Silent Rider geben Forderung nach Obergrenze von 80 dB(A) auf

Jahrelang schrie man bei Silent Rider ohne Fachkenntnisse und Sachverstand nach einer Obergrenze von 80 dB(A) in allen Fahrzuständen, nur für Motorräder.
Silent Rider - die Initiative gegen Motorradlärm

Aussagen des BVDM werden bestätigt

In einer offiziellen Stellungnahme des eingetragenen Vereins Silent Rider hieß es nun, dass diese Grenze willkürlich und ohne jede Grundlage gesetzt wurde. Man hätte in dem Bereich schlichtweg keine Kompetenzen und wisse gar nicht, was technisch möglich sei. In diese Kerbe schlug bereits der BVDM (Bundesverband der Motorradfahrer e.V.) als er die Mitgliedschaft bei Silent Rider kündigte. Getreu dem Motto "Hauptsache irgendetwas fordern" posaunte man die Forderung nach einer 80 dB(A)-Obergrenze in allen Fahrzuständen dennoch jahrelang in die Welt hinaus und versenkte Zeit und Steuergelder in Plakataktionen. Dass die Grenze für den Dauerbetrieb eines Rasenmähers in Wohngebieten bei 88 dB(A) liegt, spielt dann auch keine Rolle mehr. Auch nicht, dass man sich pauschal mit allen Motorradfahrern anlegte und diese als "schwarze Schafe" oder "nicht ganz hell" bezeichnete. Nun folgt im Kleingedruckten der Salto rückwärts. Man wolle das Ziel umformulieren.

Saftige Gebühren schröpften die Konten der Kommunen

Die Aufnahmegebühr für eine ordentliche Mitgliedschaft beträgt übrigens 5.000 Euro. Kleinere Orte/Regionen zahlen etwas weniger aus den ohnehin schon klammen Kassen. Das Werbematerial ist nicht inkludiert und muss von den Kommunen zusätzlich bezahlt werden. Der Verein wird von Bürgermeistern und Landräten geführt. Erwartet man doch eigentlich von der Kommunalpolitik Augenmaß, Neutralität, politische Kompetenz und gleich großen Interessenseinsatz, wird man von diesen Personen hoffnungslos enttäuscht. Es ist die Politik, die die geltenden Regelungen eingeführt hat und es sind Kommunalpolitiker, die auf dem Rücken der verantwortungsbewusst fahrenden Motorradfahrer, die immer noch deutlich in der Überzahl gegenüber den Rabauken sind, ihre politischen Machtkämpfe ausfechten. Die Motorrad-Reisenden sind ohnehin in den seltensten Fällen irgendwelche Heizer oder Krawallbrüder. Diese sind dann doch häufig regional ansässig. Hier wäre der Ansatz für einen Kommunalpolitiker durchaus gegeben, erst einmal vor seiner eigenen Türe zu kehren und für Verkehrssicherheit für alle zu sorgen. Den Schaden trägt der Motorradfahrer, die Gastro, der Privatvermieter. Es wirkt schon sehr fadenscheinig, wenn an jeder Ferienwohnung und jeder Pension ein "Biker Welcome"-Schild hängt, die örtliche Politik sich dann aber daran stören will, wenn diese von vielen Anwohnern doch herzlich empfangenen Biker, ihr Hobby vor Ort auch ausüben. Touren werden von ortsansässigen Gastronomen und Anwohnern begleitet.

Silent Rider gehört aufgelöst

Nachdem die Kernaussage der Silent Rider nun hinfällig ist und man offiziell mitteilt, dass man über keinerlei fachliche Kompetenz verfügt und sich dahingehend auch nicht beraten lassen hat bevor man Kampagnen und Sprüche publizierte und auch die politische Kompetenz nicht bei ihnen liegt (diese liegt bei Bund und Ländern), gehört der Verein zwingend aufgelöst. Es wurden Gelder verschwendet mit denen man Verkehrssicherheits- und Lärmschutzmaßnahmen hätte unterstützen können. Eine organisierte Hexenjagd, wie sie Silent Rider betreibt, ist nicht angemessen für gewählte politische Organe. Eine Einschränkung von Freiheit darf niemals die Lösung sein. Kommunalpolitiker vertreten auch die Interessen der von ihnen ungeliebten Motorradfahrern sowie von Gastronomen und Einzelhändlern in ihrer Region. Motorradfahrer gehören zu einer Minderheit, sind zumeist Unfallopfer und nicht Verursacher und sind ohnehin fast ausschließlich außerhalb von Ruhezeiten unterwegs. Verlegen Sie Ihre Arbeit von der populistischen zurück auf die politische Ebene, wie es ihre Wähler von Ihnen erwarten und wo Entscheidungen über Normen getroffen werden. Beenden Sie diese Aktion, noch bevor etwas passiert!
Text: Alexander Klose


#Lärmdebatte

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