Mittelklassemotorräder – Auch für die neue Fahrerlaubnisklasse bis 48 PS!

Ob BMW, Honda, Harley oder Ducati – rund um die neue 48 PS-Einsteigerklasse gibt es inzwischen von fast jeder Motorradmarke das passende Angebot...
03.03.2014
| Lesezeit ca. 19 Min.
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Schedl R., M&R Archiv, Hersteller

Für Groß und Klein: BMW F 800 R

BMW F 800 R
BMW F 800 R
Erkennungszeichen der BMW F 800 R ist deutlich die markante Lampenführung und ordnet sich mit dieser als Naked-Bike in die F 800 Palette ein. Das Herzstück stellt der gleiche Motor dar, welcher auch in der F 800 GS verbaut wird, allerdings mit einigen kleinen Modifikationen. So erreicht das Rotax-Triebwerk in der F 800 R Version eine Leistung von 87 PS sowie ein Drehmoment 86 Nm, welches bei 6.000 Umdrehungen/Minute anliegt. An Fahranfänger wurde jedoch auch gedacht und so lässt sich die Leistung auf 48 PS drosseln. Der Sound des wassergekühlten Reihenzweizylinders mit der Baubezeichnung Parallel-Twin ist dem eines Boxer-Motors sehr ähnlich. Dies liegt an der prinzipiell ähnlichen Bauart. Der Parallel Twin verfügt über einen Hubzapfenversatz von 0°, der altbekannte Boxermotor der R 1200 GS 360°. Die F 800 R besitzt ein Tankvolumen von 16 Liter. Das reicht bei einem sparsamen Verbrauch von etwa 4,8 Liter auf 100 Kilometer auch für längere Touren ohne Tankpause. Außerdem zeichnet sich diese „Nackte“ als überaus beeindruckendes Allroundtalent aus. Die BMW F 800 R eignet sich obendrein auch für nahezu jeden Motorradfahrer, denn selbst vollgetankt bringt sie nur knappe 200 Kilogramm auf die Waage. Zudem gibt es verschiedene Sitzbänke, welche eine auf die Körpergröße angepasste Sitzhöhe ermöglichen. Diese reicht dann von 775 mm bis 825 mm. Für einen angemessenen Fahrspaß sorgt ein Fahrwerk mit einer 43 mm Telegabel vorn sowie eine Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein hinten. Natürlich kann sich BMW-typisch auch das sonstige, aber aufpreispflichtige Zubehör sehen lassen: Nebenmehrereren Koffersystemen sind unter anderem auch aktuell höchst angesagte moderne LED-Leuchten, Motorschutzbügel und Spoiler sowie Sportschalldämpfer und Hauptständer zum Basismodell hinzubuchbar. Absolut begrüßenswert: Zur Serienausstattung gehört jedoch – wie seit 2013 bei BMW bei allen Modellen üblich – das gut funktionierende BMW ABS. Erstehen kann man das aktuelle Modell in den stilvollen Farbvarianten Lightwhite uni / Blackstorm metallic / Schwarz seidenglänzend, Sakhiorange metallic / Schwarz seidenglänzend sowie dem sportlichen Racingblue metallic / Alpin-weiß uni für einen Preis, der schon bei 8.900,-- Euro beginnt.
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Sportlicher Tourer: BMW F 800 GT

BMW F 800 GT
BMW F 800 GT
Wer gerne etwas sportlicher durch die Lande touren möchte, der sollte sich die BMW F 800 GT, die Sporttourer-Variante aus BMWs F 800 Serie, einmal genauer anschauen. Diese eignet sich nämlich nicht nur für die tägliche Fahrt zur Arbeit oder für Tagestouren am Wochenende, sondern taugt mit Koffern ausgestattet auch für längere Reisen. In ihr schlummert der gleiche 798 ccm-Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor wie auch im Rest der Serie, hier allerdings in einer etwas leistungsstärkeren Spezifikation, mit 90 PS und einem maximalen Drehmoment von 86 Nm bei 5.800 Umdrehungen/Minute. Wie auch bei der BMW F 800 R kann man die Sitzhöhe mittels verschiedener Sitzbänke aus dem Zubehörkatalog variieren. Bei der ausgelieferten Standardversion beträgt die Höhe akzeptable 800 mm. Kleinere Personen greifen besser gleich zur Version, welche 35 mm niedriger ist. Großgewachsene Motorradfans können außerdem eine andere Variante mit einer Sitzhöhe von 820 mm ordern. Der Tank ist mit einem Volumen von 15 Litern bei einem äußerst geringen Verbrauch von nur rund vier Litern auf hundert Kilometer auch für längere Touren ausreichend groß gewählt. Einer Tagestour von 300 Kilometer steht also auch ohne Nachtanken nichts im Wege. Neben dem serienmäßig verbauten ABS bietet BMW noch einen weiteren elektronischen Helfer zur Steigerung der Sicherheit an. Die allerdings nur gegen Aufpreis erhältliche automatische Stabilitätskontrolle (ASC) regelt das ans Hinterrad übertragene Drehmoment je nach Reibwert der Straße, um ein – zum Beispiel bei Nässe – Durchdrehen zu vermeiden. Das ASC kann natürlich selbst während der Fahrt jederzeit deaktiviert werden, jedenfalls wenn ein elektronisches Eingreifen dann mal nicht erwünscht sein sollte. Farblich kann bei der flotten BMW F 800 GT zwischen Valenciaorange metallic, Lightwhite oder auch Darkgraphit metallic gewählt werden. Preislich liegt der Sporttourer aktuell inklusive ABS bei akzeptablen 10.400,-- Euro.

