Brixton Concept Storr 500 – Fahrender Felsbrocken

Brixton Concept Storr 500 – Fahrender Felsbrocken

Brixton streckt die Fühler nach dem nächsten Boom-Segment aus: Auf der EICMA 2022 zeigen die Österreicher das Concept Storr 500. Im angesagten Rally-Raid-Look strebt es ins Abenteuerland der leichten Adventure-Bikes.
Brixton Motorcycles ist ein echtes Phänomen: Vor gerade einmal fünf Jahren hat die österreichische Marke ihre ersten Fahrzeuge an Händler ausgeliefert. Heute sind bereits 15 Modelle am Start – von kleinen 125ern bis hin zur Cromwell 1200. Nahezu alle Bikes orientieren sich auffällig an der Optik der Erfolgsmodelle anderer Hersteller. Aber gut, man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden. Hauptsache, das Endergebnis taugt was. Und Kopieren ist ja in manchen Kulturen ein Zeichen von Ehrerbietung, zum Beispiel in China, wo Brixton fertigen lässt.

Erste Brixton in Zusammenarbeit mit dem Designstudio R!de

Neuester Streich der Österreicher ist die Brixton Concept Storr 500. Der Name Storr stammt von der gleichnamigen Felsformation auf der schottischen Isle of Skye. „Die zerklüftete Landschaft aus dem rauen Norden ist dem wilden Design des Adventure-Bikes nicht unähnlich“, befindet die Marketing-Mannschaft der KSR-Gruppe. Andere würden behaupten, die Husqvarna Norden 901 ist der wilden Storr 500 nicht unähnlich. Irgendwo dazwischen liegt vermutlich der Quell der Inspiration(en) für das erste Modell, das Brixton in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Designstudio R!de entwickelt hat.

48-PS-Antrieb aus der Brixton Crossfire 500

Angetrieben wird die Storr 500 vom Motor der Crossfire-500-Reihe. Damit hätte sie 48 PS und dürfte sich in der Kampfpreisklasse von ca. 7.000,-- Euro bewegen. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten; konzeptionell vergleichbare Bikes wie Yamaha Ténéré 700, Aprilia Tuareg 660 oder gar besagte Husqvarna Norden 901 gibt es erst eine Leistungs- und Preisklasse höher. Im A2-Lager wäre die Brixton nahezu allein auf weiter Flur. Moto Morini hätte die ähnlich ausgelegte X-Cape 650 (48 PS) im Angebot. Danach folgen schon die brave Honda CB500X und die auch eher reisefokussierte Benelli TRK 502.

„Alles an der Brixton Storr 500 dient einem Zweck“

Die Storr 500 ist „radikal utilitaristisch“, erklärt Brixton. Alles an ihr diene einem Zweck – vom hohen Windschild und den nach vorne geneigten Tankschultern bis hin zu den langen Halterohren für den Sozius und dem Heckgepäckträger im Rucksackstil. Das Design wirkt radikaler als beim Wettbewerb – und macht durchaus was her. Am Tank kann Kleinkram verzurrt werden, wie ein Erste-Hilfe-Kit oder ein kleiner Reservekanister. Am Heck reist Gepäck in bewährter Motocross-Manier schräg verzurrt mit. Eine Motorschutzplatte aus Metall schützt vor ramponierten Antriebskomponenten.

Das Concept-Bike dürfte es genau so in die Serie schaffen

Detaillierte Angaben zu Abmessungen oder Gewicht behält Brixton noch für sich. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit lässt aber wenig Zweifel daran aufkommen, dass die Storr 500 es in die Serienproduktion schaffen wird – und das vermutlich sogar genau so, wie hier zu sehen. Die Modelle Crossfire 500 und Cromwell 1200 haben es vorgelebt.
Text: Ralf Bielefeldt, Fotos: Brixton


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