Ausprobiert: Multitool Leatherman Curl

Ein echter Leatherman für nur 99,-- Euro? Wir werfen einen genauen Blick auf das Einstiegsmodell Curl.
Leatherman Curl
Ein Multitool ist für viele Motorradfahrer das Äquivalent zum Schweizer Taschenmesser der Wandersleut. Unter ihnen sind die Werkzeuge von Leatherman besonders beliebt, immerhin bürgt der Hersteller mit einer 25-jährigen Garantie für Qualität. Da man bis zu 249,-- Euro für einen Leatherman investieren kann, bewegt sich der Curl mit 99,-- Euro im Einsteigersegment.

15 Werkzeuge in einem Multitool

Dennoch bringt er insgesamt 15 Werkzeuge mit: Spitzzange, normale Zange, Drahtschneider, Abisolierklinge, Messer, Schere mit Federbetätigung, Holz- und Metallfeile, Dosenöffner, Kapselheber, Ahle mit Öhr, zwei Lineale (4 inch und 10 cm), ein flacher Schraubendreher und ein Bithalter mit Kreuzschlitzbit sind auf einer Länge von nur 10 Zentimetern untergebracht.
Leatherman Curl

Kompatibel zum Leatherman Ratchet Driver

Der Bithalter ist kompatibel zum winzigen Leatherman Ratchet Driver, den wir euch bereits vorstellten. Neben den Leatherman-Flach-Bits kann die Ratsche auch Standardbits mit 6,3 Millimetern aufnehmen. Ausgesprochen scharf ist die arretierbare Messerklinge, die, wie der gesamte Curl, aus Edelstahl gefertigt ist. Ein abnehmbarer Taschenclip und ein Nylonholster komplettieren die Ausstattung.
Leatherman Curl

Stahlhart: Kunststoffe sucht man am Leatherman vergebens

Im Test gefällt die Verarbeitung des Leatherman Curl. Alle Einzelteile sind aus gebürstetem Edelstahl gefertigt, sauber entgratet und spielfrei zusammengesetzt. Dadurch kann man mit den Werkzeugen viel Kraft ausüben, bevor der Punkt erreicht ist, an dem sich die rechtwinkligen Kanten des Curl unangenehm in die Finger graben. Wer sich im regelmäßigen Einsatz mehr Komfort wünscht, findet bei Leatherman alternativ deutlich hochpreisigere Multitools, deren Kanten stärker abgerundet sind. Dass die diamantbeschichtete Feile sowohl eine raue als auch eine feine Seite mitbringt, erweitert ihr Einsatzspektrum. Genau wie bei der Messerklinge verhindert eine Arretierung des Feilenblatts das versehentliche Zuschnappen. Kunststoffe sucht man am Leatherman vergebens, was sich im beachtlichen Gewicht von 200 Gramm bemerkbar macht. Es trägt zum hochwertigen Gesamteindruck ebenso bei wie der Widerstand, den die Mechanik dem Anwender beim Ausklappen der Werkzeuge anfangs entgegensetzt. Aber keine Sorge: Je öfter man den Curl benutzt, desto geschmeidiger lässt er sich bedienen.
Leatherman Curl

Testfazit – Leatherman Curl

Von einem klassischen Taschenmesser hebt sich das Multitool vor allem durch seine massive Zange ab. In Verbindung mit der optionalen Mini-Ratsche und weiteren Bits lässt er sich zudem für kleines Geld zum vollständigen Bordwerkzeug erweitern. Wer einen echten Leatherman sein Eigen nennen will, dafür aber keine Unsummen investieren möchte, dürfte mit dem Einstiegsmodell Curl glücklich werden.
Text: Thomas Kryschan , Fotos: Isaac Miller


#Leatherman#Test

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