Kalabrien - Europas wilder Süden

Motorradtour: Italien, Kalabrien

Motorradtour Kalabrien - Europas wilder Süden
Allgemeine Informationen zur Motorradtour
Kalabrien mit seinen dreihundert Sonnentagen pro Jahr ist die südlichste Region auf Italiens Festland. Und was für eine. Schönste Naturkontraste, umspült vom Tyrrhenischen und Ionischen Meer, faszinieren. Neben kilometerlangen, unverbauten und vor allem frei zugänglichen Sandstränden beeindrucken herrliche Steilküsten, wie die bei Tropea. Zwischen Felsklippen finden sich immer wieder kleine Buchten mit glasklarem Wasser, dessen Farbenspiel sich von tiefblau über türkis bis dunkelgrün erstreckt. Die Karibik lässt grüßen. Zudem bietet sich ein toller Blick hinüber zur Vulkaninsel Strómboli. Das Landesinnere Kalabriens wird vom Apennin geprägt, der schon im Norden am Ligurischen Meer seine Massive aufbaut, in Mittelitalien einen Bogen zur Adria schlägt und sich hier wieder gen Westen richtet. Die südlichste Ecke Kalabriens bildet dabei der Aspromonte, ein rauer Berg, bedeckt von Buchen-, Kiefern- und Kastanienwäldern. Aber das ist nicht alles, denn Motorradfahrer finden in Kalabrien alles, nur keine Geraden, sieht man von Autobahn und einigen wenigen Schnellstraßen einmal ab. In Italiens Süden bestehen die Strecken nur aus Kurven, Serpentinen und Passsträßchen – was will man mehr? Die Straßen sind meist gut in Schuss. Achtung: Auf engen Passstraßen hat der Berganverkehr Vorrang!

Sehens- und erlebenswert
In Kalabrien gibt es kaum ein Fleckchen Erde, das nicht von einer bedeutungsvollen Vergangenheit kündet und die Geschichte Kalabriens liest sich spannend wie ein Roman. Im Laufe der Jahrhunderte haben Römer, Griechen, Goten, Franken, Langobarden und Bourbonen ihre architektonischen und kulturellen Spuren hinterlassen. Noch heute kann man diese Zeugnisse europäischer Kultur besichtigen, wie beispielsweise die Ausgrabungen von Sibari, den Hera-Tempel von Capo Colonna oder die Kathedrale von Tropea. Selbst der Name “Italien” stammt aus Kalabrien. Zu Ehren des Königs Italo, wurde zuerst Kalabrien, später das ganze Land südlich Salurn nach ihm benannt.
Tourbeschreibung
Man sollte die oft nur vom Hörensagen geprägte Meinung hinsichtlich Italiens wildem Süden überprüfen und sich auf den Weg dorthin machen. Immerhin finden sich dort herrliche Strände, wilde Berge sowie edelste Kurven- und Kehrenarrangements.
Bücher, Landkarten & Reiseführer
Anreise
Die Anreise ist das größte Problem, denn nach Kalabrien ist es weit. Wer über die Autobahn anreisen möchte, fährt am besten ab München zum Brenner und von dort stets auf der italienischen Autobahn via Roma und Napoli Richtung Réggio. Reichlich schöner wird es, wenn man sich mehr Zeit lässt, in Etappen Richtung Süden düst und stets der Küstenstraße auf der westlichen Seite des Stiefels folgt. Das ist eine Superstrecke, die wirklich lohnt.
Reisezeit
Wegen warmer Meeresströmungen, die die Südspitze Italiens zwischen Sizilien und Kalabrien umspülen, werden bereits im April Wassertemperaturen erreicht, die zum Baden einladen. Kalabrien ist also genau das richtige Ziel für die Winterflucht aus unseren nördlichen Breiten. Ab Ende Februar, Anfang März lohnt ein Trip hierher. Im Hochsommer kann es dafür heiß werden und im Herbst ist das Land nicht mehr so bunt, weil vieles vertrocknet ist.
Kalabrien
Kalabrien
Motorradtour - Kalabrien

- PDF-Reportage (10 Seiten)
2007/03 Ausgabe M&R
2007/03 Ausgabe M&R
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