Aprilia RSV4 XTrenta – 230 PS für die Rennstrecke

Exakt 100 Stück werden gebaut. Jede kostet 50.000 Euro plus Steuern. Und darf nicht auf der Straße gefahren werden. Rennfahrer dürften dennoch frohlocken.
Vor 30 Jahren schnappte sich Aprilia die WM-Krone in der 125er-Klasse. Das muss gefeiert werden. Darum gibt es jetzt ein neues X-Modell der Italiener – die RSV4 XTrenta. Bestellt werden kann sie ab dem 6. September 2022. Ranhalten ist angesagt: 13 PS mehr, 13 Kilogramm weniger – die Leistungsbilanz des Editionsmodells weckt Begehrlichkeiten, betrachtet man sie mit den Augen eines ambitionierten Rennstreckennutzers, der bislang mit Serien-RSV4 Factory vorliebnehmen muss. Dabei ist die mit ihren 217 PS bereits ganz vorn dabei im Hinblick auf Performance.

230 PS für die Rennstrecke

Als XTrenta (trenta = dreißig) ist die RSV4 ein reines Rennstrecken-Vehikel: Eine Straßenzulassung gibt es nicht. Muss es auch nicht für so einen kompromisslosen High-End-Flitzer. 230 PS, 166 kg Kampfgewicht, Carbon-Karosserie, MotoGP-Aerodynamik-Set. Auf der Straße hat ein solches Bike nichts verloren.

Deutlich verbesserte Aerodynamikwerte

Ersonnen hat die Aprilia RSV4 XTrenta das Noale Racing Department. Die RSV4 XTrenta ist das erste Motorrad überhaupt, bei dem der „Under Wing“ an der Schwinge montiert ist. Gemeint ist der untere Flügel, mit dem die RS-GP-Motorräder seit 2019 ausgestattet sind. Kenner und Spötter bezeichnen ihn auch als „Löffel“. Die Aerodynamikwerte verbessern sich damit um 25 Prozent, der Luftwiderstand sinkt um 4 %.

Feinstes Zubehör und geschmiedete Magnesiumfelgen

Die Leistungssteuerung des italienischen V4-Motors (1.099 ccm) übernimmt ein speziell kalibriertes Magneti Marelli-Steuergerät. Das Getriebe ist exklusiv für die XTrenta mit einem Titan-Ritzel der Marke PBR ausgestattet. Fußrasten, Lenkerhebel und der CNC-Tankdeckel stammen von Spider. Die elektronische Ausstattung orchestriert ein JetPrime-Racing-Panel. Die Brembo-Bremsanlage packt vorn mit GP4-MS Monoblock-Bremssätteln und T-Drive-Scheiben (330 mm) zu. Auf die geschmiedeten Magnesiumfelgen Marchesini M7R GENESI passen Pirelli Diablo SBK Slick-Reifen in den Größen 120/70 und 200/65, mit SC-1-Mischung vorn und SC-X-Mischung hinten. Zwei Kilogramm sparen die Räder ein, im Vergleich zur Standardausführung.

Lack im Stil der ersten Weltmeistermaschine

Die Lackierung der neuen Aprilia RSV4 XTrenta stellt eine zeitgemäße Interpretation der Lackierung dar, mit der Aprilia 1992 den ersten von 54 Weltmeistertiteln errang. Premiere feierte die X-Reihe von Aprilia 2019: Das Eröffnungstänzchen durften die RSV4 X und das Hyper-Naked-Bike Tuono X drehen.
Text: Ralf Bielefeldt, Fotos: Aprilia


#Aprilia#MotoGP#Motorsport#Neuheiten#Supersport

Neues auf motorradundreisen.de