Bella Figura: Ducati Monster 696

Ducati Monster 696
Ducati Monster 696
Wer gleich mal edel ins Motorradleben einsteigen will, der sollte ab sofort über eine Ducati Monster 696 nachdenken. Immerhin wartet selbst das günstigste Modell der roten Renner aus Bologna mit reichlich edlen Details auf. Dazu zählen dann die massive Schwinge aus Aluminium sowie die fette Upside-Down-Gabel. Außerdem kann man die kleinste Monster von den größeren Geschwistern dieser Modellreihe auf den ersten Blick kaum unterscheiden. Darüber hinaus kommt die wendige Duc als Leichtgewicht daher. Sie wiegt vollgetankt gerade mal 185 Kilogramm. Insbesondere Mädels, die dem ultimativen Schräglagenspaß frönen wollen, lieben das genauso wie die niedrige Sitzhöhe von 78 Zentimetern. Da kommen dann auch Zeitgenossen mit kurzen Hax'n gut zurecht. Auch muss man der Baby-Monster konstatieren, dass das Fahrwerk bestens funktioniert. Es fühlt sich straff an, ist aber komfortabel genug. Hinsichtlich der Optik muss man ebenfalls nicht viele Worte verlieren, denn die Monster 696 kommt – auch wenn Ducati inzwischen zum VW Konzern gehört – aus dem Land, wo der Knopf einer Jeans den geneigten Designern genug Stoff liefert, um dessen Optik mehrere Tage lang engagiert zu diskutieren. Kurzum: Die kleine Duc macht einfach eine bella Figura. Dazu passt auch die Auspuffanlage. Sie besteht komplett aus Edelstahl. Der vordere Krümmer wirkt fast elegant, hinten zeigt die Monster zwei halbhoch verlegte Schalldämpfer. Sie liefern auch im Stand genau jenen kernigen Sound, den so viele Fans des Gasschiebers lieben. Mal in Fahrt gekommen, braucht die hübsche Italienerin allerdings stets genug Drehzahl. Schaltfaules Fahren mag sie nicht, Drehzahlen über 4.000 Touren dagegen sehr. Ab knapp 80 km/h lässt sich auch der sechste Gang nutzen. Dann glänzt der V2 mit ordentlich Druck, nimmt sauber Gas an und ab geht die Post. Die 696 bleibt dann bei aller Wendigkeit stets neutral, wird nie nervös und vermittelt dem Fahrer dadurch viel Vertrauen. Farblich kann bei der kleinen Ducati eigentlich nicht wählen, sie gehört nun mal zu den Roten. Dennoch wird das wieselflinke Motorrad in Dark Stealth und auch Stone White angeboten. Inklusive ABS wechselt die kleine, zauberhafte Monster ab 8.790,-- Euro.
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Born to be wild: Harley-Davidson 883

