Wer durch eine auf 80 Km/h begrenzte Baustelle mit 150 Km/h durchfährt, dem ist nicht zu helfen und hier sind auch hohe Bußgeldbescheide vollkommen in Ordnung. Wenn allerdings im Schilderwald der Republik einer mal 10 Sachen "drüber" ist, sollte sich der Bescheid in Grenzen halten, denn das kann jeden von uns passieren. Die Verhältnismäßigkeit sollte immer im Vordergrund stehen.
Früher waren wir Vorreiter bei Strafen. Inzwischen haben uns "liberalere" Staaten überholt. Vieles halte ich für unverhältnismäßig. Was mich in D am meisten stört: Der ständige Wechsel von hundert auf siebzig an jeder Milchkanne auf Landesstraßen in NRW. Übersieht man ohne böse Absicht solch ein Schild, z.B. beim überholen eines Traktors, so wird man sofort zum "Raser der Woche" ernannt. Das Perfide daran: mit 30 km/h Unterschied landest du sofort in den teuren Punkterängen! Und das ganz ohne böse Absicht.
Zusätzlich werden z.B. in der Eifel frisch renovierte Strecken mit perfektem Belag auf 50 oder gar 30 km/h begrenzt. Strecken, die wir vorher trotz schlechtem Straßenbelag entspanntit 80 km/h führen. Ohne Unfälle....
Ich war gestern mit dem Motorrad in Frankreich,es ist immer schön.Die Kontrollen werden immer angekündigt,man weiss immer wo ein Blitzer steht.also Fährtmann entsprechent.Problem gelöst.oder nicht ?
Ich bin oft unterwegs, zuletzt auch in den Niederlanden. Mein Eindruck ist eher, dass die Niederländer selbst über ihre Bußgelder wohl nicht informiert werden. Besonders in den Rush hour times.![]()
Daran sollte sich Deutschland ein Beispiel nehmen!!!!
Woran denn?😃
VG
Wenn ein abstraktes Gefährdungsdelikt härter als ein Erfolgsdelikt bestraft wird, hat das nach meinem Empfinden nichts mehr mit Rechtsstaatlichkeit zutun.
3 Monate Haft für 50 km/h zu schnell? Ziemlich unverhältnismäßig.
Wie recht du hast!
VG
Er hat nicht recht. Diese Strafen sind nicht unverhältnismäßig. Wer soviel zu schnell fährt, egal mit welchem Fahrzeug, ist leichtsinnig, gefährdet andere und sich selbst und hat letztendlich dafür gesorgt, dass die Behörden so reagieren. Das hätte nicht sein müssen. Und nun ist das Geheule groß.
Auf der anderen Seite versucht der Staat inzwischen bei jeder Kurve, jedem Abzweig und jeder noch so kleinen Veränderung der Fahrbahn vorzuschreiben, in welchem Tempo man dort zu fahren hat – und die Tendenz geht eher zu immer mehr Schildern. Wenn sich beide Seiten irgendwo in der Mitte treffen würden, wäre wahrscheinlich mehr gewonnen.
Die häufigsten Unfallursachen sind nach wie vor Vorfahrtsverstöße, und die werden durch einen immer dichteren Schilderwald kaum besser. Wenn alle 50 Meter ein neues Tempolimit steht und man eines übersieht, gilt man sofort als Raser – das führt nicht unbedingt zu mehr Verständnis für die Regeln.
Wer wirklich rasen will, tut das ohnehin und fühlt sich von Tempolimits selten ernsthaft gebremst. Diese Leute bekommt man mit immer neuen Restriktionen kaum von der Straße. Manche fahren im Zweifel sogar ohne Führerschein.
Wenn du das so argumentierst, kann man wirklich an jeder Ecke irgend etwas finden, das unsinnig ist. Ich lehne den viel zu dichten Schilderwald auch ab. Den gibt es auch hier im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe jedoch noch nicht gesehen, dass wenn alle 50 oder 100m eine andere Geschwindigkeit gelten soll, man zum Straftäter wird, weil man 50 km/h zu schnell ist. Das passiert in ganz anderen Bereichen. Und wer so schnell fährt, der übersieht auch Verkehrszeichen. Und zieht euch doch nicht den Schuh an dass nur die Motorradfahrer schuld sind. Es gibt viel mehr Autofahrer, die mit ihrem Fahrverhalten mit dafür gesorgt haben, dass die Strafen immer strenger werden. Nur beim Motorrad sieht die Allgemeinheit das kleine, schnelle Gefährt, das auch noch zügiger beschleunigt, den Sündenbock. So entsteht der subjektive Eindruck, dass wir die Raser sind. Ich bin auch nicht gerade erfreut, weil auch gleichzeitig bei niedrigeren Geschwindigkeitsüberschreitungen die Strafen angehoben werden aber 50 km/h zu schnell ist schon extrem.
Klar, aber selbst zusammengebastelte Schilder – teilweise mit Aufklebern überklebt – die plötzlich 10 km/h auf einer Bundes- oder Schnellstraße anzeigen, wirken schon etwas absurd. Ich fahre ganz sicher nicht mit 50 km/h zu schnell, schon gar nicht absichtlich. Aber bei manchen Beschilderungen fragt man sich schon, welchen Sinn sie noch haben sollen. Am
Ende wird man ja auch für deutlich geringere Überschreitungen bestraft. Rasen befürworte ich nicht – aber was heute alles unter „Raser“ fällt und was nicht, darüber kann man durchaus diskutieren.
