KTM 390 Duke – letzte Testfahrt vor der Serienproduktion

Noch in diesem Sommer soll die KTM 390 Duke präsentiert werden. Die letzten Prototypbilder der kleinen Duke vor der Serienproduktion.
26.04.2023
| Lesezeit ca. 3 Min.
Bernhard M. Höhne
Bernhard M. Höhne
Wenn man an aktuelle Modelle aus KTMs Duke-Familie denkt, hat man vorwiegend die 890 Duke und die 1290 Super Duke im Sinn. Global gedacht spielt jedoch die Einstiegsbaureihe, bestehend aus 125, 200, 250 und 390 Duke, die wichtigste Rolle und gewinnt auch in Europa, gemeinsam mit ihren Schwestern RC390 und 390 Adventure, immer mehr an Bedeutung. In den aktuellen Zulassungszahlen ist die „390 Duke“ in Deutschland das derzeit beliebteste Modell der Österreicher.

Komplette Neuentwicklung der „KTM 390 Duke“

Die aktuelle Generation ist mittlerweile nach verschiedenen unterschiedlich tiefgreifenden Modellüberarbeitungen seit 12 Jahren im Verkauf. Zeit für eine komplette Neuentwicklung also. Diese soll so weit gehen, dass kaum eine Schraube aus den Vorgängerinnen übernommen wird, und bringt eine völlig neue „390 Duke hervor“, die wir hier erstmals serienreif auf letzten Testfahrten erwischt haben.
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Einzylindermotor & Euro-5-konform

KTM 390 Duke
Gesichtet: die völlig neue KTM 390 Duke
Markantestes Merkmal wird der komplett neu entwickelte Einzylindermotor, der den Namen LC4c tragen soll und künftig die Basis für alle vier erhältlichen Hubraum- und Leistungsstufen bildet. Im Hinblick auf die nächste Stufe der Euro-5-Emissionsnorm wird dieser sicher in erster Linie kultivierter und sauberer laufen müssen. Der Katalysator wächst im Volumen und ist aus thermischen Gründen nun näher am Auslass platziert. Die Krümmerführung unterscheidet sich bei den verschiedenen Leistungsstufen des Motors jeweils marginal, in allen Versionen jedoch mündet er in einen Sammler unter dem Motor, mit einem Stummelendrohr direkt vor dem Hinterrad. Die verschiedenen Leistungsstufen der Motoren sind künftig äußerlich erst auf den zweiten Blick unterscheidbar.

Größere Abmessungen, ähnliches Gewicht

In erster Linie unterscheidet sich die 390er durch einen dickeren Krümmer und voluminöseren Kühler von ihren kleineren Schwestern. Dass der Antrieb, wie der Name suggeriert, in Teilen auf dem LC8c-Zweizylinder der 790 Duke basiert, legt bei der 390 Duke einen Hubraum von 399 ccm nahe (die Hälfte der großen Schwester). Dieser Motor hängt jetzt, wie auf unseren Bildern zu erkennen ist, an Alugussauslegern, die an einem gänzlich neu entwickelten Hauptrahmen in bewährter Gitterrohrbauweise befestigt sind. An diesen schließt sich ein gänzlich neuer Heckrahmen aus Aluguss an. Insgesamt dürfte das aktuelle Trockengewicht von 149 kg wieder erreicht werden, trotz leicht gewachsener Abmessungen.

Erwachsenes Styling

Das insgesamt erwachsener wirkende Styling besteht aus bewährten Elementen, die Hausdesigner Kiska bereits in aktuellen Duke-Modellen verarbeitet hat. Die Front nimmt jedoch mit ihrer dreidimensional ausgeformten Voll-LED-Frontlampe einen Baustein der weiterentwickelten Formensprache der Österreicher vorweg, die wenig später auch auf der 950 Duke zu sehen sein wird. Bei späteren Modellen wie der 125er und den vorrangig für Asien gedachten 200er und 250ern werden einzelne Stylingelemente erwartungsgemäß simpler ausgearbeitet.

Markteinführung im Sommer 2023

Die KTM 390 Duke soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden
Die KTM 390 Duke soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden
Erwartet wird die Vorstellung im Sommer dieses Jahres. Produziert wird weiterhin bei KTM-Partner Bajaj in Pune. Die Inder bauen hierfür ein neues Werk, in dem auch das technisch nicht verwandte neue Triumph-Einzylindermodell nahezu zeitgleich seinen Produktionsstart erleben wird.
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