Harley-Davidson 883
Harley-Davidson 883
Und wer hätte es gedacht: Auch Harley-Davidson bietet in der Einsteiger – Klasse eine Modellreihe an, die Sportster. Deren günstigster Vertreter, die Sportster Iron 883, kostet 8.955 Euro, wobei der unverzichtbare V2-Motor aus eben jenen 883 ccm Hubraum nominell 53 PS schöpft. Der Einstieg in den „American Way of Ride“ bleibt also bezahlbar. Wer es fetter mag: Klar bieten die Amis 1200er-Sportster oder sogar Big Twins in der 48-PS-Klasse an. Aber bleiben wir mal bei der 883 mit 266 Kilogramm (vollgetankt) Gewicht. Es ist also nicht so einfach, das 266-Kilo-Stahlross in die Senkrechte zu hieven, trotz des 75 Zentimeter tiefen Sitzes. Obwohl die Sporty stabil und massiv daher kommt – selbst der US-Lack wirkt dicker –, wenn das amerikanische Edelmetall ins Rollen kommt, spürt man nur noch die pure Lust am Fahren. Der US-Roadster verfügt über zwei Ventile je Kolben und wird mittels Stoßstangen und vier unten liegende Nockenwellen angetrieben. Selbst der kleinste Harley-V2 gehört also in die Hall of Fames des U.S.-Maschinenbaus. Außerdem: Eine Harley erklärt sich selbst und ist seit dem Film „Born to be wild“ ein Mythos. Die auf 45 PS gedrosselte 883 ist für das entspannte Gleiten gemacht. Dazu trägt auch die typische US-Sitzposition aus, die sich seit Peter Fondas Easy-Rider-Roadtrip anno 1969 wenig bis gar nichts geändert hat. Üblicherweise kommt die 883 in Schwarz daher, es gibt aber auch aufpreispflichtige Farboptionen. Die Preise der Sportster-Reihe beginnen bei 9.000,-- Euro.

Raubtier der Straße: Honda CB650F

Honda CB650F
Honda CB650F
Honda hat die Motorrad-Mittelklasse ja schon vor langer Zeit für sich entdeckt und bietet aktuell in diesem Segment eine wahre Modellflut an. Die CB650F kommt mit einem 649 ccm großen, flüssigkeitsgekühlten Reihenvierzylinder daher, welcher dem Naked Bike eine Leistung von 87 PS mit einem Drehmoment von 63 Nm bei 8.000 Umdrehungen/Minute verleiht. Die zur Verfügung stehende Kraft soll sich hierbei linear entfalten und somit auch im Drehzahlkeller für ordentlich Vortrieb sorgen. An alle Motorradeinsteiger mit A2 Führerschein wurde auch gedacht, denn eine Zähmung auf 48 PS wird ebenfalls angeboten. Für ein sauberes Kurvenverhalten sollen Aluminiumschwinge, Monoshock-Federbein, eine 41 mm Teleskopgabel so – wie das geringe Gewicht von 208 kg bei vollem Tank garantieren. Ausgiebigen Kurvengenuss ohne lästigen Boxenstopp lässt der Tank auch zu, denn bei 17,3 Litern Fassungsvermögen und einem geringen Verbrauch stellt eine Reichweite von rund 350 Kilometer kein Problem dar. Für Sicherheit, auch in unangenehmen Situationen, sorgt das ABS, mit welchem Honda die CB650F serienmäßig ausstattet. Die gedrungene und aufsteigende Form sowie die markanten Krümmer, kombiniert mit dem sehr kurzen Endschalldämpfer sollen in der Summe – laut Honda – ein sprungbereites Raubtier symbolisieren. Na ja, der bekannte Begriff Streetfighteroptik kommt dem Ganzen doch ein wenig näher. Dazu passen dann auch die höchst plakativ wirkenden Farbvarianten HRC Tricolor sowie Pearl Queen Bee Yellow. Logisch, dass Form und Farbgebung besonders auf junge Leute abzielen. Wer es dagegen etwas bodenständiger mag, für den bietet Honda die CB650F auch in der schlichten Farbvariante Matt Gunpowder Black Metallic an. Im Kontrast zum sonst doch recht kecken Äußeren steht das Cockpit. Das wirkt durch die Aufteilung von Tacho und Drehzahlmesser links, Blinker und Fernlichtleuchte
in zentraler Position sowie Tankanzeige, Uhrzeit und weitere Kontrollanzeigen rechts, sehr aufgeräumt und übersichtlich. Die Anschaffungskosten für die „Raubkatze“ belaufen sich auf 7.690,-- Euro in der Grundausstattung.

