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Ersteindruck Triumph Tiger 900

#1 11.02.2020 11:20
Triumph hat in Marokko zur ersten Ausfahrt mit der neuen Tiger 900 gebeten. Die britische Allzweckwaffe überzeugt auf ganzer Linie: Die Nachfolgerin der Tiger 800 hat mehr Dampf, bis zu 5 kg abgespeckt, eine deutlich bessere Ausstattung – und sieht mit ihrem neuen Gitterrohrrahmen einfach verdammt gut aus, vor allem als Topmodell Tiger 900 Rally Pro.


Weißer Rahmen, mattgrüner Tank, 21-Zoll-Vorderrad – die uneingeschränkt geländetaugliche Variante sticht aus dem Wettbewerb heraus. 240 Millimeter Federweg vorn und 230 mm hinten sind eine echte Ansage. Die Dämpfer der beiden Rally-Modelle stammen von Showa, die GT-Modelle federn mit Marzocchi. Komplett neu ist die 1-3-2-Zündreihenfolge des 95-PS-Triebwerks: Er verleiht der Tiger 900 die Durchzugsstärke eines Dreizylinders und die Charakteristik eines V-Twins. Das Ergebnis ist spür- und hörbar: Die neue Tiger klingt viel besser als ihre Vorgängerin. Satt, dumpf, rau, auf angenehme Art aggressiv.

Der Motor hängt wunderbar am Gas. Bis zu sechs Fahrmodi stehen zur Wahl. Kurven-ABS und die verbesserte Kurven-Traktionskotrolle versprechen hohe Sicherheitsreserven. Viel Mühe haben die elektronischen Aufpasser nicht: Die Tiger 900 bietet ein maßgeschneidertes Fahrwerks-Setup. Die Straßenlage ist höchst vertrauenserweckend. Speziell mit dem 21-Zoll-Rad ist das Handling ausgezeichnet. Für sichere Verzögerung sorgen standfeste Brembo-Stylema-Bremsen. Beruhigende Reichweiten verspricht der jetzt 20 Liter große Tank. Unser Testverbrauch lag bei 5,2 bis 5,4 l/100 km. Locker 360 km ohne Zapfsäulenstopp sollten also drin sein.

Die beheizbare Sitzbank (getrennt regelbar für Fahrer und Sozius) ist nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb – und bei den frostigen Morgentemperaturen in Marokko ein Segen. Unter den Schilden der Motorverkleidung sitzen zwei große Lüfter, die das Kunststück fertigbringen, sogar in der marokkanischen Mittagshitze (26,5 Grad Anfang Februar) die Temperatur des 888-cm3-Motors unter Kontrolle zu haben. Von der glühend heißen Motorabstrahlung der alten Tiger ist hier nichts zu spüren. Sehr angenehm.


Benchmark im Hause Triumph ist das neue 7-Zoll-Farbdisplay der Tiger 900. Über das Layout der vier verschiedenen Darstellungsvarianten kann man streiten. Tatsache ist, die Auflösung des Displays ist brillant und aus jedem Blickwinkel bestens ablesbar. Über das My-Triumph-Connectivity-System samt App lässt sich die sogenannte Drei-Wörter-Navigation (what3words) einbinden. Statt komplizierter Zahlenfolgen beschreiben drei aufeinander folgende Begriffe die exakte GPS-Position. Triumph koppelt diese Form der Zieleingabe mit Google Maps. Unsere Testmaschinen hatten eine Beta-Version davon an Bord. Auf den ersten Wegpunkten klappte die Routenführung sehr gut und präzise. Dann schlich sich der ein oder andere Bug ein. Passiert im Teststadium. Auf die Serienversion darf man sich freuen. Genau wie auf das Moped.

Fünf Modellvarianten der Tiger hat Triumph im Programm. Los geht es mit der „nackten“ Tiger 900 für 11.350,-- Euro. Die 900 GT gibt es ab 12.950,-- Euro, der Aufschlag fürs Pro-Modell beträgt 1.800,-- Euro. Die Tiger 900 Rally startet bei 13.750,-- Euro. Die Pro-Variante gibt es für 1.600,-- Euro mehr, macht 15.350,-- Euro. On top kommen jeweils 450 Euro für die Liefernebenkosten.

Triumph geht davon aus, dass sich mindestens 60 Prozent der Käufer für eine der beiden Rally-Versionen entscheiden werden. Eine gute Wahl. Mehr dazu in Ausgabe 97 von Motorrad und Reisen, ab 6. März im Handel.

Text: Ralf Bielefeldt; Fotos: Gareth Harford, Chippy Wood




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