Sicher durch die Hauptuntersuchung

Zahlreiche Motorradfahrer sind auf das Thema Hauptuntersuchung nicht gut zu sprechen. Oft befinden sich im Haushalt noch ein oder zwei weitere Kraftfahrzeuge, die es ebenfalls regelmäßig beim TÜV oder einer anderen Prüfstelle vorzustellen gilt. So mancher Motorradfahrer hat das Gefühl, er sei beim TÜV ein Dauergast.

Doch letztlich führt am Besuch beim TÜV kein Weg vorbei. Motorräder unterliegen der StVZO und müssen daher spätestens alle zwei Jahre untersucht werden. Hierbei wird der technische Zustand überprüft. Damit die Zulassung weiterhin besteht, dürfen keine Mängel existieren oder von den Vorschriften abweichende Änderungen festzustellen sein. Werden Mängel festgestellt, gilt es diese zu beheben. Ansonsten kostet dies die Zulassung, was letztlich bedeutet, dass das Motorrad im öffentlichen Straßenverkehr nicht mehr genutzt werden darf.

Mit guter Vorbereitung durch den TÜV kommen

Angst, ihre Maschine könnte die Hauptuntersuchung nicht bestehen und somit keine neue HU-Plakette erhalten, haben die wenigsten Motorradbesitzer. Im Regelfall lassen sich Mängel mit wenig Aufwand beheben. Die meisten Motorradfahrer wollen die Hauptuntersuchung auf Anhieb meistern, weil sonst eine Menge zusätzlicher Arbeit entsteht und womöglich gilt es auch viel Geld in die Maschine zu investieren.

Wer auf Anhieb bestehen möchte, sollte sein Motorrad im Vorfeld selbst checken. In erster Linie gilt es auf Auffälligkeiten zu achten. Sollte der Motor nicht rund laufen, der Auspuff ungewöhnliche Laute von sich geben oder die Bremsen nicht zuverlässig arbeiten, gilt es aktiv zu werden. Sofern man sich mit Motorradtechnik auskennt, lassen sich entsprechende Mängel oft selbst erkennen und beheben. Ansonsten gilt es eine Werkstatt zu besuchen.

Es ist ebenso möglich, eine Werkstatt bewusst aufzusuchen, um das Motorrad dort im Vorfeld prüfen zu lassen. Die meisten Zweiradmechaniker erkennen potentielle Mängel sehr schnell und können dann Lösungen vorschlagen. Alternativ ist es möglich, die Hauptuntersuchung auch gleich in einer Werkstatt machen zu lassen. Sollte dann Mängel festgestellt werden, kann direkt vor Ort über Maßnahmen zur Mängelbeseitigung gesprochen werden.

Aufgepasst bei Modifikationen am Motorrad

Tuning erfreut sich vor allem bei Jüngeren Motorradfahrern einer großen Beliebtheit. Teilweise werden Motorräder stark modifiziert, was bei der Hauptuntersuchung zum Problem werden kann. Nur weil der Fachhandel entsprechende Tuningteile anbietet, müssen diese nicht automatisch zulässig sein. Am besten ist es daher, die Eignung im Vorfeld zu prüfen. Letztlich kann schon ein einziges Anbauteil dazu führen, dass die Zulassung des Fahrzeugs erlischt.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass sich die Prüfer sowohl an der StVZO als auch an der EU-Richtlinie orientieren müssen. Diese sind zum Teil unterschiedlich ausformuliert. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass bestimmte Modifikationen in der EU-Richtlinie nicht berücksichtigt werden. Manchmal liegt es dann im Ermessen der Prüfer, ob sie eine Modifikation gestatten.

Tuner sollten im Zweifelsfall immer Vorsicht walten lassen und lieber erst eine Prüfstelle aufsuchen. Dort können sie in Erfahrung bringen, ob eine konkrete Modifikation gestattet ist bzw. wie sich diese auf die Zulassung des Fahrzeugs auswirkt. Eine vorherige Absprache mag zwar zusätzliche Zeit kosten, aber schlussendlich kann sie den Motorradfahrer vor großen Schwierigkeiten bewahren.

Beim Gebrauchtkauf auf die Plakette achten

Motorradkäufer entscheiden sich sehr häufig für gebrauchte Maschinen. Die Maschinen werden häufig über das Internet bezogen, da gegenüber dem Erwerb neuer Modelle meist viel Geld gespart werden kann. Zudem erleichtert das Internet die Suche enorm und bietet die Möglichkeit aus einer Vielzahl von Angeboten zu entscheiden. Ein bekanntes Portal im Internet ist das von Autoscout24/Moto, wo Motorräder gekauft werden können. Doch beim TÜV-Besuch droht manchmal die böse Überraschung. So manches Gebrauchtmotorrad weist zahlreiche Mängel auf, was wiederum hohe Reparaturkosten nach sich zieht.

Angesichts dieses Risikos ist es empfehlenswert, sich beim Gebrauchtkauf bewusst für ein Motorrad zu entscheiden, das sich in einem nachweislich guten Zustand befindet (weil der Käufer zum Beispiel ein aktuelles Gutachten vorlegen kann) oder weil das Motorrad die Hauptuntersuchung gerade erst bestanden hat. Sollte ein Motorrad schon zeitnah zum TÜV gebraucht werden müssen, ist Vorsicht angebracht: Womöglich möchte der Eigentümer das Fahrzeug abstoßen, um hohe Kosten zu vermeiden.


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