Preiswerter Einstieg: Honda CB500F

Honda CB500F
Honda CB500F
Mit der optisch wirklich sehr interessanten CB500F bietet Honda ein Allround Motorrad an, welches die Bedürfnisse von jungen Führerscheinneulingen vollkommen befriedigt. Der flüssigkeitsgekühlte Reihenzweizylinder mit 471 ccm
Hubraum leistet führerscheinkonforme 48 PS mit einem Drehmoment von 43 Nm bei 7.000 Umdrehungen/Minute. Für ein handliches und vor allem sicheres Fahrverhalten soll eine ProLink Hinterradaufhängung, ein tief liegender Schwerpunkt sowie die zentralisierte Massenanordnung Sorge tragen. Kleineren Personen kommt die niedrige Sitzhöhe von gerade einmal 790 mm sowie das geringe Gewicht von 192 Kilogramm trotz vollem Tank klar entgegen. Gerade Greenhorns wollen mit dem Motorrad die Welt entdecken und können dieses mit der CB500F auch ohne ständiger Tankstellensuche. Der recht geräumige Tank mit einem grundsoliden Fassungsvermögen von 17,3 Litern bietet bei entsprechender Fahrweise einen extrem niedrigen Verbrauch und damit nahezu grenzenlosen Kurvenspaß. Für alle Reiselustigen werden aufpreispflichtig auch Topcase (35 Liter) und Koffersystem (2 x 29 Liter) sowie entsprechende Halterungen vertrieben. Design – technisch ist die CB 500 F aktuell an ihren großen Bruder – CB1000R – angelehnt. Sie hat mit der Ur-Version der 500er nun überhaupt nichts mehr zu tun. Sie weicht wegen der heutigen Verkleidungsteile auch von der ursprünglichen Naked Bike Norm ab. Bei der Lackierung überlässt Honda dem Käufer die Wahl zwischen den drei Farbvarianten Pearl Himalayas White, Graphit Black und Candy Ruby Red. Obwohl Honda versucht, die Produktionskosten so gering wie möglich zu halten, wurde an Ausstattung und vor allem Sicherheit nicht gespart. Neben einer modernen LCD-Anzeige im Cockpit, und zwar mit allen nötigen Anzeigen, gehört auch ein ABS-System zur serienmäßigen Ausrüstung. Preislich gibt Honda die eingesparten Produktionskosten an die Kunden weiter, die CB500F belastet das Portemonnaie des potenziellen Käufers mal gerade mit 5.590,-- Euro.

Einsteigerfreundlich: Honda NC700

Honda NC700
Honda NC700
Mit seinem auf gleichen Komponenten aufbauenden Trio NC 700 S, NC 700 X und dem Roller Integra besetzen die Japaner mit noch mehr Modellen die Motorrad-Einsteiger-Klasse. Äußerst viel Wert legten die Entwickler auf die Fahrdynamik und ein einsteigerfreundliches Handling. Gerade auf diese Zielgruppe und natürlich die der Wiedereinsteiger zielt man ab. Der flüssigkeitsgekühlte 670-ccm-Zweizylinder leistet 48 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 60 Nm bei 4.750 U/Min. Optional (1.000,-- Euro Aufpreis) lässt sich die NC700S auch mit Doppelkupplungsgetriebe ausstatten - eine Schaltautomatik. Für den nötigen Stauraum sorgt in der Serienausstattung
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ein Helmfach genau an der Stelle, wo man normalerweise den Tank vermutet. Dieser befindet sich mit einem Volumen von 14,5 Litern aber im Rahmendreieck und sorgt so für einen niedrigen Schwerpunkt und gutes Kurvenhandling. Dank niedrigem Kraftstoffverbrauch (unter 4 Liter bei normaler Fahrweise), gibt der Hersteller für eine Tankfüllung eine tourentaugliche Reichweite von 300 bis 400 Kilometer an. Dafür, dass sich das agile Einsteigermotorrad auf engen Tornanti ebenso wohlfühlt wie in der Stadt, sorgt die 41 mm Federgabel vorn und der Monostoßdämpfer mit Pro-Link-Umlenkung hinten. Für die nötige Sicherheit in jeder Lebenslage gibt es ab Werk eine Combined-ABSBremsanlage. Damit ist Honda mal wieder auf der Höhe der Zeit. Die moderate Sitzhöhe von 790 mm sorgt dann noch stets für den sicheren Stand in fast allen Lagen. Farblich gibt es die NC700S in Seal Silber Metallic, Pearl Sunbeam Weiß und Graphite Schwarz. Wem die S-Version dann vielleicht doch ein wenig zu bieder ist, der kann auch auf die Honda NC700X zurückgreifen, die optisch als dynamischer Crossover (Preis: 6.230,-- Euro) daherkommt, aber ansonsten nahezu baugleich mit der NC700S ist. Das gilt auch für die Leistungsdaten des Motors mitsamt seinem geringen Verbrauch. Farblich gibt es das flotte Modell in Darkness Schwarz Metallic, Digital Silber Metallic, Pearl Sunbeam Weiß und Magna Rot.

