Honda startet mit breiter Brust ins Modelljahr 2026: Neuer Sporttourer auf Basis der CB1000 Hornet, neuer Retro-Roadster mit Vierzylinder-Triebwerk, erstes elektrisches Naked Bike, E-Clutch-Offensive und dazu natürlich reichlich neues Makeup in Form von neuen Lackierungen für die Modellpalette 2026. Hondas Edelroller Forza 125 und Forza 350 kommen zudem als neue Special Edition zu den Händlern – der Forza 350 in „Pearl Nightstar Black“ mit roten Graphics und Sitzbank-Steppnähten, der Forza 125 in der Farbe „Pearl Nightstar“ mit bronzefarbenen Felgen und exklusivem Grafikdekor.
Honda CB1000GT: Langstrecken-Hornisse
Die schnittige CB1000GT erweitert 2026 Hondas Touring-Segment. Basis ist die überaus erfolgreiche Honda CB1000 Hornet. 2026 kommt sie flankierend als Vierzylinder-Sporttourer mit ausgewiesen sportlichen Genen, tourentauglichen Qualitäten – und lautstarkem Auftritt: Das Standgeräusch beträgt kühne 97 dB(A). In Zeiten von lärmbedingten Streckensperrungen ab 95 dB(A) Standgeräusch ein überraschender Move für ein Reisemotorrad. Zum Elektronikpaket mit 6-Achsen-Bewegungssensorik gehören neben Kurven-ABS und Traktionskontrolle unter anderem vier definierte Fahrprogramme und ein frei konfigurierbarer User-Modus. Der Vierzylinder-Reihenmotor leistet 150 PS und 102 Nm und ist auf gleichmäßig kraftvolle Leistungsabgabe getrimmt. Zur Serienausstattung der 229 kg aschweren GT gehören elektronisch gesteuerte Showa-EERA-Federelemente, abnehmbare Seitenkoffer, Hauptständer, verstellbarer Windschild, Griffheizung, Quickshifter, Tempomat, Handprotektoren und eine Bremsanlage mit radial montierten Vierkolben-Bremssätteln am Vorderrad. Preis: ab 14.429 €.
Honda WN7: Elektro-Hornet mit bis zu 130 km Reichweite
Der E-Roadster WN7 kommt als A1- und A2-Bike mit bis zu 130 km Reichweite und Schnellladesystem. Spitze: 110 km/h. Die neue E-Honda orientiert sich optisch nah am EV Fun Concept von 2024 – und ein wenig auch an Hondas aktuellen Verbrenner-Bestsellern; ein Hauch von elektrischer Hornet liegt in der Luft. Zwei Leistungsvarianten sind zum Start geplant: 15 PS (11 kW, Führerscheinklasse A1) und 24,5 PS (18 kW, A2). Honda schielt sowohl auf Fahranfänger und B196er als auch auf Aufsteiger und Gelegenheitsfahrer, denen eine eher übersichtliche Leistung vollkommen reicht. Aber nicht täuschen lassen: Kurzfristig schickt die A2-Variante der WN7 deutlich mehr Power ans Hinterrad. Der Leistungspeak liegt bei 50 kW (68 PS), das maximale Drehmoment beträgt 100 Nm. Honda verspricht die Leistung einer 600er mit dem Drehmoment einer 1000er. Das Gewicht geben die Japaner mit 217 kg an, die Sitzhöhe mit 800 mm. Ende 2025 soll die Serienproduktion starten. Bestellungen sind bereits möglich, erste Maschinen sollen bei uns im August 2026 zu haben sein. Preis: ab 15.379 € inklusive Überführung. Wer bis zum 4. November eine Vorbestellung platziert, bekommt eine Hecktasche gratis dazu.
CB1000F: Vierzylinder-Roadster im Retro-Look der Bol d’Or-Ära
Ohne Order-Bonbon tritt die CB1000F an. Vermutlich braucht sie auch keins. Mit dem schlichten Vierzylinder-Roadster kehrt Honda zu seinen Wurzeln zurück. Retro-Design, Hornet-Technik und 122 PS sind eine vielversprechende Mischung. Auf Wunsch kommt die CB1000F mit Halbschale – schalmeien wir ein Heritage-Halleluja! Auch auf die Lackdesigner, die sich alle Mühe gaben, den neuen Roadster „alt“ aussehen zu lassen in Silber und Schwarz. Optisch knüpft die CB1000F an die legendären Bol d’Or-Modelle an: durchgehende Linienführung vom Tank über die Seitendeckel bis zum Heck, klassische Dekorstreifen und freiliegender Vierzylinder. Als Zugeständnis an die Moderne zählen LED-Beleuchtung, Smart-Key, 5-Zoll-TFT mit Honda RoadSync und mehrstufige Traktionskontrolle zur Serienausstattung. Der offizielle Fahrzeugpreis beträgt 11.700 € zuzüglich Nebenkosten. Die Markteinführung ist im Januar 2026.