Ich bin da deiner Meinung. So hat irgendwo jeder mal seinen Aufreger gefunden. Nicht alles, was hierzulande passiert, ist eindeutig bzw. nachvollziehbar. Mitunter kann man gewissen Mitbürgern Böswilligkeit unterstellen, sprich überklebte oder weggedrehte Schilder und vieles mehr. Aber auch dem Gesetzgeber, der mitunter die sogenannten Gummiparagraphen eingebaut hat. Mich regt vielmehr auf, dass es für viele Geschwindigkeitsbegrenzungen keine Aufhebungsschilder gibt, obwohl es den Grund der Einschränkung nicht mehr gibt. Ich meine da nicht die Baustellen sondern Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Bundesstraßen, die vor einer Einmündung oder Kreuzung beginnen aber dann scheinbar nirgendwo enden. Laut StVO soll ja nicht unbedingt die nächste Einmündung das Verkehrsschild aufheben. Diese Situation stört mich. Und so kann man wirklich über vieles diskutieren
. . . hmmm,
🤔
sorry! Wieviele Menschen müssen noch "todgerast" werden?
50km/h schneller als erlaubt!
Ich erlaube mir mal einen Blick auf die Tatsache zu werfen:
Vergleich der Anhaltewege (Faustformel):
Bei 50 km/h: Der Anhalteweg beträgt ca. 40 Meter (15 m Reaktionsweg + 25 m Bremsweg).
Bei 100 km/h: Der Anhalteweg beträgt ca. 130 Meter (30 m Reaktionsweg + 100 m Bremsweg).
Fazit: Bei einer Verdoppelung der Geschwindigkeit von 50 auf 100 km/h verdreifacht bis vervierfacht sich der Anhalteweg (hier von 40 m auf 130 m, also mehr als das Dreifache).
Dahingehend ist jegliche Diskussion obsolet!
Schönen Sonntag
MY
Diene Zahlen sind falsch. Bei einer Vollbremsung bei Gefahr ist der Bremsweg weniger als halb so lang wie von dir angegeben.
https://www.beresa.de/blog/bremsweg-verstehen-und-richtig-einschaetzen
Moin MY,
bin ganz Deiner Meinung! ![]()
Hallo Mike Yankee,
damit hast du absolut recht und dem ist nichts hinzuzufügen.
Wer Rasen will soll ein Renntraining buchen.
Ja, aber es kommt auf den Kontext an.
Innerorts finde ich, dass eine Straftat bei 50 km/h gerechtfertigt ist.
Aber wenn man irgendwo an einem Agrarbereich mit 1 km Sicht in alle Richtungen 50 zu schnell fährt, gefährdet das in der Regel bestenfalls einen selbst.
Weshalb soll das dann eine Straftat sein?
Ich verstehe das ganze Klagen über zu hohe Bußgelder und Strafen bei gewissen Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht. Wer zu schnell fährt, rechnet doch sowieso damit, das er erwischt werden kann und entsprechend zahlen muss. Jedoch sollte er sich auch der Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen im klaren sein. Dass man mal ein paar km/h zu schnell ist, davon kann sich wohl kaum einer freisprechen. Aber wer sich wirklich austoben möchte, sollte besser eine der zahlreichen Rennstrecken in Deutschland nutzen. Davon gibt es auch z.B. in Frankreich genug. Und ich glaube, dass es zu drastischen Strafen gekommen ist, haben wir den nicht wenigen rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern, auch zum großen Teil den Autofahrern, zu verdanken und der ständig zunehmenden Verkehrsdichte. Sicher gibt es auch weitere Gründe. Jedenfalls betrfft das ganze Thema nicht nur die Motorradfahrer. Ich selbst bin auch schon von Autofahrern in gefährliche Situationen gebracht worden. Trotzdem habe ich den Spaß am Motorradfahren nicht verloren.
Egal ob Frankreich, Deutschland oder andere Länder und auch egal, ob M., Auto oder Anderes, wer die zulässige Geschwindigkeit um 50 km/h überschreitet, der nimmt den Tod oder schwere Verletzungen anderer billigend in Kauf und gehört von der Straße geholt bzw. entsprechend bestraft.
Viele Grüße Thomas
Das ist absolut der richtige Weg. Nur weil weniger als 5% es nicht verstehen und fahren als gehöre ihnen die Welt, wird die Mehrheit bestraft. Immer mehr Tempolimits, Streckensperrungen usw.
Noch besser Motorrad und Führerschein einziehen.
Auch die zu laute Bikes haben und unnötig Lärm produzieren härter bestrafen. Rasen und Lärm sind keine Kriterien für erlebnisreiche Motorradtouren.
Einige werden mich jetzt wieder beharken : dennoch halte ich es für richtig der Raserei und der zunehmeneden Disziplilosigkeit im Strassenverkehr entgegenzutreten.
Ich bemerk (te ) sehr wohl, wie herablassend ich mit meinem 25 PS- Twin behandelt wurde; wie sehr meine fabelhafte Suzuki als Motorrad für Arme angesehen wird und der Fahrer gleich mit als Sozialfall miss - identifiziert wird. Das zeigt schlaglichtartig, wie ein nicht unerheblicher
( allerdings überheblicher ) Teil der Verkehrsteilnehmer tickt.
Motorradfahrer die nichts kennen als Hubraum und PS sind hier bestens beheimatet, ihr Verhalten ist aber mehrheitlich wenig überzeugend. Sie werden, wenn Raserei als kriminell taxiert und geahndet wird ebenso aufheulen wie die anderen Verkehrsteilnehmer mit 4 Rädern, die dem gleichen Uebel verfallen sind und meinen, sie besässen das Recht die Strassenverkehrsordnung permanent zu ignorieren.
Hallo,ich war im letzten Jahr in Frankreich mit dem Motorrad unterwegs und bin mit 85 geblitzt worden,3 kmh wurden abgezogen, bleiben 82kmh und ich erhielt ei Bußgeld über 45 Euro.