Einsteigerfreundlich: Honda NC750S

Honda NC750S
Honda NC750S
Mit der NC750S bietet Honda einen weiteren Allrounder an, welcher aus der NC700 hervorging. Wie der Name bereits verrät, wurde ein etwas anderer Motor verbaut. Der flüssigkeitsgekühlte Reihenzweizylinder mit einem gegenüber der NC 700 S 75 ccm größeren Hubraum erzielt im Leistungstest einen Spitzenwert von 55 PS mit einem ganz ordentlichen Drehmoment von 68 Nm, das bereits bei 4.750 Umdrehungen/Minute zur Verfügung steht. Für schaltfaule Fans des Gasschiebers wird auch für die 750S gegen 1.000,-- Euro Aufpreis das hondaeigene Doppelkupplungsgetriebe angeboten, welches stets vollautomatisch für die richtige Gangwahl sorgt. Eine manuelle Schaltung per Knopfdruck ist ebenfalls möglich, wenngleich das Kuppeln entfällt. Hinsichtlich des Verbrauchs soll die Honda nur 3,5 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Das ist ein Wert, mit dem es sich leben lässt. Wer nach einer Tagestour die 14,1 Liter Sprit des Tanks nahezu verfahren hat, der wird beim Ansetzen des Tankrüssels zunächst ins Leere gucken, denn dort, wo sich bei normalen Motorrädern der Tank befindet, wurde wie in der NC700-Reihe ein Stauraum geschaffen, der zum Beispiel auch einen Helm aufnehmen kann. Der richtige Tank befindet sich dann direkt unter der Sitzbank, um einen günstigereren Schwerpunkt zu ermöglichen. Dazu passt nicht nur die moderate Sitzhöhe von 790 mm, sondern auch das recht geringe Gewicht von 216 Kg. Für sicheres Bremsen – auch in Notsituationen – besitzt die NC750S serienmäßig eine Combined-Bremsanlage mit ABS. Je nach Wahl wird die Honda in den Farben Graphite Black, Matt Pearl Glare White oder Candy Arcadian Red lackiert. Wer gerne mit dem Motorrad reist, dem sei über die Serienausstattung hinaus auch ein Blick in das Zubehörprogramm empfohlen. Dort gibt es neben einem Koffersatz mit viel Stauraum auch verschiedene Windabweiser, welche das Reisen noch angenehmer gestalten sollen. Der Preis für die NC750S beginnt bei 5.990,-- Euro.
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Ein Erfolgsmodell: Kawasaki ER-6n

Kawasaki ER-6n
Kawasaki ER-6n
Die ER6-Reihe markiert im Mittelklassesegment wohl einen der größten Erfolge von Kawasaki. Seit 2006 wird sie angeboten und erfreut sich besonders bei jungen Leuten und Motorradamazonen großer Beliebtheit. Kawasaki setzt bei seinen ER-6 Modellen auf das Baukastenprinzip. Obwohl sich die Naked-Version ER-6n und die Sportvariante ER-6f optisch sehr deutlich unterscheiden, so ist das Grundgerüst doch identisch. Die Leistung von 72,1 PS mit einem Drehmoment von 64 Nm bei sportlichen 7.000 Umdrehungen/Minute wird von einem flüssigkeitsgekühlten Reihenzweizylinder mit 649 ccm generiert. Es ist jedoch auch eine gedrosselte Version mit 48 PS für Neueinsteiger verfügbar. Um unsanftes Ansprechen beim Gasgeben zu vermeiden, wurde der ER-6 auch Kawasakis Doppeldrosselklappentechnologie spendiert. Hierbei wird eine direkt über den Gasgriff vom Fahrer gesteuert, eine weitere wird elektronisch vom Steuergerät angesprochen. So erreicht man ein lineares Ansprechverhalten sowie eine höhere Verbrennungseffizienz. Kurzum, das funktioniert wirklich hervorragend. Der Doppelrohrrahmen, die Doppelrohrschwinge, eine 41 mm Teleskopgabel und vor allem das einstellbare Monofederbein sorgen für ein gutes Handling und bieten die Möglichkeit zur individuellen Anpassung des Fahrwerks auf die eigenen Ansprüche. Kawasaki verpasst der ER-6 einen geräumigen Tank, welcher 16 Liter fasst und Tagestouren von 300 Kilometern ohne Tankstopp problemlos möglich macht. Der sportliche Tandemsitz mit dicker Polsterung sorgt hierbei für einen hohen Sitzkomfort, auch bei ausgiebigeren Touren. Fahrfertig bringt die ER-6 206 kg auf die Waage, ein guter Wert. Die Sitzhöhe von 805 mm erfordert aber schon normal lange Beine. Für kleinere Personen werden allerdings auch andere Sitzbänke im Handel angeboten. Die Lampenmaske fügt sich in die sportliche Linienführung der ER-6 ein und die kantig angeordneten Doppelscheinwerfer unterstreichen so etwas wie einen Streetfighter-Look.
Auf die Sicherheit wurde bei der Entwicklung der ER-6 ebenfalls hohen Wert gelegt, denn ein ABS gibt es in Serie. Ein weiteres interessantes Feature für alle Spritsparer ist das ECO-Kontrolllicht, welches leuchtet, wenn man besonders ökonomisch fährt. Die ER-6n ist in den Farbkombinationen Candy Flat Blazed Green / Metallic Flat Spark Black, Pearl Flat Stardust White / Metallic Flat Spark Black und Metallic Spark Black / Metallic Flat Spark Black erhältlich. Der Preis für das 2014er-Modell beträgt inklusive ABS 6.495,-- Euro.