Drei Zubehörpakete stehen zur Wahl für die CB1000F: „Sport“ mit Schaltassistent und Motorschutz, „Komfort“ mit Heizgriffen und Komfortsitz sowie „Travel“ mit Soft-Satteltaschen und Tanktasche. Die Preise und der Starttermin des 230 km/h schnellen Retrorenners will Honda zeitnah bekanntgeben.
E-Clutch ersetzt konventionelle Schaltgetriebe
Honda setzt ab 2026 verstärkt auf die E-Clutch: Die elektronische Schalt-Technologie gibt es jetzt auch für die Bestseller CB750 Hornet, XL750 Transalp, CBR500R, CB500 Hornet und NX500. Damit bietet Honda in Deutschland nun insgesamt sieben Modelle mit E-Clutch an: Den Anfang machten 2024 die Mittelklasse-Vierzylinder CB650R und CBR650R. International kommt noch der bei uns nicht angebotene Cruiser Rebel 300 E-Clutch hinzu. Das Besondere daran: Die E-Clutch – der Begriff steht für „elektronische Kupplung“ – ersetzt bei all diesen Modellen das konventionelle Sechsgang-Schaltgetriebe. Der simple Grund: Die E-Clutch baut darauf auf und übernimmt nur auf Wunsch das Kuppeln beim Schalten.
CB650R & CBR650R günstiger, CB750 Hornet teurer
Die CB650R E-Clutch 2026 startet bei uns ab 10.259 €. Das sind 100 Euro weniger, als Honda für das 2024er-E-Clutch-Modell begehrt (ab 10.359 €). Hundert Euro sparen auch die Käufer der neuen CBR650R E-Clutch 2026. Die startet hierzulande ab 11.339 €. Die CB750 Hornet E-Clutch gibt es ab 9.289 € inklusive Überführung. Das sind 600 Euro mehr, als Honda für das 2025er-Modell mit konventionellem Getriebe aufruft (ab 8.689 € inkl. Nebenkosten). Die Preise für die NX500, CBR500R, CB500 Hornet und XL750 Transalp mit E-Clutch folgen rechtzeitig zum Saisonstart.
Honda Africa Twin und Adventure Sports für die Saison 2026
Honda spendiert der CRF1100L Africa Twin und der Africa Twin Adventure Sports zum Modelljahr 2026 neue Farben und Grafikdekors. Technisch fürs neue Modelljahr alles beim Alten bei der Africa Twin und ihrer tourentauglicheren Schwester, der Africa Twin Adventure Sports. 102 PS Nennleistung, 112 Nm Drehmoment, 1.084 Kubik Hubraum, dazu die Option auf das Doppelkupplungsgetriebe DCT. Die Preise gibt Honda zum Saisonstart bekannt.
Prototyp mit E-Kompressor: Honda V3R 900
Auf der EICMA 2024 hatte Honda seinen neuen V3-Motor mit elektrischem Kompressor erstmals als Motorkonzept vorgestellt. Jetzt ist klar: Im Prototyp V3R 900 wird es weiterentwickelt. Das künftige Serienmodell soll dank Hondas neuartiger Technologie Maßstäbe setzen. Das Entwicklungsteam verfolgt laut Honda das Ziel, „begeisternde Fahrzeuge zu realisieren, die Kundenerwartungen übertreffen“, und jene Freude an freier und unbeschwerter Mobilität zu verwirklichen, die Honda einst in seiner Vision 2030 formuliert hat.
Neuer Vierzylinder mit 502 Kubik – Honda CBR500R Four
In Asien als Premiumprodukt positioniert, tritt das Modell hierzulande als Einsteigervariante an: Honda hat einen Vierzylinder-Sportler vorgestellt. Das Trockengewicht der CBR500R Four soll bei 189 Kilogramm liegen. Gestalterisch orientiert sich das Modell an der großen Schwester Fireblade und bleibt dabei – typisch Honda – klar gezeichnet, ohne Winglets oder andere aerodynamische Spielereien. Produziert werden soll das Motorrad im Laufe des Jahres 2026 zunächst in China für den chinesischen Markt. Ob eine spätere Fertigung für Europa im selben Werk erfolgt, ist derzeit offen.
Neue Farben für Hondas Bestseller
Dauerbrenner wie CMX1100 Rebel, NT1100, ADV350 sowie zahlreiche Roller bekommen neue Farben für 2026. Technisch ändert Honda hier allerdings nichts. Auch bei den 125ern legt Honda mit neuen Farben nach, so erhalten die Minibikes Monkey 125 und ST125 DAX für 2026 ebenso neue Farben, wie auch die Super Cub 125.



