Modellhistorie der Kawasaki ZXR 750 (1989–1995)
Die Kawasaki ZXR 750 wird von 1989 bis einschließlich 1995 produziert. Sie entsteht als Homologationsmodell für die Superbike-Weltmeisterschaft und ist klar auf sportliche Nutzung ausgelegt. Die ZXR 750 ist nicht mit der ab 1996 produzierten ZX-7R zu verwechseln, auch wenn sie deren direkte Vorgängerin ist. Die Modellbezeichnungen folgen einer klaren Buchstaben- und Ziffernlogik: H-Serie (1989–1990), J-Serie (1991–1992) und L-Serie (1993–1995).
Baujahr 1989 – ZXR 750 H1
Die ZXR 750 H1 erscheint 1989 als erstes Serienmodell. Sie besitzt einen Aluminium-Brückenrahmen, eine konventionelle Telegabel (keine Upside-Down-Gabel) und eine aerodynamisch geschlossene Verkleidung mit markanten seitlichen Lufteinlässen. Die Sitzposition ist stark nach vorne geneigt, mit hohem Heck und tiefen Stummellenkern. Die Bremsanlage besteht vorn aus zwei 300-mm-Scheiben. Die Instrumentierung ist vollständig analog. Ein verstellbarer Windschild ist nicht vorhanden.
Baujahr 1990 – ZXR 750 H2
Die H2 erhält überarbeitete Keihin-Vergaser (CVKD 36 mm) und eine modifizierte Zündung. Die Leistung bleibt laut Herstellerangabe unverändert, jedoch verbessert sich das Ansprechverhalten. Die Bremsbeläge werden angepasst, das Fahrwerk leicht überarbeitet. Optisch bleibt die H2 nahezu identisch zur H1.
Baujahr 1991 – ZXR 750 J1
Mit der J-Serie erfolgt eine tiefgreifende Überarbeitung. Der Motor erhält neue Nockenwellen und eine geänderte Airbox. Die Rahmengeometrie wird angepasst, das Fahrwerk überarbeitet. Die Gabel bleibt konventionell, jedoch mit neuer Dämpfungsabstimmung. Die Verkleidung wird aerodynamisch optimiert. Die Sitzposition bleibt sportlich, der Kniewinkel wird leicht entschärft. Die Instrumente bleiben analog, ein LC-Display ist nicht vorhanden.
Baujahr 1992 – ZXR 750 J2
Die J2 bringt nur Detailänderungen. Dazu zählen neue Farbvarianten und modifizierte Bedienelemente. Die technische Basis bleibt unverändert. Die Bereifung erfolgt weiterhin auf 17-Zoll-Rädern. Je nach Markt sind Bridgestone oder Dunlop-Reifen ab Werk montiert.
Baujahr 1993–1995 – ZXR 750 L-Serie
Ab 1993 wird die L-Serie eingeführt. Die ZXR 750 L1 erhält eine neue Upside-Down-Gabel mit 43 mm Durchmesser, eine verstärkte Schwinge und einen überarbeiteten Rahmen. Die Airbox wird neu gestaltet, das Kühlsystem verbessert. Die Sitzbank wird neu geformt, bleibt aber sportlich-hoch angesetzt. Die L2 (1994) und L3 (1995) folgen mit Detailverbesserungen, darunter geänderte Vergaserabstimmung und neue Farbvarianten. Die Soziustauglichkeit ist eingeschränkt: Die Soziusfußrasten sind hoch positioniert, ein Haltegriff fehlt. Koffer oder Topcases sind nicht vorgesehen.
Die ZXR 750 besitzt in keinem Modelljahr ein LC-Display. Die Instrumentierung bleibt durchgehend analog. Der Tankinhalt beträgt 18 Liter. Die Reichweite liegt je nach Fahrweise bei etwa 200 bis 250 km. Eine Garantie ist für Neufahrzeuge heute nicht mehr relevant, da das Modell nicht mehr neu angeboten wird.
Ist die Kawasaki ZXR 750 für Anfänger geeignet?
Die ZXR 750 ist aufgrund ihrer sportlichen Ergonomie, der hohen Leistung und des direkten Ansprechverhaltens nicht für Fahranfänger geeignet.
Hat die Kawasaki ZXR 750 ABS?
Keines der ZXR 750-Modelle ist serienmäßig oder optional mit ABS ausgestattet.
ZXR 750 vs. ZX-7R – Unterschiede?
Die ZXR 750 ist der direkte Vorgänger der ZX-7R. Ab 1996 erhält die ZX-7R einen neuen Rahmen, eine überarbeitete Motorcharakteristik und eine modernisierte Verkleidung.
Kawasaki ZXR 750 Tankinhalt und Reichweite?
Der Tank fasst 18 Liter. Die Reichweite liegt je nach Fahrweise bei etwa 200 bis 250 km.
Darf man mit der Kawasaki ZXR 750 nach Tirol fahren?
Das Standgeräusch der ZXR 750 liegt je nach Modelljahr bei über 95 dB(A). Damit fällt sie unter das Tiroler Fahrverbot gemäß der seit 2020 geltenden Regelung für Motorräder mit Standgeräusch über 95 dB(A).
Details mit technischen Daten sind für folgende Modelljahre
verfügbar:
Baujahre: 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995
Wichtige Merkmale:
- die Höchstgeschwindigkeit beträgt je nach
Baujahr 230 km/h
bis 259 km/h.
- die Leistung des Motors variiert
zwischen 100 PS /73 kW
und 122 PS
/90 kW.
- das maximal zulässige Gesamtgewicht
beträgt 415 kg.
- Das fahrfertige Gewicht liegt je nach Baujahr zwischen 220 kg und 235 kg.
- der Tankinhalt
umfasst 18 Liter.
- die Sitzhöhe variiert zwischen den einzelnen Baujahren
und beträgt 770 -800 mm.
- die Reichweite (nach Werksverbrauch) liegt bei rund 277 km pro Tankfüllung.