Am 1. und 2. August 2026 wird der Red Bull Ring in der Steiermark erneut zum Treffpunkt für Fans historischer und moderner Motorräder. Die 23. Internationalen Rupert-Hollaus-Racing-Days bieten ein Spektrum, das von fast 100 Jahre alten Maschinen bis zu aktuellen Superbikes reicht.
Über 400 Fahrerinnen und Fahrer aus elf Nationen starten in 14 Klassen und liefern Motorsport pur. Das Teilnehmerfeld vereint Privatfahrer, Legenden und bekannte Persönlichkeiten. Unter ihnen: Vize-Weltmeister Bruno Kneubühler, Eisspeedway-Vize-Weltmeister Franky Zorn sowie Schauspieler und Motorradliebhaber Tobias Moretti.
Motorradsport von Vintage bis Hightech – alles auf einer Strecke
In den Klassen Superbike und Supersport gehen aktuelle Hightech-Bikes an den Start, während Vintage-Motorräder und historische Seitenwagengespanne mit bis zu 100 Jahren auf dem Buckel für Gänsehautmomente sorgen. Besonders packend: die Läufe der „Intern. Sidecar-Trophy“, bei denen die Gespannpiloten um Meisterschaftspunkte kämpfen.
Ausstellung „Berühmte Rennmotorräder“: Technikgeschichte zum Anfassen
Die Ausstellung „Berühmte Rennmotorräder“ eröffnet Besuchern einen exklusiven Blick auf seltene, technisch bedeutende Exponate, die sonst kaum öffentlich zu sehen sind. Die Besitzer und Fahrer stehen für Fachsimpeleien und Benzingespräche bereit.
Legenden auf der Strecke: Paraden und Persönlichkeiten
Ein Höhepunkt sind die „Paraden der Legenden“. Bruno Kneubühler, dreifacher Vize-Weltmeister aus der Schweiz und seit 2004 Stammgast bei den Rupert-Hollaus-Rennen, präsentiert seine legendäre Honda RC 163 R (250 ccm, 4 Zylinder, Baujahr 1962). Franky Zorn, Eisspeedway-Champion und seit 2021 in seiner Klasse ungeschlagen, geht mit der Yamaha 350 YPVS an den Start. Schauspieler Tobias Moretti steuert eine MV Agusta 500/4 Zylinder, Veranstalter Wolfgang Stropek eine Matchless G50 MK3 Seeley.
Als ältestes Motorrad ist eine Rennversion der „Rex-Acme“ von 1926 zu sehen. Der Blackburne-Einzylinder-OHV besticht durch technische Raffinessen wie außen liegende Schwungscheibe, hohlgebohrte Kurbelwelle, Zusatzölungen für Ventile und Kipphebel sowie ein 3-Gang-Getriebe.
Zu bestaunen sind zudem Motorräder von Norton (Norton Club Austria, z. B. Norton ES2, Baujahr 1948, 500 ccm, OHV, mit „Gardengate frame“ – gebaut von 1927 bis 1961), MV Agusta, Ducati, Parilla, MZ, Gilera (Sammlung Guiseppe Ioannoni & Freunde), Moto Guzzi aus den Jahren 1921–1957 (Sammlung Frigerio Antonio-Maria) und Laverda (Sammlung Willi Werndl & Freunde).
Japanische Ikonen sind ebenfalls vertreten: die „Honda Dream 50“ – eine 2004 von Honda aufgelegte, limitierte Replika der legendären 50-ccm-Rennmaschine RC110/111, mit der Luigi Taveri 1962 erfolgreich fuhr.
PUCH-KTM-VESPA-Challenge: Spaß und Wettbewerb für jedermann
Am Samstag lädt das PUCH-Museum Judenburg zur „PUCH-KTM-VESPA-Challenge“. Wer teilnehmen möchte, braucht nur ein gültiges Eintrittsticket und eine Anmeldung – der Spaß steht im Vordergrund.
Sonderbriefmarken und Sammler-Editionen
Zum 23. Internationalen Rupert-Hollaus-Rennen/Racing-Days gibt der BSV St. Veit/Gölsen einen Dreier-Briefmarkenblock heraus. Dieser kann am Thucom-Bücherstand im Fahrerlager für 10 € oder per E-Mail an gugerell@aon.at (zzgl. Versandkosten) bestellt werden. Die Motive: Gerhard Föttinger/Maria Walz, Franky Zorn und Franz Kapeller/Markus Billich. Zusätzlich erhältlich: ein 8er-Block mit dem Motiv „Wolfgang Stropek/Peter Demling“ aus 1986 für 24 € (zzgl. Versand).
Das Ticket ermöglicht den Zugang zu Fahrerlager, Pitlane und Ausstellungsbox – Motorsport zum Anfassen, nicht nur zum Zuschauen.
Rennzeiten und Eintrittspreise
Gefahren wird am Samstag, 1. August, und Sonntag, 2. August 2026, jeweils von 8:30 bis 17:30 Uhr. Die Tageskarte kostet 35 €, das Wochenendticket 45 € – jeweils inklusive Zugang zu Fahrerlager, Pitlane und Ausstellung „Berühmte Rennmotorräder“. Rollstuhlfahrer sowie Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt.
Kartenverkauf: vor Ort und online
Tickets sind vor Ort oder online unter www.racingdays.at erhältlich.

