Weiß und heiß: der Design-Prototyp Triumph Trident

Der Name verheißt großen Fahrspaß: Triumph legt die Trident neu auf. Im Frühjahr 2021 soll sie auf den Markt kommen – als neues Einstiegsbike der Briten. „Zu einem Preis, der wirklich konkurrenzfähig ist“, verspricht Steve Sargent, Chief Product Manager der Marke. Wir rechnen mal kurz nach: Die Street Triple S – derzeit günstigstes Bike von Triumph – startet aktuell bei 8.450 Euro. Freunde der gepflegten Dreizylinder-Fortbewegung dürfen sich also auf Preise so um und bei 8.000 Euro plus einstellen. Das ist echt ein Wort für all das, was Triumph auf der virtuellen Premiere bereits verraten hat über sein neues Dreizylinder-Bike.

Großer Name, große Zukunft

Gehen wir aber erst einmal ein bisschen zurück: 1968 begann mit der Trident die Triumph-Ära moderner Mittelklasse-Roadster, damals noch in Kooperation mit BSA. In den 1990ern dann erklärte das britische Fachblatt Motor Cycle News die Trident zur besten Triumph: easy zu fahren, sehr dynamisch und technisch auf der Höhe der Zeit. Damals war sie mit zwei Hubraumklassen zu haben: 750 und 900 Kubik. So gesehen gehört nicht allzu viel Fantasie dazu, dem neuen und vor allem einzigen Dreizylinder-Roadster in der Mittelklasse ein munteres Familienwachstum zu prophezeien: Café Racer, Sports Tourer (wie einst die Triumph Sprint), vielleicht sogar eine weitere Scrambler. Der Markt (der Zukunft) gibt einiges her. Die Organspender stehen bereit: Street Triple und Tiger 900.

Design-Prototyp Triumph Trident

„Der Trident Design Prototype markiert den Beginn eines aufregenden neuen Kapitels für Triumph“, orakelt Sargent vielsagend. „Kurz gesagt stand hierbei vor allem der Spaß im Mittelpunkt – von der Optik bis zum Fahrerlebnis. Mit seiner puren minimalistischen Form, den klaren Linien, der Triumph-Design-DNA und mehr als nur einem Hinweis auf die muskulöse Ausstrahlung unserer Speed Triple gibt das Konzept einen ersten, aufregenden Blick auf die gesamte, kommende Trident-Story.“

Umfangreiche Elektronik

Die Wettbewerber, denen Triumph mit der neuen Trident in die Parade fahren will, liegen auf der Hand: Honda CB650R (649 ccm, 95 PS), Kawasaki Z650 (649 ccm, 68 PS) und Yamaha MT-07 (689 ccm, 75 PS). Komplett neues Chassis, Tacho à la Scrambler 1200, überarbeiteter Motor aus der Street Triple, Leistung auf Niveau des Wettbewerbs, dazu umfangreiche elektronische Fahrhilfen. Sargent verspricht: „Da sind durchaus Sachen dabei, von denen wir glauben, sie sind neu im Segment.“

Gefertigt wird das neue Modell in Thailand, wie mittlerweile alle Triumph. Design und Entwicklung stammen zu 100 Prozent aus Hinckley, wo einst auch die Trident von den Bändern lief. Fachkundige Unterstützung beim Design des schnittigen Triple-Roadsters holte sich Triumph mit Rodolfo Frascoli ins Haus. Der Italiener war auch schon bei der neuen Tiger-900-Familie mit im Boot. Ein bisschen Italo-Esprit schadet ja nie. Der Mittelklasse-Markt ist schließlich heiß umkämpft. Triumph will mit der neuen Trident vor allem jüngere und neue Käuferschichten für die Marke begeistern. Der schneeweiße Prototyp legt da schon mal vor: Triumph enthüllte ihn im Londoner Design-Museum.

Text: Ralf Bielefeldt, Fotos: Triumph


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