Hey Leute
Wollte Mal hören wie ihr so über geführte Touren denkt.
Habe mich darauf eingelassen und war sehr zufrieden. Meine Frau als Sozia hat einige Fotos geschossen und fand nach einiger Zeit die Tour als überaus ansprechend.
Habe 2018 das erste Mal so eine geführte Tour mit Motorrad & Reisen gebucht. Danach noch 2mal und 1mal mit Reisen und Erleben. Ich hatte diese Art von Reisen gewollt, weil ich selbst sehr oft meine eigenen Dienstreisen organisieren muss und ich in der Freizeit keine Lust mehr dazu hatte. Insgesamt hat es mir jedesmal gut gefallen. Mit Motorrad & Reisen und Reisen und Erleben waren es auch nur Gruppen zu maximal 10 Teilnehmern. Der ganze Haufen bei Reisen und Erleben war aber insgesamt größer. Grundsätzlich liegt es in der Natur der Sache, dass man seine eigene fahrerische Individualität mal mehr, mal weniger zurückschrauben, bzw. anpassen muss. Erlebt habe ich bei den Teilnehmern von Pannen bis diversen Umfallern, Verfahren, Teilnehmer verlieren, manchmal leichte Streitigkeiten unter Teilnehmern, Fastunfällen so einiges. Ich selber war bisher immer zum Glück nur Zuschauer, oder Motorradwiederaufhelfer. Irgendwie ist mein persönlicher Eindruck, dass die Umfaller so langsam mit dem Altern der Teilnehmer zu nehmen -? Die Organisationen der Reisen waren insgesamt professionell. In den letzten 2 Jahren bin ich wieder individuell unterwegs. Allein mit Sozia oder mehr oder weniger Motorradkumpels. Kommt logischerweise dementsprechend billiger. Vielleicht buche ich auch mal wieder so eine Motorradreise. Eben dann, wenn ich angepasst in der Gruppe alles organisiert bekommen möchte.
Vorteile: Man muss über nix nachdenken, nichts recherchieren, nichts organisieren. So kann man sich einfach dem Flow hingeben, die Strasse und die Landschaft genießen. Wenn von der Orga her gute Kenntnisse von Land und Leuten bestehen, kann man in kurzer Zeit sehr kompakt und intensiv eine Region kennenlernen und genießen.
Nachteile: erhöhtes Unfallrisiko, da man sich an den Flow der Vorausfahrenden anpasst und dadurch vielleicht mal die Kurve schneller nimmt als man sie sonst nehmen würde etc... Man ignoriert die eigene innere Stimme, den eigenen Gefahrensensor, weil man sich nur noch an Vordermann/-frau orientiert. Zudem neigt man irgendwie automatisch dazu, "den Nachfahrenden etwas zeigen oder beweisen zu wollen", ganz besonders wenn man ein Fahrmanöver komplett verkackt hat und es so richtig peinlich wird... dann will man es ja wieder gutmachen, in den meisten Fällen verschlimmbessert man es dadurch aber nur. Oje, also da spielt eben einfach total viel Gruppendynamik ne Rolle. Das ist u.U. sehr therapeutisch aber eben durchaus auch lebensgefährlich, nicht nur für einen selbst, da man ja in einer Gruppe fährt...
Ich finde sowas interessant wenn due Gruppe vom Tempo homogen ist und nicht zu groß.
Gerade ich als Einsteiger komme dadurch an Orte oder über Strecken, wo ich mich allein nicht hintrauen würde. Leider ist es bei mir eine finanzielle Frage sonst würde ich es viel öfter machen
lg
Bin früher überwiegend allein gefahren. Flexibler bei der Tour, Fahrzeiten und Pausen, bessere Auswahl der Unterkunft.
Mit zunehmendem Alter (70+) zählt die Sicherheit der Gruppe mehr. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei Touren im fremdsprachlichen Ausland immer/meistens ein sprachkundiger, ortskundiger Tourguide dabei ist. Allerdings bestimmt der Veranstalter die Sehenswürdigkeit, die besucht werden.
QFuss
Habe sowohl positive wie negative Erfahrungen gemacht. Man merkt relativ schnell wie der Guide gestrickt und ausgebildet ist. Zuerst sollte immer eine klare Einweisung mit klaren Regeln erfolgen (nicht überholen, auf den Hintermann achten usw.). Bei mehreren Gruppen sollten die Teilnehmer/innen nach Erfahrung und Fahrvermögen eingeteilt werden. Das vielleicht auch mal die erlaubte Geschwindigkeit kurzfristig überschritten wird ist OK, aber nicht permanent oder gar ein Rennen.
Gute Guides planen auch diverse Stopps und Fotospots mit ein und geben Hintergrundinformationen.
