Harley-Davidson Deadwood 2026: Bobber im Nachkriegs-Look

Harley-Davidson bringt mit der Deadwood einen minimalistischen Bobber mit Milwaukee-Eight 117, Softail-Rahmen und moderner Assistenztechnik.
Harley-Davidson Deadwood 2026: Bobber im Nachkriegs-Look
Harley-Davidson Deadwood 2026: Bobber im Nachkriegs-Look
7 Bilder

Harley-Davidson zeigt mit der Deadwood ein brandneues Modell, das bewusst aus der bisherigen Cruiser-Reihe herausfallen soll.

Bewusst reduziert statt aufpoliert

Harley-Davidson Deadwood
Die Deadwood verzichtet konsequent auf Chrom und Zierelemente – nur Kipphebeldeckel und Stößelstangenrohre glänzen

Motor, Auspuff, hintere Fenderstreben, Lenker mit Riser, Bedienelemente, Gabelabdeckungen, Frontpartie, Blinker und Lampengehäuse kommen komplett in Schwarz daher. Nur die unteren Kipphebeldeckel und die Stößelstangenrohre sind verchromt. Tank und Kotflügel tragen mattes Denim Black. Der tropfenförmige Fünf-Gallonen-Tank (knapp 19 Liter) sitzt auf einer schwarzen Mittelkonsole mit einem fünf Zoll großen Rundinstrument. Speichenräder

mit schwarzen Felgen komplettieren den Look. Die Höhe des Solositzes im Tuck-and-Roll-Design misst unter Belastung lediglich 25,5 Zoll (rund 648 mm) – das ist eine der niedrigsten Sitzhöhen im Harley-Programm 2026. Seitenkoffer? Fehlanzeige, damit das Heck des Softail-Rahmens frei zur Geltung kommt. Der Rahmen ist so konstruiert, dass er die Linien eines klassischen Hardtails imitiert. Eine tiefergelegte Hinterradfederung und eine gekürzte, abnehmbare Windschutzscheibe drücken die Silhouette zusätzlich nach unten.

Milwaukee-Eight 117 als Herzstück

Harley-Davidson Deadwood unterwegs auf der Straße
Ob der recht kurze Windschild auf der Straße Funktion und Design vereint, muss er noch unter Beweis stellen. Im Zweifel kann er jedoch abgenommen werden

Angetrieben wird die Deadwood vom Milwaukee-Eight 117 Classic V-Twin. Der Big-Twin bringt es bei 1.923 ccm Hubraum auf 163 Nm Drehmoment und 98 PS (73 kW) Leistung. Die 2-in-1-Abgasanlage mündet in einen einzelnen Schalldämpfer, der im Leerlauf einen satten Bass und unter Last einen kraftvollen Klang erzeugt. Für weitere Modifikationen bietet Harley-Davidson Screamin’-Eagle-Stage-Kits mit Komponenten für Ansaugung und Abgasanlage an.

Moderne Assistenztechnik unter altem Blech

Zum Rider Safety Enhancements Paket gehören ABS, Traktionskontrolle und Schleppmomentregelung jeweils mit Kurvenfunktion sowie ein Reifendruckkontrollsystem. Drei

Fahrmodi lassen sich über eine Taste am Lenker während der Fahrt oder im Stand wechseln: Road für den Alltag, Sport mit angehobenem Drehmoment im unteren und oberen Drehzahlbereich sowie Rain, der die Leistung zurücknimmt und die Assistenzsysteme früher eingreifen lässt.

