Südamerika - Auszüge aus dem Tagebuch einer Langzeitreise

Motorradtour Südamerika - Auszüge aus dem Tagebuch einer Langzeitreise
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Tourbeschreibung
Seit fast 17 Monaten sind wir am Reisen, waren in Ushuaia, der südlichsten Stadt und in Alta Guajira, dem nördlichsten Punkt von Südamerika. Wir haben uns in den endlosen Weiten Patagoniens gegen den Wind gestemmt, sind die staubigen Straßen im Urwald von Bolivien gefahren, haben kalte Tage auf den hohen Andenpässen ausgestanden und uns im Verkehrschaos lateinamerikanischer Großstädte behauptet. Wir haben viel gelacht, neue Freundschaften geschlossen, Einblicke in das Leben anderer Kulturen bekommen und staunten oft über die große Gastfreundschaft, die wir erfahren haben. Was bleibt sind Erinnerungen. Erinnerungen an eine schöne und intensive Zeit. Und wenn es irgendwie möglich ist, werden wir eines Tages wieder losziehen, um etwas von der großen Freiheit zu kosten.
Allgemeine Informationen zur Motorradtour
In Argentinien sollte man sich auf der trockenen, staubigen und windigen Route 40 zwischen Perito Moreno und Tres Lagos durchschütteln lassen, solange sie noch nicht ganz geteert ist. Von San Juan aus geht es dabei über den 4.700 Meter hohen Pass Agua Negro nach Chile. In Chile - vorbei an Guanakos und Granittürmen - lockt der Torres del Paine Nationalpark. Man sollte auch mit der Fähre vier Tage lang von Puerto Natales durch die unbesiedelten Fjorde Südchiles fahren. In Bolivien - für Abenteuerlustige mit zuverlässigen Motorrädern (!) - ist die Strecke von San Pedro de Ataca­ma in Chile zum Salar de Uyuni zu empfehlen. Der Camino de la Muerte - die To­desstraße von La Paz nach Coroico - ist nur etwas für Leute ohne Höhenangst. Schaukelig wird es dagegen, wenn man das Motorrad in Rurrenabaque auf ein Boot verlädt und flussaufwärts auf dem Rio Beni nach Guanay schippert.
In Peru lohnt die Fahrt entlang dem Titicacasee nach Puno. In Ecuador reizt ganz sicher die Straße der Vulkane von Riobamba nach Quito. Wer dann Kolumbien erreicht, der sollte von Pasto nach Popayan fahren, hier geht es entlang schroffer Bergkämme und durch tiefe Schluchten. Sehr eindrucksvoll gestaltet sich auch die Fahrt vom 2.700 Meter hohen Bogota über Bucaramanga an die Küste.
Anreise
Wer viel Zeit hat und sich vom Vorbereitungsstress erholen will, der sollte mit dem Frachtschiff anreisen. Die Grimaldi Linie hat einige RoRo (roll on - roll off) Schiffe die alle 10 Tage von Hamburg nach Buenos Aires fahren. Die Fahrt dauert 30 - 35 Tage und es werden je nach Ladung verschiedene Häfen in Westafrika und Brasilien angelaufen. Das Praktische an der ganzen Sache ist, man muss sich nicht um den ganzen Papierkram beim Einführen kümmern - das erledigt die Crew. Die Schiffe nehmen maximal 12 Passagiere mit und man sollte bis zu 12 Monate vorher buchen. Die Kosten pro Person für eine Doppelkabine inklusive aller Mahlzeiten betragen 1.500,-- Euro. Das Motorrad kostet 350,-- Euro. Wer wenig Zeit hat oder ein drei wöchiges Seeabenteuer nicht auf sich nehmen will dem bleibt nur die Möglichkeit das Motorrad mit dem Flugzeug zu schicken.
Reisezeit
Urwald, Schneeberge, Hochebenen, Küsten - von feuchtheiß über bitterkalt bis wüstenhaft: Motorradfahrer in Südamerika müssen gegen große Temperaturunterschiede von Tag zu Tag und selbst von Sonnen- zu Schattenseiten gewappnet sein! Den tiefen Süden des Kontinents bereist man am besten im Südsommer von Oktober bis April, Patagonien und Feuerland von Dezember bis Februar. Die Inkastaaten (Peru/Bolivien/Ecuador) zeigen sich zwischen Mai und Oktober von der sonnigsten Seite.

Verpflegung
In Patagonien, der Atacama Wü­ste und den Küstenregionen kann man wild campen. Oft kann man nach Absprache mit den Besitzern auf Far­men zelten. In Argentinien gibt es in fast allen Ortschaften offizielle Zeltplätze. Ansonsten findet man überall ein billiges Hotel oder Hospedaje. Man darf aber keine ho­hen Ansprüche an Hygiene und Komfort stellen.
Motorradreisen in dieser Region
Motorradreise - Patagonien – Argentinien & Chile

Patagonien – Argentinien & Chile

Dauer: 18 Tage
Gruppengröße: max. 12 Fahrer
Art: On- & Offroad
Schwierigkeit:
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