Idealerweise kennen sie weniger befahrene Strecken, Insidertipps und aussergewöhnliche Einkehrmöglichkeiten.
Letztendlich sollte die gesamte Gruppe mit einbezogen werden und der Guide das berücksichtigen.
Tatsächlich vermitteln wir ja auch Touren. Ich denke, hier kommt es enorm auf den Typ an. Wir haben eigentlich alles im Programm. Sehr kleine Gruppe, mittlerweile Gruppe, große Gruppe, gar keine Gruppe (self guided). Teilweise mit Training on Tour, teilweise mit Erholungsprogramm. Es gibt ja so gesehen für jeden etwas. Möchte ich nicht alleine fahren, suche ich mir eine Gruppe, fahre ich mit Begleitung und möchte mein eigenes Ding durchziehen, lasse ich mir eine Tour vorbuchen und fahre nach meinem Gusto. Vor- und Nachteile haben alle Systeme.
Je größer die Gruppe, desto geringer ist möglicherweise der Preis. Ein Begleitvan für das Gepäck kostet zumeist extra. Habe ich einen Instruktor oder einen Tourguide etc. [Werbung]Das Gute ist, dass es wirklich für jeden etwas gibt, und für die, die nicht so genau wissen, was sie möchten, haben wir eine telefonische Beratung. [Werbung Ende]
Was mir wichtig ist und was sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einer Aufgabe entwickelt hat, ist, dass die Touren auch wirklich durchgeführt werden.
Dass du Anbieter hast, die ihre Touren nicht ständig absagen. Dass du Touren hast, die garantiert durchgeführt werden, weil Mindestteilnehmer etc. pp. schon erreicht sind. Es gibt nichts Blöderes, als Urlaub zu nehmen, die Frau nimmt ebenso Urlaub, und dann kommt einige Wochen vor Start die Info, dass die Tour nicht stattfindet... das ist so das Thema, woran wir am meisten arbeiten, und deshalb gibt es bei uns im System auch eine Funktion, nur Angebote anzuzeigen, die auf jeden Fall stattfinden. (Abgesehen von Naturkatastrophen o.ä.)
"im Lauf der Jahre immer mehr" - hat da die "Geiz ist geil"-Mentalität was mit zu tun?
Danke für deine und Janines Ausführungen! Rückt euer Angebot wieder etwas mehr in den Fokus. Nicht, dass ich gerade was suche, aber "good to know (again)".
Geduld ist eine Tugend, die so wenige noch besitzen.
Vor vielen Jahren hatten wir einen Fall, da hatten wir 4 Personen auf eine Reise gebucht. Die Mindestteilnehmerzahl war 5. Der Anbieter hat die Reise abgesagt, weil von anderen Quellen keine einzige Buchung kam. Seitdem sind wir da sensibilisiert und versuchen, möglichst nur Reisen ins Programm zu nehmen, die auch stattfinden. Das geht nicht immer, aber oftmals können wir dann auch eine Alternative anbieten, sodass der Motorradurlaub doch noch klappt. Das ist halt ein steter Kampf.
Hi Alex,
das liest sich nach "Hand und Fuß". Deine aufgeführten Bedenken aus Sicht Kunde, kann ich voll nachvollziehen.
Ich handhabe es bei Sanitätsdiensten auch so. Erst wenn wir die Kräfte für einen angefragten Sanitätsdienst abgesichert haben, erstelle ich ein Angebot. Nichts Dümmeres, wenn ich eine Zusage gegeben hätte, und würde den Dienst wegen Personalmangel kurzfristig absagen. Dies verstößt gegen mein Selbstverständnis, gegen meine Verlässlichkeit und meine Planbarkeit. Wir brauchen glückliche Kunden!
Hallo, als ehemaliger Tourguide wollte ich mit max 8 Personen fahren.
Mein Veranstalter hatte mal mehr als 11 in einer Gruppe sodass sich unsere Wege trennten.
Ein Tourguide sollte sich vor allen Dingen im Gebiet auskennen und auch Anekdoten erzählen können.
Geschwindigkeiten, gerade im Ausland, sollte man Strikt einhalten und auch verhalten aus Ortschaften fahren.
Es sollten auch nicht mehr als 2 - 3 Gruppen sein, sonst ist es abends nicht möglich es zu genießen.
Zur Aufstellung in Gruppen, die nur für diese Reise sind, ist zu empfehlen nach dem 1.Stopp zu sortieren(Tourguide). Die "Unsicheren" hinterm Tourguide und der vermeintlich Sicherste nach hinten. Der 2.te fährt immer rechts, sodass das Blickfeld des Tourguide nach hinten nicht eingeschränkt ist.
