Immer kuppeln war gestern – E-Clutch-Initiative von Honda

Honda verabschiedet sich zunehmend von konventionellen Schaltgetrieben: Bereits sieben 2026er-Modelle gibt es nur noch mit der automatisierten E-Clutch.
Immer kuppeln war gestern – E-Clutch-Initiative von Honda
Immer kuppeln war gestern – E-Clutch-Initiative von Honda
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Honda setzt ab 2026 verstärkt auf die E-Clutch: Die elektronische Schalt-Technologie gibt es jetzt auch für die Modelle CB750 Hornet, XL750 Transalp, CBR500R, CB500 Hornet und NX500. Damit bietet Honda in Deutschland nun insgesamt sieben Modelle mit E-Clutch an: Den Anfang machten 2024 die Mittelklasse-Vierzylinder CB650R und CBR650R. International kommt noch der bei uns nicht angebotene Cruiser Rebel 300 E-Clutch hinzu.

E-Clutch ersetzt konventionelle Schaltgetriebe

Das Besondere daran: Die E-Clutch – der Begriff steht für „elektronische Kupplung“ – ersetzt bei all diesen Modellen das konventionelle Sechsgang-Schaltgetriebe. Der simple Grund: Die E-Clutch baut darauf auf und übernimmt nur auf Wunsch das Kuppeln beim Schalten. Der Fahrer kann genauso gut im rein manuellen Modus bleiben und bei jedem Schaltvorgang selbst zum Kupplungshebel greifen, wenn er möchte. Alternativ muss er weder beim Anfahren oder Stoppen noch beim Gangwechsel die Kupplung betätigen. Das Einlegen der Gänge überlässt Honda gleichwohl immer ihm: Es erfolgt wie gewohnt per Fußhebel.

Leichte Preissenkung für die CB650R und CBR650R

Honda CB650R E-Clutch
Preissenkung mit E-Clutch: 2026 wird die Honda CB650R 100 Euro günstiger

In den USA versüßt Honda seinen Kunden den Zwangsübergang zur E-Clutch mit einer Preissenkung von 700 US-Dollar für die CB650R E-Clutch und CBR650R E-Clutch. Ganz so üppig wird es bei uns nicht: Die CB650R E-Clutch 2026 startet bei uns ab 10.259 €. Das sind 100 Euro weniger, als Honda für das 2024er-E-Clutch-Modell begehrt (ab 10.359 €). Ohne E-Clutch findet sich die demnächst auslaufende CB650R 2024 derzeit noch für 9.959 € auf der Honda-Webseite. Hundert Euro sparen auch die Käufer der neuen CBR650R E-Clutch 2026. Die startet hierzulande ab 11.339 €, das 2024er-E-Clutch-Modell steht mit 11.439 € auf der Liste. Ohne E-Clutch kostet die CBR650R 2024 derzeit 11.039 €, macht wie bei der CB650R also jetzt 300 Euro (zuvor 400 €) weniger als fürs neue E-Clutch-Modell.

Deutlicher E-Clutch-Aufschlag für die Hornet

CB750 Hornet E-Clutch - Farben
Gedeckte Farben, aber davon immer zwei: 2026 gibt es die CB750 Hornet E-Clutch unter anderem in Graphite Black mit rotem Rahmen samt roter USD-Gabel und in Matt Jeans Blue Metallic

Die CB750 Hornet E-Clutch gibt es ab 9.289 € inklusive Überführung. Das sind 600 Euro mehr, als Honda für das 2025er-Modell mit konventionellem Getriebe aufruft (ab 8.689 € inkl. Nebenkosten). Wie gehabt stehen vier Farben zur Wahl: 2026 sind es die neuen Zweifarblackierungen Goldfinch Yellow, Matt Jeans Blue Metallic, Wolf Silver Metallic und Graphite Black. Die Preise für die NX500, CBR500R, CB500 Hornet und XL750 Transalp mit E-Clutch folgen rechtzeitig zum Saisonstart.