Austria’s Überflieger: KTM 690 Duke

KTM 690 Duke
KTM 690 Duke
Denkt man an den Namen KTM, dann fällt einem ganz schnell der Begriff „Attacke“ ein! Keine andere Marke bewirbt ihre Modelle so aggressiv, wie die „Ready-torace-Truppe“ aus Mattighofen. Da könnte man es fast übersehen, dass sie mit der 690 Duke auch über ein Einstiegsmodell – auch mit 48 PS erhältlich – in der Mittelklasse verfügen. Wie auch immer, mit der 690 Duke bietet der österrreichische Motorradhersteller ein straßentaugliches Naked-Bike mit den Fahreigenschaften einer Supermoto an. Die Duke wird von einem starken LC4-Einzylinder-Motor mit einem Hubraum – wie der Name schon erraten lässt – von 690 ccm befeuert. Aus dem einen Zylinder wird ordentlich Leistung herausgekitzelt – er bringt ungedrosselt satte 68 PS auf die Straße.
Durch die elektronisch geregelte Doppelzündung soll das Benzingemisch immer
effektiv gezündet werden. Zusätzlich besitzt die KTM 690 Duke die Ride-by-Wire Technologie, die Drosselklappen werden also vollständig von der elektronischen Steuerung geöffnet und geschlossen, wodurch sich das Beschleunigen immer perfekt anfühlen soll. Die Bauart des Motorrades setzt vollständig auf Leichtigkeit. Ein superleichter Gitterohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl, ein breiter Lenker aus Aluminium und weitere Leichtbauteile sorgen für ein extrem niedriges Gesamtgewicht von unter 150 kg im unbetankten Zustand. Wer nun denkt, dass die 690 Duke als optimales Motorrad für kleinere Personen prädestiniert ist, der irrt sich, denn die Sitzhöhe beträgt 835 mm. Durch die kompakte Bauweise liegt der Schwerpunkt sehr zentral und darüber hinaus soll ein Fahrwerk aus dem Hause WP (gehört inzwischen zu KTM) mit einer 43 mm Upside-down-Gabel und Monoshock-Federbein für eine top Kurvenlage sorgen. Für die Sicherheit wurden bei der Duke Brembo Sportbremsen und ein sehr feinfühliges ABS-System verbaut. Die KTM 690 Duke ist in einem weißen und einem schwarzen Farbton plus Orange verfügbar und erleichtert die Geldbörse um 7.895,-- Euro.

