die volle Auswahl an Möglichkeiten, um Jacke und Hose auf Position zu halten. Mit Weitenverstellungen an Oberarmen, Taille, Handgelenken, Knöcheln und Hosenbund lässt sich der Sitz des Anzugs weiter optimieren. Der recht steife Gesamteindruck wird dadurch noch etwas verstärkt. Durchdachte Details wie der Sturmkragen, der sich in einer Tasche verstauen lässt, oder die Wind- und Wasserschleusen an den Ärmelmanschetten können überzeugen. Ebenso die zahlreichen wasserdichten Außentaschen mit ihrer brauchbaren Größe.
Rukka Shield-R Hose
Rukka Shield-R Hose

Frischluft statt Thermofutter

Auf ein herausnehmbares Thermofutter verzichtet die Rukka Shield-R, den Fahrtwind wehrt die Kombination aus Cordura und winddichter Membran jedoch zuverlässig ab. Für niedrige zweistellige Temperaturen genügt das. Wer zusätzliche Isolation wünscht, findet im Sortiment von Rukka wärmende Midlayer, die unter der Shield-R und zusätzlich als eigenständige Freizeitjacke getragen werden können. Zahlreiche Belüftungsöffnungen an Brust, Oberarmen, den Seiten der Jacke, am Rücken und auf den Oberschenkeln der Hose versprechen an heißen Tagen Abkühlung. Testen konnten wir das aufgrund der aktuellen Wetterlage nicht. Die Anordnung der Öffnungen entspricht jedoch weitestgehend dem Anzug Rimo-R, der selbst im Hochsommer angenehm zu tragen war.

Kompromisslos sicher: Rukka Shield-R

Keine Kompromisse geht Rukka bei der Klimamembran ein und verbaut eine hochwertige Gore-Tex-Pro-Membran als dreilagiges Laminat. Damit ist die Shield-R zuverlässig wind- und wasserdicht, ohne ihre Atmungsaktivität einzubüßen. Die teure Membran treibt allerdings auch den Preis des Anzugs in die Höhe. 1.299,-- Euro kostet die Jacke, 899,-- Euro die Hose. Dafür bekommt der Kunde einen der sichersten Allrounder auf dem Markt. Und einen der durchdachtesten ebenfalls.

Bezug und Preisvergleich Rukka Shield-R
Text: Thomas Kryschan , Fotos: Rukka


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