Triumph TE-1: Elektromotorrad mit knapp 180 PS

TE-1 soll das erste Elektromotorrad von Triumph heißen. Der komplette Antriebsstrang ist bereits fertig, der Rahmen ebenfalls. Als Nächstes folgt der Prototyp.
Triumph TE-1


TE-1 – das erste Elektromotorrad von Triumph

Triumph will bei den Elektromotorrädern mitmischen. Die TE-1 ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der Firmen Triumph, Williams Advanced Engineering, Integral Powertrain Ltd und dem Institut WMG der University of Warwick. Triumph TE-1 Entwicklung


Branchenführender Antriebsstrang mit hoher Reichweite

Von einem branchenführenden Antriebsstrang ist die Rede. Vor allem der Akku soll im Bezug auf Leistung und Energiedichte alles bisher auf dem Markt verfügbare in den Schatten stellen. Auf dem Prüfstand wurde er dazu mit Rennstreckenparametern getestet. Das bedeutet: Die simulierten Fahrzyklen wurden so aggressiv wie möglich ausgelegt, ohne den Akku zu schonen und dadurch die errechnete Reichweite künstlich aufzuhübschen. Selbst unter diesen harten Testbedingungen sei man hochzufrieden. "Der Messwerte übertreffen alle Anforderungen", heißt es. Die Entwicklung des Antriebsstrangs sei damit abgeschlossen. Triumph TE-1 Batterie


Höhere Akkukapazität bei weniger Gewicht

Was macht Triumph aber nun anders als alle anderen Hersteller? Zum einen soll die Energiedichte des Akkus einen signifikanten Fortschritt im Vergleich zu bisherigen Technologien darstellen. Zum anderen trimmt Triumph den gesamten Antriebsstrang auf Effizienz. Siliziumkarbid-Schalter im Umrichter des Inverters reduzieren die Verluste. Unterm Strich bringt das mehr Leistung und Reichweite. Motor und Inverter der TE-1 bilden zudem eine Einheit. Lange Kabel mit fingerdicken Querschnitten für die hohen Ströme entfallen dadurch. Das spart Gewicht, zentralisiert die Massen und reduziert die Baugröße des gesamten Antriebsstrangs. Eine neue, einzigartige Fahrzeug-Steuereinheit ist direkt in die ohnehin erforderliche Elektronik der Batterie integriert. Sie kümmert sich nicht nur um das Energiemanagement, sondern steuert zugleich alle elektrischen Systeme des Motorrads, reguliert die Gasannahme, die Rekuperation und beinhaltet eine Traktionskontrolle. Somit werden externe Steuergeräte und deren Halterungen überflüssig. Es genügt ein minimalistischer Kabelbaum. Triumph TE-1


Kein Akkusparmodus nötig: Die Triumph TE-1 leistet knapp 180 PS – bis zum letzten Meter

In der TE-1 erzeugt der Elektromotor 130 kW (176,8 PS) und wiegt dabei gerade einmal zehn Kilogramm. Bei Bedarf ist das gesamte System skalierbar. Ihre volle Leistung soll die Antriebseinheit unabhängig vom Ladezustand der Batterie zur Verfügung stellen, während viele der bisher auf dem Markt erhältlichen Elektromotorrädern die Leistungsabgabe bei niedrigem Ladestand reduzieren müssen. Doch was kostet so viel Hightech? Laut Hersteller soll die TE-1 durch Optimierung der Herstellungskosten und eine sehr zeitsparende Montage zu einem verhältnismäßig günstigen Preis angeboten werden. Triumph TE-1 und Triumph Speed Triple 1200 RS


Gefälliges Design nach dem Vorbild der Speed Triple 1200 RS

Nicht nur der Antriebsstrang, auch das Instrumentendisplay, Haupt- und Heckrahmen der TE-1 sind bereits fertiggestellt. Durch die enge Zusammenarbeit aller Partner konnten Chassis, Batterien und Motor als Einheit entwickelt werden. Geometrie und Schwerpunktlage optimierte Triumph im Hinblick auf die gewünschten Handlingeigenschaften des späteren Motorrads. Im nächsten Schritt soll auf Basis dieser Einheit ein Prototyp entwickelt werden, aus dem letztendlich das Serienfahrzeug entsteht. Wie die Maschine aussehen könnte, zeigen nicht nur erste Designskizzen. Im Hintergrund des TE-1-Antriebsstranges parkt sicherlich nicht zufällig die neue Triumph Speed Triple 1200 RS. Ihr scheint die elektrische TE-1 wie aus dem Gesicht geschnitten. Das Ergebnis sieht zum Glück überhaupt nicht nach einem Elektromotorrad aus. Von Triumph war dazu zu hören, dass man „ein aufregend neues, aber dennoch vertrautes Fahrerlebnis“ anstrebt. Das Design soll als Weiterentwicklung der aktuellen Modellpalette erkennbar sein und nicht futuristisch davon abweichen, nur um anders zu sein – klingt wunderbar. Hoffentlich setzt Triumph das genau so um!
Text: Thomas Kryschan , Fotos: Triumph


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