Dynamik pur: Triumph Street Triple

Triumph Street Triple
Triumph Street Triple
Mit der Street Triple hat Triumph einen alten Bekannten im Angebot. Seit 2007 wird der Dauerbrenner Street Triple produziert – und stets weiterentwickelt. Die aktuelle Version besitzt den für Triumph typischen Reihendreizylinder mit 675 ccm Hubraum. Dieser verleiht dem Motorrad ordentlich Leistung, 106 PS und ein Drehmoment von 68 Nm bei 9.750 Umdrehungen/Minute. Das Ganze lässt sich allerdings auch auf 48 PS reduzieren, damit auch Einsteiger mit A2 Führerschein in den Genuss der Street Triple kommen können. Wer nicht nur gerne durch die Gegend tourt, sondern sein Können auch am Geschwindigkeitslimit testen möchte, der kann mit der Street Triple an dem von Triumph geführten Street Triple Cup teilnehmen und sich mit anderen Fahrern auf der Rennstrecke messen. Ein gutes Handling ist hierbei natürlich unabdingbar und soll bei der Street Triple durch ein Fahrwerk von KYB mit 41 mm Upside-down-Gabel und Monoshock Federbein gewährleistet werden. Allerdings werden Kurvenliebhaber von der Street Triple des Öfteren zum Boxenstopp gezwungen. Der Tank verfügt nämlich nur über ein Fassungsvermögen von 17,4 Litern. Nicht gerade üppig, wenn man bedenkt, dass bei der Triumph durchschnittlich 6,3 Liter auf 100 Kilometer durch die sequenzielle Multipoint-Einspritzung mit SLS laufen. Reichweiten von 300 Kilometer sind so kaum möglich. Dagegen ist das Gewicht höchst akzeptabel, mit allen Flüssigkeiten bestückt und vollgetankt kommen gerade mal rund 200 kg zusammen. Die Sitzhöhe beträgt 80 cm, ein normaler Wert für ein Allround-Motorrad. Für Reisefans, die mit Gepäck unterwegs sind, werden als Originalzubehör ein Top case sowie eine Tanktasche angeboten.
Anders als früher gehören bei der Street Triple inzwischen Bremsen mit ABS
zum serienmäßigen Lieferumfang. Gestalterisch bietet Triumph mit vier verschiedenen Farbgebungen ein et was breiteres Farbspektrum als manch anderer Hersteller an. Die Speed Triple wird somit wahlweise in den Farben Cosmic Green, Caribbean Blue, Crystal White oder Phantom Black ausgeliefert.
Preislich liegt die Triumph auf einem etwas höheren Niveau und kostet in der Grundausstattung 8.450,-- Euro, allerdings inklusive ABS.

Grundsolide: Suzuki Gladius 650 ABS

Suzuki Gladius 650 ABS
Suzuki Gladius 650 ABS
Wer auf die Suche nach einem Vernunftmotorrad geht, der wird fast zwangsläufig bei Suzuki landen. Mit der Gladius 650 ABS bietet Suzuki ein Naked Bike mit einem sehr gutmütigen Charakter an. Wer eine Gladius fährt, der will eben nicht rasen, sondern gut und sicher von A nach B kommen und dabei den Genuss der Fahrt voll ausschöpfen. Indes muss man aber dennoch zur Kenntnis nehmen, dass diese Japanerin keineswegs untermotorisiert ist. In der Gladius werkelt nämlich ein grundsolider 645 ccm-90°-V-Twin-Motor, welcher immerhin 72 PS und ein Drehmoment von 64 Nm bei 6.400 Umdrehungen/Minute entfaltet. Für Besitzer des A2-Führerscheins kann die Leistung der Gladius auf 48 PS reduziert werden. Sollte man während der Fahrt einmal in eine brenzlige Situation geraten, so kann man ohne Ängste eine Vollbremsung einleiten, denn wie der Name schon verrät, wurden der Gladius gut funktionierende Bremsen mit ABS verpasst.
Durch die niedrige Sitzhöhe von 785 mm sowie einem Gewicht von 205 kg lässt sich die Gladius auch von kleineren Personen und Frauen gut manövrieren. Farblich sind die Variationen Metallic Thunder Gray/Glass Sparkle Black, Pearl Vigor Blue / Pearl Glacier White sowie Metallic Mat Black No. 2/Glass Sparkle Black erhältlich. Der Preis für die Gladius beläuft sich in der Grundausstattung auf 7.290,-- Euro.