LED-Licht und Rundinstrument

Harley-Davidson Deadwood
Die Deadwood strahlt vorne mit einem sieben Zoll Hauptscheinwerfer mit Leuchtring sowie Zusatzscheinwerfern und am Heck mit einer LED-Heckleuchte

Die Beleuchtung setzt komplett auf LED: ein 7-Zoll-Hauptscheinwerfer mit charakteristischem Leuchtring, Zusatzscheinwerfer sowie eine kombinierte LED-Heckleuchte mit Brems-, Rück- und Blinkfunktion. Das fünf Zoll große Rundinstrument kombiniert einen analogen Tacho mit einem LC-Display, das sich über die Trip-Taste am Lenker durchschalten lässt. Unter

dem Sitz sitzen zwei Anschlüsse für beheizbare Kleidung. Vorne links am Fahrzeug gibt es einen USB-C-Ladeanschluss – Anschluss ans Handy statt Anschluss an die Vergangenheit.


Softail-Rahmen mit versteckter Federung

Der Softail-Rahmen versteckt das hintere Federbein unter dem Sitz und bewahrt so die Hardtail-Silhouette. Das Zentralfederbein hat eine hydraulische Vorspannungsverstellung unter dem Sitz und 3,4 Zoll (rund 86 mm) Federweg. Vorne arbeiten 49-mm-Gabelholme mit Dual-Bending-Valve-Technik (zwei getrennte Ventile für Zug- und Druckstufe). Gebremst

wird vorne mit einer 300-mm-Scheibe, hinten mit einer 292-mm-Scheibe. Die Speichenräder haben samt Aluminiumgussfelgen komplettiert ein Reifendruckkontrollsystem. Bereift ist die Deadwood serienmäßig mit Dunlop Harley-Davidson Series in 100/90B19 vorne und 150/80B16 hinten.


Marktstart nur in Nordamerika

Das Modelljahr 2026 der Deadwood gibt es ausschließlich in den USA und Kanada. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 17.999 US-Dollar. Bei den Händlern trifft die Maschine in Kürze ein, ihre öffentliche Premiere hat sie am 7. August auf der Sturgis Motorcycle Rally in South Dakota – passend zum Namensgeber. Ob die Deadwood auch nach Deutschland kommt, ist derzeit offen. Harley-Davidson bietet das Modell zunächst ausschließlich in den USA an; einen europäischen Marktstart hat der Hersteller bislang nicht angekündigt. Vielleicht heben die US-Boys sich das ja für die EICMA im November auf, auf der man im vergangenen Jahr keinerlei Neuheiten im Gepäck hatte. Denkbar wär’s.

Deine meinung zählt
Triumph Trident 800 – Top oder Flop?

Bewertung abgeben
Deine Meinung zählt
Harley-Davidson Deadwood - Baujahr: 2026
Deine Bewertung
Preis/Leistung
Technische Daten Harley-Davidson Deadwood 2026
Nutzerbewertungen
Harley-Davidson
Bewertung
Preis/Leistung
Motor
Bohrung x Hub 103,5 x 114,3 mm
Hubraum 1.923 ccm
Zylinder, Kühlung, Ventile Milwaukee-Eight 117 Classic
Leistung 99 PS (73 kW) bei 4.600 U/min
Drehmoment 163 Nm bei 2.500 U/min
Verdichtung 10,3:1
Verbrauch pro 100 km 5 Liter
Kraftübertragung
Schaltung 6-Gang
Sekundärantrieb Kette
Fahrwerk & Bremsen
Federelemente vorn 49-mm-Teleskopgabel
Federelemente hinten Monofederbein
Radstand 1.630 mm
Räder Speichenräder
Reifen vorn 130/90B16,73H,BW
Reifen hinten 150/80B16,77H,BW
Bremse vorn 300-mm-Bremsscheibe
Bremse hinten 292-mm-Bremsscheibe
Maße & Gewichte
Länge 2.410 mm
Breite 930 mm
Gewicht 311 kg (fahrfertiges Gewicht)
Sitzhöhe 648 mm
Tankinhalt 19 Liter
Fahrerassistenzsysteme Kurven-ABS, schräglagenabhängige Traktionskontrolle, Fahrmodi, Reifendruckkontrollsystem
Fahrzeugpreis ab 17.999 $ zzgl. Nebenkosten
Jetzt mitreden – deine Meinung zählt!
Dein Kommentar wird gespeichert...