Die Tagestour ist freiwillig, wer was Anderes will, soll es auch machen können
Wenn diese Vorraussetzungen sind kann ich mit gutem Gewissen empfehlen an geführten Touren teilzunehmen.
Bewertungen lesen, vorm Buchen ist ein Muss.?
Things went wrong, Bits fell off, but I wouldn`t change anything about it, that`s the adventure
Im Prinzip alles richtig. Eine Gruppe sollte maximal 5 Fahrer umfassen. Ich habe mehrere Gruppenfahrten, auch als Guide, gemacht. Dies habe ich aufgegeben, ich fahre mit meiner Sozia nun allein. Es ist entspannter. In der Gruppe musst du immer auf deine Mitfahrer achten.
Auch kannst du an Orten so lange verweilen wie du willst.
Ich habe mich auch auf geführte Touren eingelassen. Wollte es aus meiner Sicht erleben und , wie fühlt es sich an in der Gruppe was zu unternehmen. Was mich gestört hat war, dass sämtliche Geschwindigkeitsbeschränkungen ingnoriet wurden. In der Pause habe ich einen Gide darauf abgesprochen, "Machen wir schon immer so". Ein Briefing gab es vor dem Start auch nicht. Ich für meinen Teil habe mich abgemeldet mit dem Hinweis, dass ich die weiteren Tage nicht mehr dabei bin, und diese Veranstaltung meiden werde. Fazit: Dies war gar nix. Alles was ich im Vorfeld gelesen habe, war Rauch im Kamin. Meine Bewertung hätte nicht schlechter ausfallen können.
Wobei es hier ja nicht vorrangig um große Gruppen geht. Die meisten Reisenbieter beschränken die Teilnehmer auf 8-10 Fahrer pro Guide. Das sind händelbare Gruppengrößen. So lange nicht einzelne Teilnehmer fahrerisch abfallen.
Hey Kaze
Danke für den Einwand.
Dieses ist uns auch aufgefallen Geschwindigkeit ist zweite Klasse . Meine Sozi und ich haben den Weg aufgenommen und da alle Std grob eine Pause gemacht wurde könnten wir unser Tempo selber wählen dann kamen wir halt später an.Mehr Zeit für Beobachtung und Umgebung.
Die Guides waren aber so flexibel das dieses alles berücksichtigt wurde. Nach Absprache war alles offen.
Habe ich auch schon oft erlebt, dass deutlich drübergefahren wurde und hälste Dich selber daran, nölen die Anderen oder man ist der "Blocker ".
Fahre daher nur noch mit Leuten, wo uch weiß, dass wir da auf einer Linie sind.
Tatsächlich gibt es von Veranstalter zu Veranstalter große Unterschiede bei der Durchführung und Qualität der Reisen.
Aber grundsätzlich findet sich eigentlich für jeden der passende Reiseveranstalter.
Der eine achtet eher aufs Geld, dafür ist die Gruppengröße vllt. nicht so wichtig. Der andere möchte kleine Gruppen, dafür zahlt er auch gerne 1-2 Euro mehr.
Wir arbeiten mit einigen Reiseveranstaltern sehr gut zusammen, von denen wir wissen, die Reisen werden so durchgeführt, dass die Teilnehmer glücklich zu Hause ankommen! (Bzw. traurig, weil die Tour vorbei ist )
Und wenn jemand eine Tour sucht, sich nicht sicher ist, wer der passende Reiseveranstalter sein könnte, dann gibt es ja noch uns - wir helfen dann gerne weiter und finden gemeinsam die passende Traumreise.
Ich bin auch auf die Beschreibung der Fahrtage gegangen. Einteilung in 3 Fahrergruppen bei den jeweiligen Touren. Die Gruppen waren nach Erfahrung, Fahrkönnen und was sich jeder zutraut eingerichtet, jeder hat sich im Vorfeld für eine Gruppe entschieden. Soweit die Theorie. Auf dem Papier alles schick, alles weitere für eine tiefe, tiefe Tonne. Ich bin erstmal geheilt und fahre wie vorher auch, alleine.
Ich habe schon mehrere geführte Reisen gemacht und kann nichts Schlechtes sagen. Meist Top Unterkünfte, die man selbst nicht für den Preis kriegt. Guides, die sich vor Ort auskennen. Man hat nicht den Planungsaufwand. Und bei fremdsprachigen Ausland schadet es nicht wenn jemand zur Verständigung unterstützt. Mit den meisten Teilnehmern ist man gut ausgekommen, alle eint das gemeinsame Hobby.
Hallo
Freut mich das es ähnliche Meinungen dazu gibt.
Die Tour ging durch Rumänien und hat uns Land und Leute näher gebracht, leider entfällt dabei der Stress der Sprache hilft aber sehr in Notfällen.