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Kommentare (9)
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MB
18.01.2026 17:31


Für Freunde des kupplingslosen Schaltens ist die eClutch mit Sicherheit besser als ein herkömmlicher Quickshifter. Durch die Trenneung von Getriebe und Antriebsstrang beim Schaltvorgang dürfte das Getriebe deutlich weniger verschleißen. Insofern eine Innovation.
Die Frage, die gestellt werden muß: Warum werden die Modelle grundsätzlich mit diesem System ausgerüstet? Gerade in der Mittelklasse wird doch wert auf funktionierende, zuverlässige Motorräder gelegt. Hier bekomme ich zwangsweise wieder ein elektronisches Bauteil und damit auch eine weitere potentielle Fehlerquelle.
Für meinen Teil hätte ich gerne weiterhin die Wahl. Somit sind die entsprechenden Honda Modelle von meiner Liste verschwunden.

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14.01.2026 11:15


Kann hier die negativen Komentare nicht ganz nachvollziehen! Wenn die Technik was besser kann, dann ist es das schalten! Meine neue Wing kann das so gut, das ich das schalten noch nie vermisst habe! Auch wenn ich das auch jetzt noch kann, aber ich benütze es nie. Von Zwangsbeglückung kann hier keine Rede sein, man sollte nur ehrlich zu sich selbst sein und einsehen, die Technik ist heute so weit das sie es besser kann! Umsonst belegen die Verkaufszahlen das ja nicht, es gab ja lange die Wahl Schalter oder Automatik, und die Mehrheit hat sich für die letztere entschieden! Hätte die Goldi das schon vor 20 Jahren gehabt, hätte ich sie mir damals schon gekauft! Das Warten auf die SC79 hat sich gelohnt!! Und Honda wird die paar Käufer verschmerzen un durch andere wett machen.

Helixianer
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Immerdar
14.01.2026 16:38


Hallo Rolleristi! Keiner sitzt so sicher, dass er nicht vom Thron heruntergeholt werden kann.

Das gilt auch für Honda.

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15.01.2026 10:10


Hi @ all,

dem kann ich mich nur anschließen!

Hatte die NC 750 unserer Stammtischwirtin anfangs auch belächelt, wegen der Automatik.

Bekam dann in Ulm so n Moped für n Heimweg als meine Pan die Segel endgültig gestrichen hatte.

War noch net aus der Stadt und schon begeistert.

Das Schicksal wollte es daß ich ne Crosstourer mit dem Getriebe fand. Nach nur einer Situation am Stilfser Joch, als das Mope in der engen Rechts nochmal runter ging wußte ich s auch da zum Händeln, man hat ja alle Möglichkeiten... eingreifen, ganz auf manuell....

Fazit nach 40.000 km... hab mir s neuere Modell wieder mit DCT gekauft

.

Diese biete ich übrigens grad auf mobile und Kleinanzeigen an.

Griäßle

Eugen

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Immerdar
15.01.2026 20:06


Das hätte das mopedle auch ohne DCT haben können. Wäre es ( das mopedle ) dann mit Schaltgetriebe nicht ebenso zufrieden, liegts am Mopedle : vielleicht sind Motorräder in diesem Fall einfach nicht das Richtige.

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19.01.2026 10:32


oh, hast mal n Dreirädle übrig, dann probier ich s mal damit

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Lenad
12.01.2026 16:20


Habe 10 Gold Wing Modelle gehabt.Von der ersten 4Zylinder bis zur 6 Zylinder mit Airbag.

Ich lasse mich nicht zwangsbeglücken ,und da es für die Gold Wing derzeit kein Schaltgetriebe mehr gibt,fahre ich nun Elektra Glide von Harley Davidson.

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Immerdar
13.01.2026 22:48


O la la. Da macht Honda etwas grundsätzlich falsch. Dass es dann gerade HD Elektra Glide sein muss - das geht ans Herz, zeigt aber, dass auch Honda potentielle Niederlagen erleiden könnte.

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Immerdar
10.01.2026 19:15


Kann Honda so machen. Dabei gleich den Haarföhn, das Privatbuchhaltungstool und andere elektrische Geräte miteinbauen, die ich hier nicht näher bezeichnen darf. Diesen endlosen "Ausrüstungs"- Unsinn verfolgt ja gerade die Autoindustrie - und wenn einer Unsinn baut findet er leider immer Nachahmer. Wenn Honda und/oder andere Motorradhersteller an jenem Ast sägen, auf welchem sie sitzen dann werden sie das wohl für richtig halten.

Und von im Garn gefärbten Motorradfahrern bald einmal die Quittung erhalten. Und diese wird zum Nachteil der betrefffenden Motorradhersteller ausfallen.