Master of Torque: Yamaha MT-07

Yamaha MT-07
Yamaha MT-07
Masters of Torque – oder übersetzt die Meister des Drehmoments – versteckt sich hinter dem Kürzel der neuen MT-Serie von Yamaha. Der japanische Motorradhersteller bietet mit der MT-07 ein neues Naked Bike im mittleren Hubraumsegment an, welches vor allem durch reichlich Fahrspaß und einen angenehm erschwinglichen Preis überzeugen soll. Unter dem Sitz werkelt ein flüssigkeitsgekühlter Zweizylindermotor mit 689 ccm. Dieser entfaltet seine volle Leistung bei 6.500 Umdrehungen/Minute und erreicht einen Maximalwert von 74,8 PS sowie ein Drehmoment von 68 Nm. Besonders für kleinere Personen und Frauen ist die MT-07 optimal geeignet, da sie mit einer eher geringen Sitzhöhe von 805 mm und einem vollgetankten Fliegengewicht von 179 kg auftrumpft. Zu diesem Gewicht addieren sich noch einmal 3 kg, wenn das Motorrad (hoffentlich) mit ABS bestellt wird, welches leider bislang nicht serienmäßig verbaut wird und als gute Investition in die eigene Sicherheit mit 500,-- Euro Aufpreis zu Buche schlägt. Wer häufig ausgiebigere Touren fährt, der sollte mehrere Tankstopps einplanen, denn obwohl mit einem sparsamen Verbrauch geworben wird, macht der kleine 14-Liter-Tank Zusatzstopps logischerweise unabdingbar. Beim Design haben sich die Entwickler offensichtlich von Streetfightern inspirieren lassen: Breiter Lenker, ein optisch weit vorne liegender Schwerpunkt, Lufteinlassstutzen und ein kurzer Auspuff erzeugen eine recht martialische Optik. Das passt sicher zu den selbst gesteckten Zielen von Yamaha: Die MT-07 soll in der gedrosselten 48-PS-Version besonders auch junge Fahrer mit der Führerscheinklasse A2 ansprechen. Dennoch kommt der Komfort nicht zu kurz, denn durch eine aufrechte Sitzposition lassen sich auch längere Touren bequem und entspannt fahren. Die MT-07 wird in den Farben Racing Red, Race Blue, Competition White, Matt Grey und Deep Armor ausgeliefert und zeigt sich auch preislich attraktiv, denn ihr Preis beträgt in der Grundausstattung
günstige 5.495,-- Euro.

Vernunftmotorräder: Yamaha XJ6

Yamaha XJ6
Yamaha XJ6

Mit der XJ6-Serie bietet Yamaha weitere schon länger bekannte, aber ständig überarbeitete Modelle in der Kategorie der günstigen Mittelklasse-Motorräder an. Die Serie teilt sich auf die XJ6 als klassisches Naked Bike, die XJ6 Diversion mit Halbverkleidung und die XJ6 Diversion F mit Vollverkleidung auf.
Überzeugen soll die XJ6 durch ihre flotte Gangart und ihrem leichtgängigen Handling, welches durch das kompakte Fahrwerk in Kombination mit dem relativ leichten Rohrrahmen und einer geringen Sitzhöhe von gerade einmal 785 mm gewährleistet werden soll. Das Herz der XJ6 stellt ein flüssigkeitsgekühlter
Vierzylinder mit einem Hubraum von 600 ccm dar. Dieser sorgt mit 77,5 PS
und einem Drehmoment von 59,7 Nm bei 8.000 Umdrehungen/Minute für ordentlich Vortrieb. Für alle Neueinsteiger sei aber auch angemerkt, dass auch eine auf 48 PS gedrosselte Version vertrieben wird, welche dann mit dem A2 Führerschein gefahren werden darf. Für die Stimulation des Gehörsinns sorgt
die verbaute 4-in-1 Auspuffanlage, welche einen angenehmen Sound vermittelt.
Sicherheitstechnisch ist zu jeder Variante der XJ6-Serie eine Bremsanlage mit ABS erhältlich, welche jedoch und völlig unzeitgemäß ein aufpreispflichtiges Extra darstellt. Das Design soll vor allem Vernunftsfahrer ansprechen und wirkt durch Linienführung, Tank sowie Verkleidung zwar dynamisch, aber keinesfalls
aggressiv. Auch am Gewicht sieht man, dass dieses Motorrad in die Kategorie
Vernunft gehört. Vollgetankt bringt es verträgliche 211 Kilo auf die Waage. Die Modelle gibt es in den Farbgebungen Midnight Black, Competition White und Race Blue, mit blau abgesetzten Felgen und Zierelementen. Des Weiteren ist ein Modell „SP“ mit zusätzlichem Rahmenschutz und Tankpad in Carbonoptik sowie weiteren Extras wie Cockpit in Rennoptik und markanter Beklebung „6er-Logo“ erhältlich. Preislich beginnen die verschiedenen Modellvarianten – jeweils ohne
ABS – mit der Naked Version bei 6.695,-- Euro und der halb verkleideten XJ6 Diversion bei 7.095,-- Euro. Das empfohlene ABS kostet einen Aufpreis von 300,-- Euro bei der Naked-Version beziehungsweise 400,-- Euro bei der halbverkleideten Diversion. Das „SP“-Sondermodell ist dagegen inklusive ABS für 7.395,-- Euro zu haben.

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